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Jugendliche drehen cooles Musikvideo

Wie wird ein cooles Musikvideo produziert? Jugendliche im Alter zwischen 11 und 17 Jahren konnten diese Frage jetzt in der Jugendbildungsstätte MK, Sedanstraße 9 in Lüdenscheid im Rahmen eines spannenden, zweitägigen Kreativ-Workshops für sich beantworten.

Die insgesamt acht Teilnehmer – Felix Domin, Maurice Schumacher, Alexander Kaiser, Nils Kilian, Jan Steber, Mithat Schumacher, Daniel Halbach und Lukas Werning – teilten sich in zwei Gruppen auf, wobei sich die eine unter der Leitung des Musikers Artur Tadevosyan darum kümmerte, ein Lied zu komponieren und fachgerecht aufzunehmen, während sich die andere Gruppe, für die Thorn Leonhardt verantwortlich zeichnete, unabhängig von der Musik mit der optischen Umsetzung befasste.

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Nach dem Dreh wurden die Szenen geschnitten und nachbearbeitet. Foto: Björn Othlinghaus

Die Jugendlichen entschieden sich für Crossover im Stil von Linkin Park

Das Motto des Workshops lautete „Metal meets HipHop“, wobei die Initiatoren bewusst auf die Kombination zweier völlig konträrer musikalischer Genres und Jugendkulturen, also auf „Crossover“, setzten. „Schließlich geht es ja darum, dass unterschiedliche Individuen und Persönlichkeiten gut zusammenarbeiten und mit dem Blick auf ein gemeinsames Ziel zu einer Einheit werden“, stellt Thorn Leonard klar. „Deshalb waren wir der Meinung, dass Crossover im Stil von ‚Linkin Park‘ die beste Lösung für unser Video wäre.“ Ziel des Workshops sollte es sein, dass die Jugendlichen teamfähig werden und sich trauen, auch einmal Dinge mit den anderen zu machen und umzusetzen, die ihnen sonst vielleicht – oft ohne Grund – peinlich gewesen wären. Bei der Komposition des Songs mit dem Titel „Was bleibt ist die Musik“ war es den Jugendlichen wichtig, im Text auf die derzeitige weltpolitische Lage einzugehen, insbesondere auf den Krisenherd Syrien. „Wie der Titel schon sagt, ist die Aussage des Liedes, dass die Musik die Welt zwar nicht verändern, aber dafür ein Umfeld schaffen kann, das unterschiedliche Charaktere und Menschen miteinander verbindet“, erklärt Thorn Leonhardt. Wie bei einer professionellen Musik- und Video-Produktion spielten die Jugendlichen unter der Leitung von Artur Tadevosyan jede einzelne Musikspur, also Gitarren, Bässe, Schlagzeug, Raps und Beatbox-Parts separat ein, damit sie im Anschluss perfekt zu einer Einheit zusammengeführt werden konnten.

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Bei dem Video-Projekt ging es darum, sich zu einem Team zusammenzuraufen und gemeinsam etwas kreatives zu erschaffen. Foto: Björn Othlinghaus

Das Video wurde aus Zeitgründen nicht lippensynchron gedreht

Dann folgten die Dreharbeiten zum Video, die nicht nur in der Jugendbildungsstätte stattfanden. „Am Abend haben wir einige Außendrehs gemacht, zum Beispiel im Rosengarten und auf dem Rathausplatz“, erklärt Thorn Leonhardt. Dabei brachten die Jugendlichen zahlreiche eigene Ideen ein und stellten unter anderem das Cover des Beatles-Albums „Abbey Road“ nach, auf dem die Musiker über einen Zebrastreifen marschieren. Da die Zeit für die Komposition eines Songs und die Produktion des dazugehörigen Videos sehr begrenzt war, entschied sich Videospezialist Thorn Leonhardt, das Video nicht Lippensynchron zu produzieren, da dies zu aufwändig gewesen wäre. Da Komposition und Produktion der Musik und die Herstellung des Videos zeitgleich und getrennt in zwei verschiedenen Gruppen erfolgte, arbeiteten die Video-Produzenten beim Schnitt mit einem Dummy-Rhythmus, sprich einem Drum-Loop, der dem Takt und der Geschwindigkeit von „Was bleibt, ist die Musik“ entsprach. „So ist gewährleistet, dass das geschnittene Video und der Song später perfekt zusammenpassen, ohne dass der Cutter das fertige Lied kannte“, meint Thorn Leonhardt. Das Video zu „Was bleibt ist die Musik“ kann in Kürze auch auf „Youtube“ bei „Videoworkshop MK“ in Augenschein genommen werden.

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In einer Ramsch-Kiste mit Taschenbüchern wurde ich, gerade mal 10 Jahre alt, fündig. Das – wie ich im Nachhinein feststellte – inkompetenteste Film-Nachschlagewerk dieser Erde, „Das Lexikon des Science-Fiction-Films“ von Roland M. Hahn, weckte mein Interesse für bewegte Bilder. Ich „zerlas“ es völlig (und auch seine nicht weniger missratenen Nachfolger über die Genres „Fantasy“ und „Horror“). Echtes Interesse für die Pop- und Rockmusik kam dagegen erst Jahre später – mit der ersten eigenen kleinen Hifi-Anlage und der CD „The Road to Hell“ von Chris Rea.

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