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Die Band Lampenfieber – Integrative Rockmusik vom Feinsten

(Foto: Björn Othlinghaus)
In der Band Lampenfieber machen Menschen mit und ohne Behinderungen gemeinsam Musik. (Foto: Björn Othlinghaus).

Wenn die integrative Rock-Band Lampenfieber auftritt, stellt dies ein ganz besonderes Erlebnis dar. Dieses wollten sich am Freitag, 17. November 2017 die Fans der Formation im Saal der Gaststätte Dahlmann in Lüdenscheid auf keinen Fall entgehen lassen.

Ganz besonders erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang Andrea Löber, die ihren Geburtstag auf dem Konzert feierte und damit, so Jürgen Wigginghaus, Event-Manager in der Gaststätte Dahlmann, mehr als die Hälfte des Publikums als Geburtstagsgesellschaft zur Veranstaltung mitbrachte (und dafür beim Konzert natürlich auch ein Geburtstagsständchen von den Musikern bekam). Somit war der Dahlmann-Saal gut gefüllt und die Stimmung bestens, als die Band die Bühne betrat.

Frontmann Jörg Kreinberg in Aktion. (Foto: Björn Othlinghaus)

Frontmann Jörg Kreinberg in Aktion. (Foto: Björn Othlinghaus)

Gegründet wurde die Formation, die ausschließlich eigene Songs spielt, im Jahre 1999 durch Musikpädagoge Ralf Franke (Geige, Gitarre, Keyboard) und Sozialpädagoge Marc Friese (E-Gitarre), die noch heute Mitglieder von Lampenfieber sind und das Repertoire gemeinsam mit den Musikern erarbeiten. Bei den übrigen Mitgliedern der Combo handelt es sich um Bewohner des Johannes-Busch-Wohnverbundes im Evangelischen Johanneswerk, namentlich Frontmann Jörg Kreinberg (Gesang, Percussion), Robert Kaiser (Schlagzeug), Volker Kotsch (Bass, Percussion), Mario Winterkämper (Keyboard), Christine Emken (Keyboard, Percussion), Stephan Schmitz (Bongo, Keyboard) und Rüdiger Pawlowski (Conga).

Marc Friese ist zusammen mit Ralf Franke einer Initiatoren und Ideengeber des integrativen Projektes. (Foto: Björn Othlinghaus)

Marc Friese ist zusammen mit Ralf Franke einer Initiatoren und Ideengeber des integrativen Projektes. (Foto: Björn Othlinghaus)

Die Stücke der Band, die voraussichtlich im kommenden Jahr ein neues Album auf den Markt bringen wird, sind alle deutschsprachig und erzeugen in musikalischer Hinsicht eine besondere Atmosphäre, der sich kaum ein Konzertbesucher entziehen kann. Mal fließen Elemente des Folk in die Musik ein – die beiden Bandgründer Ralf Franke und Marc Friese waren einmal als das Folk-Duo Franke und Friese aktiv – aber auch handfester Rock und progressive Passagen machen den besonderen Stil der Band aus. Inhaltlich werden dagegen oft Themen aufgegriffen, die die Musiker in ihrem Alltagsleben bewegen. Darum, mal etwas neues zu machen, geht es in „Schon probiert“, „Durchbrennen mit Dir“ thematisiert die Liebe, und in „Penner“ machen sich die Musiker Gedanken darüber, wie würdelos das Leben auf der Straße sein kann.

Robert Kaiser gibt am Schlagzeug den Rhythmus vor. (Foto: Björn Othlinghaus)

Robert Kaiser gibt am Schlagzeug den Rhythmus vor. (Foto: Björn Othlinghaus)

Bei allem Spaß, den die Musik von Lampenfieber macht, zeichnen viele der Texte doch ein hohes Maß an Anspruch und Ernsthaftigkeit aus. Bei „Julia“, einem echten Ohrwurm, waren die Fans, die diesen älteren Song bereits kannten, eingeladen, mitzufeiern und mitzusingen. „Morgentau“ entfaltete dagegen eine besondere melancholisch-mystische Atmosphäre. Hervorragende E-Gitarren- und Violinen-Soli rundeten das Konzerterlebnis ab. Natürlich wurde die Band nicht ohne Zugaben nach Hause entlassen. Als Nachschlag gab es unter anderem das Stück „Wir sind Lampenfieber“, so etwas wie der Erkennungssong der Band. Weitere Infos: www.gaststaette-dahlmann.de.

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In einer Ramsch-Kiste mit Taschenbüchern wurde ich, gerade mal 10 Jahre alt, fündig. Das – wie ich im Nachhinein feststellte – inkompetenteste Film-Nachschlagewerk dieser Erde, „Das Lexikon des Science-Fiction-Films“ von Roland M. Hahn, weckte mein Interesse für bewegte Bilder. Ich „zerlas“ es völlig (und auch seine nicht weniger missratenen Nachfolger über die Genres „Fantasy“ und „Horror“). Echtes Interesse für die Pop- und Rockmusik kam dagegen erst Jahre später – mit der ersten eigenen kleinen Hifi-Anlage und der CD „The Road to Hell“ von Chris Rea.

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