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Die nie Helene Fischer spielen – „Ich und Du“ rocken die Alte Druckerei

(Foto: Björn Othlinghaus)
„Atemlos durch die Nacht“ ist nicht ihr Ding: Christian Breddermann und Klaus Sonnabend. (Foto: Björn Othlinghaus).

Ob sie tatsächlich die nach eigenen Angaben einzige Cover-Band der Welt sind, die niemals Helene Fischer spielt, sei dahingestellt, und wer denn nun „Ich“ und wer „Du“ ist, darüber diskutieren die beiden Musiker Christian Breddermann (Cajon, Gesang) und Klaus Sonnabend (Gitarre, Gesang) auch immer mal wieder.

Unstrittig ist jedoch, dass es dem Duo Ich und Du am Freitag, 19. Mai 2017, wieder bestens gelang, ihre Fans in der gut besuchten Alten Druckerei in Lüdenscheid mit einer kompetent dargebotenen Songauswahl und viel Freude an der Musik zu begeistern.

Gute Laune ist bei den Konzerten von Ich und Du garantiert. (Foto: Björn Othlinghaus)

Gute Laune ist bei den Konzerten von Ich und Du garantiert. (Foto: Björn Othlinghaus)

Zwischen den beiden stimmte einmal mehr die Chemie, als sie mit „You And Me“ von Milow, Eric Claptons „Leila“ sowie einer lässigen Fassung des Beatles-Songs „Let It Be“ in den Abend starteten. Nachdem Klaus Sonnabend mit einem emotionalen Gesangsvortrag beim Song „Love’s Divine“ von Seal überzeugt hatte, leitete das Duo mit einem knackigen Anspiel von „Smoke On The Water“ den Genesis-Song „I Can’t Dance“ ein, bei dem Christian Breddermann seine rhythmischen Fähigkeiten am Cajon voll ausspielen konnte. Im Laufe des Abends luden die beiden darüber hinaus einige Musiker-Kollegen auf die Bühne ein.

Heijo Buddemeier spielte Mini-Xylophon beim Song "Narcotic" von Liquido. (Foto: Björn Othlinghaus)

Heijo Buddemeier spielte Mini-Xylophon beim Song „Narcotic“ von Liquido. (Foto: Björn Othlinghaus)

So bewies zum Beispiel Heijo Buddemeier bei „Narcotic“ von Liquido seine Virtuosität am Mini-Xylophon, indem er spontan den markanten Instrumentalpart des Werkes übernahm. Einer der Gast-Musiker im zweiten Programmteil war dagegen Bassist Steven Stegnitz, der diesmal an der Bass-Ukulele zu hören war. Mit ihm interpretierten Christian Breddermann und Klaus Sonnabend den Song „Easy“ von Lionel Richie. Bei Ich und Du soll das Publikum nicht nur zuhören, sondern auch selbst mitmachen und mitsingen. Das bot sich bei Hits wie „Wonderwall“ von Oasis, „Still Haven’t Found What I’m Looking For“ von U2 oder „So Lonely“ von The Police an. Zwischendurch überraschten die Künstler zudem immer wieder mit netten Gimmicks, die ihr Publikum zum Schmunzeln brachten. So wandelte Klaus Sonnabend zu Beispiel zu Beginn von CCR’s „Proud Mary“ gesanglich auf Lee Marvins Spuren, der einst für den Film „Westwärts zieht der Wind“ das Titellied „Wandering Star“ mit Whiskeygeölten und Zigarrettenrauchgedorrten Stimmbändern hinhauchte.

Die Farbe des Bühnenlichts wählen die beiden Musiker individuell nach ihren Songs aus. (Foto: Björn Othlinghaus)

Die Farbe des Bühnenlichts wählen die beiden Musiker individuell nach ihren Songs aus. (Foto: Björn Othlinghaus)

Solche spontanen Ideen ließen den Auftritt des Duos nie langweilig werden. In einem Fall, so verrieten die beiden, wollen sie ihrem Vorsatz, keine Helene-Fischer-Songs zu singen, untreu werden, und zwar, wenn Helene persönlich als Sängerin mit ihnen auftritt. Empfehlenswert wäre ein Besuch des nächsten Ich-und-Du-Konzertes allerdings auch ohne die Schlagerblondine.

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Kategorie: Märkischer Kreis, Regionales

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In einer Ramsch-Kiste mit Taschenbüchern wurde ich, gerade mal 10 Jahre alt, fündig. Das – wie ich im Nachhinein feststellte – inkompetenteste Film-Nachschlagewerk dieser Erde, „Das Lexikon des Science-Fiction-Films“ von Roland M. Hahn, weckte mein Interesse für bewegte Bilder. Ich „zerlas“ es völlig (und auch seine nicht weniger missratenen Nachfolger über die Genres „Fantasy“ und „Horror“). Echtes Interesse für die Pop- und Rockmusik kam dagegen erst Jahre später – mit der ersten eigenen kleinen Hifi-Anlage und der CD „The Road to Hell“ von Chris Rea.

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