Märkischer Kreis, Regionales
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Singen für eine bessere Welt – Der Gospelday

(Foto: Björn Othlinghaus)
Die Sängerinnen und Sänger des Chores Living Gospel waren mit Herzblut bei der Sache. (Foto: Björn Othlinghaus)

Bereits 2011 und 2012 fand in Lüdenscheid ein Gospelday statt. Dennoch handelte es sich bei der bei der Neuauflage am 19. September 2015 auf dem Sternplatz gewisser Maßen um eine Premiere, denn zeitgleich fanden viele ähnliche Veranstaltungen weltweit statt.

Lokaler Veranstalter war der Gospelchor Risecorn der Evangelischen Kirchengemeinde Oberrahmede, deutschlandweit wurde die Aktion von der Stiftung Creative Kirche initiiert. Der Gospelday, bei dem zahlreiche lokale Chöre und Musikgruppen für ein abwechslungsreiches musikalisches Programm sorgten, versteht sich als ein „Aktionstag gegen Armut, Hunger und Sklaverei“, wobei sämtliche Erlöse dem Spendenprojekt „Happy Home“ zugute kommen.

Auch Kinder aus Lüdenscheider Kindergärten machten beim Gospelday mit. (Foto: Björn Othlinghaus)

Auch Kinder aus Lüdenscheider Kindergärten machten beim Gospelday mit. (Foto: Björn Othlinghaus)

Im Rahmen dieser Initiative werden ehemalige Kindersklaven in Dhaka, der Hauptstadt Bangladeschs, auf die Schule vorbereitet, finden Freunde und singen im Chor. Als Schirmherr des Gospelday Lüdenscheid fungierte Landrat Thomas Gemke, weitere Grußworte richteten Bürgermeister Dieter Dzewas und Superintendent Klaus Majoress an die zahlreich erschienenen Gäste. Darüber hinaus gab es eine Interviewrunde mit den drei Gesprächspartnern, Moderatorin Jutta Beißner und Andreas Wolf vom Organisationsteam der Veranstaltung.

Sängerinnen des gastgebenden Chores "Risecorn" von der Evangelischen Kirchengemeinde Oberrahmede in Lüdenscheid. (Foto: Björn Othlinghaus)

Sängerinnen des gastgebenden Chores „Risecorn“ von der Evangelischen Kirchengemeinde Oberrahmede in Lüdenscheid. (Foto: Björn Othlinghaus)

Weitere Gesprächsrunden folgten im Laufe der Veranstaltung. Radio-Moderator Uwe Schulz (WDR-Hörfunk) war ein weiterer Redner, und Matthias Kleiböhmer, der Initiator der Gospeldays in Deutschland, berichtete aus erster Hand über die Arbeit im „Happy Home“ in Bangladesch. Musikalisch eröffnete natürlich der Gospelchor „Risecorn“ als Veranstalter unter der Leitung von Markus Opderbeck das Programm. Der Chor „Living Gospel“ aus Schalksmühle (Leitung: Tobi Schuster) konnte später am Nachmittag durch moderne Songs wie „Jesus Is The Answer“, aber auch durch ein Medley mit klassischen Gospelsongs überzeugen, das Evergreens wie „Amen“, „Down By The Riverside“ oder „O Happy Day“ enthielt.

Auf dem Sternplatz in Lüdenscheid versammelten sich wahre Menschenmassen. (Foto: Björn Othlinghaus)

Auf dem Sternplatz in Lüdenscheid versammelten sich wahre Menschenmassen. (Foto: Björn Othlinghaus)

Ferner waren unter anderem der „Posaunenchor Oberbrügge“, der Gospelchor der Friedenskirche in Letmathe sowie Kindergartenkinder aus Lüdenscheid und Umgebung zu sehen und zu hören. Am Nachmittag traten die Gospel-Kids aus Lüdenscheid auf. Eine besondere Attraktion stellten die Trommler der Plettenberger Musikschule „Cofidato“ dar, die nicht nur auf der Bühne zu sehen waren, sondern am Vormittag auch einen Flashmob veranstalteten.

Musikalischer Höhepunkt war schließlich um Punkt 12 Uhr das Lied „We Are Changing The World“, das nicht nur zahlreiche Chorsänger und das Publikum in Lüdenscheid anstimmten, sondern zeitgleich 10.000 Sängerinnen und Sänger an 250 Orten weltweit.

Freuen konnte sich, wer ein Handy dabei hatte, um das Ereignis fotografisch oder filmisch festzuhalten. (Foto: Björn Othlinghaus)

Freuen konnte sich, wer ein Handy dabei hatte, um das Ereignis fotografisch oder filmisch festzuhalten. (Foto: Björn Othlinghaus)

Neben dem umfangreichen Bühnenprogramm erwartete die Gäste, die bei meist gutem Wetter in großer Zahl zum Gospelday kamen, ein breit gefächertes Angebot an Essen und Getränken, dessen Zutaten überwiegend aus fairem Handel stammten. Daran beteiligt waren das „Ciccolina“, der „Stock“, Karolinas Kunst- und Musikcafé, der Lions Club Minerva, die Bäckereien Engelhardt und Hesse sowie Gemeindemitglieder der Evangelischen Kirchengemeinde Oberrahmede. Weitere Infos gibt es unter www.gospelday-luedenscheid.de.

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In einer Ramsch-Kiste mit Taschenbüchern wurde ich, gerade mal 10 Jahre alt, fündig. Das – wie ich im Nachhinein feststellte – inkompetenteste Film-Nachschlagewerk dieser Erde, „Das Lexikon des Science-Fiction-Films“ von Roland M. Hahn, weckte mein Interesse für bewegte Bilder. Ich „zerlas“ es völlig (und auch seine nicht weniger missratenen Nachfolger über die Genres „Fantasy“ und „Horror“). Echtes Interesse für die Pop- und Rockmusik kam dagegen erst Jahre später – mit der ersten eigenen kleinen Hifi-Anlage und der CD „The Road to Hell“ von Chris Rea.

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