Dagewesen, Musik
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Die Lüdenscheider Metalparty – Harte Töne in der Bergstadt

(Foto: Björn Othlinghaus)
Scargot lieferten an diesem Abend eine besonders spektakuläre Vorstellung. (Foto: Björn Othlinghaus).

Fans der harten musikalischen Gangart waren am 17. Juni 2017 in der Alten Druckerei in Lüdenscheid an der richtigen Adresse. Bereits zum zweiten Mal organisierte die Lüdenscheider Trash-Metal-Band Pherese dort die Lüdenscheider Metalparty, die zahlreiche Fans von Death- und Trash-Metal auch von außerhalb in die Bergstadt lockte.

Neben den Gastgebern von Pherese um Frontmann Markus Leers standen an diesem Abend noch drei weitere Bands auf der Bühne, wobei die angekündigte Formation Niflhel nicht kommen konnte. Sehr kurzfristig, besser gesagt noch am Veranstaltungstag, konnte Markus Leers jedoch eine Ersatzformation zu einem Auftritt überreden, und zwar die Lüdenscheider Combo Circlesquaretriangle.

Die Lüdenscheider Band Pherese hatte die komplette Veranstaltung auf die Beine gestellt. (Foto: Björn Othlinghaus)

Die Lüdenscheider Band Pherese hatte die komplette Veranstaltung auf die Beine gestellt. (Foto: Björn Othlinghaus)

Die Formation gab den Opener mit vier eigenen Songs, die in Kürze auch als EP erscheinen sollen. Ama, Roman, Adam und Lennard überzeugten die zahlreichen Gäste mit ihren harten Tracks und waren für den Job als Einheizer deshalb bestens geeignet. Die Combo Sinful Earth aus Bochum bot im Anschluss hörenswerten Melodic-Trash-Metal, der sich dramatisch, kraftvoll und wuchtig in die Gehörgänge fräste. Die insgesamt sieben Songs, die die Musiker um Shouter Moritz an diesem Abend boten, präsentierten sich oft ausladend mit episch anmutenden Keyboard-Parts, aber auch wüst hingeknüppelten Passagen, die zum ausgelassenen Headbangen einluden.

Viele Fans harter Töne hatten den Weg in den Stock/Die Alte Druckerei gefunden. (Foto: Björn Othlinghaus)

Viele Fans harter Töne hatten den Weg in den Stock/Die Alte Druckerei gefunden. (Foto: Björn Othlinghaus)

Zwischen dem einleitenden Song „White“ und dem abschließenden Track „Black“ stand unter anderem der erst vor kurzem veröffentlichte Song „Crimson“. Den spektakulärsten Act stellte an diesem Abend sicher die Formation Scargot dar, deren Musiker nicht nur eine besondere Bühnenpräsenz entfalteten, sondern auch in technischer Hinsicht ein besonders gelungenes Set zu bieten hatten. Entsprechend sorgfältig und intensiv widmeten sich die Musiker deshalb auch dem Soundcheck, bevor es mit dem gut einstündigen Konzert losging. Der in Essen beheimateten Band, deren Frontmann Chin nach eigenen Angaben einen Teil seiner Kindheit in Freudenberg im Sauerland verbracht hat und damit fast in die alte Heimat zurückkehrte, merkt man zu jedem Zeitpunkt an, dass sie echte Ambitionen haben, in ihrem Genre im Musikbusiness auf hohem Niveau durchzustarten.

Final Earth. (Foto: Björn Othlinghaus)

Final Earth. (Foto: Björn Othlinghaus)

Bereits am kommenden Freitag, 23. Juni, erscheint offiziell das Debüt-Album der Band, das komplett in Eigenregie entstand. Es wird an diesem Tag im Parkhaus Meiderich, Bürgermeister-Pütz-Straße 123 in Duisburg ab 19.30 Uhr (Einlass 19 Uhr) präsentiert. Ihre Musik kommt düster, wuchtig und brachial, aber auch mit Präzision und zahlreichen Einflüssen unterschiedlicher, zeitgenössischer Metalspielarten daher und kann somit Liebhaber der ultraharten Gangart durchaus überzeugen und begeistern. Als Abschluss der Metalparty standen schließlich die Musiker von Pherese auf der Bühne. Die Band um Frontmann Markus Leers alias Meg Griffin spielt ehrlichen Death-Trashmetal, der aus Gesangsparts mit wuchtigen Growls und Screams, hämmernden Riffs und donnerndem Doublebase besteht. Das Gesamtpaket für alle jene, die auf harte Töne stehen, stimmte bei der zweiten Lüdenscheider Metalparty, so dass es sicher im kommenden Jahr eine Neuauflage geben wird.

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Kategorie: Dagewesen, Musik

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In einer Ramsch-Kiste mit Taschenbüchern wurde ich, gerade mal 10 Jahre alt, fündig. Das – wie ich im Nachhinein feststellte – inkompetenteste Film-Nachschlagewerk dieser Erde, „Das Lexikon des Science-Fiction-Films“ von Roland M. Hahn, weckte mein Interesse für bewegte Bilder. Ich „zerlas“ es völlig (und auch seine nicht weniger missratenen Nachfolger über die Genres „Fantasy“ und „Horror“). Echtes Interesse für die Pop- und Rockmusik kam dagegen erst Jahre später – mit der ersten eigenen kleinen Hifi-Anlage und der CD „The Road to Hell“ von Chris Rea.

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