Dagewesen, Musik
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Kult.Park 2017 – Junodori, Summer Crowd Stereo und Marie Angerer spielten Open Air

(Foto: Björn Othlinghaus)
Marie Angerer sprang für Hannah Stienen ein. (Foto: Björn Othlinghaus).

Beim Kult.Park-Festival im Kulturhaus-Park in Lüdenscheid waren am Freitag, 28. Juli 2017, drei außergewöhnliche Singer-Songwriter zu Gast.

Die ursprünglich angekündigte Hannah Stienen konnte leider nicht zum Konzert kommen, schickte jedoch mit der 21-jährigen Musikerin Marie Angerer aus Recklinghausen einen rundum hörenswerten Ersatz. Die junge Frau ist bereits ein alter Hase im Musikgeschäft und schreibt seit 14 Jahren eigene Songs, die im Bereich Indie, Folk und Pop zu verorten sind. Ferner absolviert sie neben ihrem Studium in Mönchengladbach rund 50 Konzerte im Jahr. Mit klarer Stimme, die ein wenig an Katie Melua erinnert, interpretierte sie ebenso ausdrucksstarke wie leidenschaftliche Stücke, zu denen unter anderem einer ihrer ersten Songs, „The Wind Blows“, gehörte.

Das Publikum genoss die Atmosphäre im Kulturhauspark. (Foto: Björn Othlinghaus)

Das Publikum genoss die Atmosphäre im Kulturhauspark. (Foto: Björn Othlinghaus)

Dabei atmeten viele Tracks die Atmosphäre Neuseelands, wo sie überwiegend entstanden. Auch der eine oder andere rockige Song, bei dem Marie Angerers variantenreiches Spiel auf der Akustik-Gitarre überzeugte, sowie ihr auf I-Tunes erhältliches Werk „In The Woods“ bereicherten das Programm.

Judith Nordbrock alias Junodori brachte einen hörenswerten, entspannten Gig zu Gehör. (Foto: Björn Othlinghaus)

Judith Nordbrock alias Junodori brachte einen hörenswerten, entspannten Gig zu Gehör. (Foto: Björn Othlinghaus)

Als Zugabe spielte die junge Künstlerin den eingängigen Song „In The Garden“, den sie auf Soundcoud veröffentlichte. Wahre Streicheleinheiten für die Seele lieferte im Anschluss Junodori, hinter der sich die Singer-Songwriterin Judith Nordbrock verbirgt. Auf entspannte Weise begleitete die Musikerin ihren Gesang am E-Piano bei wundervollen Balladen wie dem federleichten „Going Nowhere“ oder der Komposition „I Won’t Wait“ mit ausgiebigen, fließenden Klavier-Parts.

Ein Bierchen und gute Musik - was für eine Kombination! (Foto: Björn Othlinghaus)

Ein Bierchen und gute Musik – was für eine Kombination! (Foto: Björn Othlinghaus)

Mit „Du machst mich krank“ hatte sie unter vielen Stücken in englischer Sprache auch ein deutschsprachiges Werk mit viel Humor im Petto. Zwischendurch floss in das Set darüber hinaus das eine oder andere Cover ein, zum Beispiel „Love Is For All Times“ von Eric Burdon oder auch der Billy-Joel-Klassiker „Just The Way You Are“. Alles in allem ein Gig, der wunderbar in die sommerliche Umgebung passte und zum niveauvollen Träumen und Entspannen einlud. Den Schlusspunkt unter den musikalisch überaus gelungenen Abend setzte mit Summer Crowd Stereo ein Künstler aus Hamburg.

Summer Crowd Stereo aus Hamburg beendete mit seinem Gig den Konzertabend. (Foto: Björn Othlinghaus)

Summer Crowd Stereo aus Hamburg beendete mit seinem Gig den Konzertabend. (Foto: Björn Othlinghaus)

Er stellte sich den Gästen als jemand vor, der „immer versucht, traurige Lieder zu schreiben“ und dem dies ein ums andere Mal auch treffend gelang. Wundervoll melancholisch und lyrisch präsentierte sich zum Beispiel der Song „Where The Sky Meets The Ocean“, der stilistisch auf angenehme Weise an die Werke des britischen Singer-Songwriters Richard Hawley erinnerte. Ferner flossen auch zwei Cover in das Programm des Musikers ein – eine im Tempo zurückgenommene Version des Lady-Gaga-Hits „Paparazzi“ sowie als Zugabe der Song „Be My Baby“ von den Ronettes.

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Kategorie: Dagewesen, Musik

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In einer Ramsch-Kiste mit Taschenbüchern wurde ich, gerade mal 10 Jahre alt, fündig. Das – wie ich im Nachhinein feststellte – inkompetenteste Film-Nachschlagewerk dieser Erde, „Das Lexikon des Science-Fiction-Films“ von Roland M. Hahn, weckte mein Interesse für bewegte Bilder. Ich „zerlas“ es völlig (und auch seine nicht weniger missratenen Nachfolger über die Genres „Fantasy“ und „Horror“). Echtes Interesse für die Pop- und Rockmusik kam dagegen erst Jahre später – mit der ersten eigenen kleinen Hifi-Anlage und der CD „The Road to Hell“ von Chris Rea.

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