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Stars aus „Bares für Rares“ zum dritten Mal bei den Schätztagen in der Galerie Kümmel

(Foto: Björn Othlinghaus)
Elke Velten (Schmuckexpertin bei „Bares für Rares“), Walter Lehnertz (80-Euro-Waldi), Detlev Kümmel und seine Lebensgefährtin Nang Noebeling mit einigen Besuchern. (Foto: Björn Othlinghaus).

Über großen Andrang freute sich am Samstag und Sonntag, 26. und 27. August 2017, Galerist Detlev Kümmel bei der dritten Ausgabe seiner Schätztage in der Galerie Kümmel in Lüdenscheid-Brügge.

Einmal mehr hatte der beliebte Galerist, der als Experte in der erfolgreichen Fernsehsendung „Bares für Rares“ im ZDF bundesweit bekannt geworden ist, Händler-Kollegen aus der Fernsehsendung nach Lüdenscheid eingeladen. Kult-Händler Walter „80-Euro-Waldi“ Lehnertz aus der Eifel begutachtete ebenso wie Detlev Kümmel an beiden Tagen die mitgebrachten Schätzchen und Raritäten der Fans, die am Samstag schon früh bei den Fachleuten Schlange standen.

Immer von vielen Menschen umgeben: 80-Euro-Waldi. (Foto: Björn Othlinghaus)

Immer von vielen Menschen umgeben: 80-Euro-Waldi. (Foto: Björn Othlinghaus)

Der bei den Fans überaus beliebte Walter Lehnertz begutachtete bei bestem Wetter vor der Galerie unermüdlich Porzellan, Uhren, Gemälde und vieles mehr und war an beiden Veranstaltungstagen schon früh von Menschenmassen umringt. Detlev Kümmel begutachtete dagegen in der Galerie die mitgebrachten Raritäten, und auch bei ihm bildete sich schnell eine Warteschlange, die zeitweise bis weit in den Außenbereich hinein und zur Treppe vor der Galerie reichte. „Viele Menschen standen am Samstag bereits vor 9 Uhr, also gut zwei Stunden, bevor offiziell geöffnet wurde, vor der Tür“, erklärte der Galerist, „die konnte ich leider noch warten lassen, weil wir mit den Vorbereitungen noch nicht fertig waren.“

"Ist das Kunst oder kann das wech?" Der Experte weiß Rat. (Foto: Björn Othlinghaus)

„Ist das Kunst oder kann das wech?“ Der Experte weiß Rat. (Foto: Björn Othlinghaus)

Leider musste Händler Fabian Kahl seine Teilnahme am Event, wie schon beim letzten Mal, kurzfristig absagen, und auch Schmuckexpertin Susanne Steiger konnte diesmal nicht mit dabei sein. Dafür sprangen jedoch die Bares-für-Rares-Händlerin und Schmuckexpertin Elke Velten und ihr Ehemann, Gutachter Helmut Tönnies, ein, die am Sonntag die mitgebrachten Schmuckstücke der Besucher beurteilten. Die Experten, die natürlich auch gute Ware ankauften, kassierten wie schon bei der letzten Veranstaltung pro Expertise einen Betrag von mindestens einem Euro, der für die Initiative Glücksbringer der Lüdenscheider Nachrichten (www.gluecksbringer-luedenscheid.de) bestimmt war. „Ich denke, unsere Schätztage sind auch deshalb so erfolgreich, weil wir niemanden abblitzen lassen“, betonte Detlev Kümmel während einer kurzen Verschnaufpause.

Experte Detlev Kümmel, Galerist und festes Mitglied der Reality-Show "Bares für Rares", nahm sich für jeden Gast Zeit. (Foto: Björn Othlinghaus)

Experte Detlev Kümmel, Galerist und festes Mitglied der Reality-Show „Bares für Rares“, nahm sich für jeden Gast Zeit. (Foto: Björn Othlinghaus)

„Viele der hergebrachten Dinge sind zwar nicht materiell wertvoll, haben aber für den Menschen, dem sie gehören, oft einen besonderen ideellen Wert“, so der Galerist. „Das respektieren wir immer, obwohl wir bei der Bewertung natürlich ehrlich sein müssen.“ Wie gewohnt kamen bei den Schätztagen auch Menschen von weiter her angereist, um ihre Raritäten vor Ort beurteilen zu lassen. So zum Beispiel Horst Riedel aus Hemer, der, zumindest für diese Region, ein ganz besonderes Hobby hat: er sammelt antike Rosenkränze. Seit 1975 geht Riedel diesem Hobby nach und nennt heute eine wertvolle Sammlung sein eigen. „Leider habe ich in der Gegend noch niemanden gefunden, der das gleiche Hobby hat wie ich“, bedauert Riedel.

Horst Riedel aus Hemer hatte sakrale Schätze mitgebracht, darunter diesen zu einer Brosche umgearbeiteten Maria-Theresien-Thaler. (Foto: Björn Othlinghaus)

Horst Riedel aus Hemer hatte sakrale Schätze mitgebracht, darunter diesen zu einer Brosche umgearbeiteten Maria-Theresien-Thaler. (Foto: Björn Othlinghaus)

Zum Schätztag hatte der leidenschaftliche Sammler einige interessante Stücke mitgebracht, die er den Händlern zeigte, darunter nicht nur Rosenkränze, sondern auch einige andere sakrale Stücke wie zum Beispiel einen zu einer Brosche umgearbeiteten Maria-Theresien-Thaler aus dem Jahr 1755. Für die Verpflegung sorgte auch diesmal wieder die Familie Franke und das Team von Der Urlaubsfuchs – die Gäste konnten sich auf Grillwürstchen, Kaffee, Kuchen und andere Leckereien freuen. Parallel zu den Schätztagen eröffnete und präsentierte der Künstler Martin Wanka eine Ausstellung mit fotografischen Werken in der Galerie Kümmel. Wanka war an beiden Tagen persönlich anwesend. Der Künstler machte bundesweit Schlagzeilen, als er seine zu einem Buch gehefteten Kontoauszüge aus der Studentenzeit an der Kunsthochschule für Medien in Köln als Diplomarbeit einreichte.

Schmuckexpertin Elke Velten und ihr Ehemann, Gutachter Helmut Tönnies. (Foto: Björn Othlinghaus)

Schmuckexpertin Elke Velten und ihr Ehemann, Gutachter Helmut Tönnies. (Foto: Björn Othlinghaus)

Das Werk befasste sich mit dem in der heutigen Zeit immer gläserner werdenden Menschen – ein Thema, das Wanka auch bei seinen späteren Arbeiten noch beschäftigte, etwa, als er Proben seiner eigenen Körperausscheidungen analysieren ließ und jeweils ein Foto derselben und die Analyseergebnisse in einem Buch veröffentlichte. Jene Foto-Arbeiten Wankas, die für insgesamt drei Wochen in der Galerie zu sehen sind und auch käuflich erworben werden können, gehen jedoch in eine andere thematische Richtung. „Zuerst habe ich auf der Social-Media-Plattform Instagram mein Essen zusammen mit dessen Verpackungen gepostet“, erklärt Wanka. Damals fotografierte er noch alles auf einfache Weise mit dem Smartphone.

Zeit zum rauchen gab's bei Walter Lehnertz nur während der Expertise. (Foto: Björn Othlinghaus)

Zeit zum rauchen gab’s bei Walter Lehnertz nur während der Expertise. (Foto: Björn Othlinghaus)

„Später habe ich dann beschlossen, dieses Thema größer aufzuziehen und großformatige Fotografien mit der Spiegelreflex anzufertigen.“ Die Lebensmittelverpackungen, die er fotografiert, stellt Martin Wanka in der Regel auf eine weiße Fläche, um den Objekten, die sonst kaum beachtet werden, prominenten Raum zu geben. Auf diese Weise sieht der Betrachter zum Beispiel ein Trinkpäckchen aus den Niederlanden oder eine Fischdose mit ganz anderen Augen. „Dabei lege ich nicht so intensiv den Fokus auf die fotografische Technik“, betont Wanka. So darf das Objekt durchaus auch mal einen Schatten werfen, da es nicht explizit fotografisch ausgeleuchtet wurde.

Künstler Martin Wanka präsentierte seine Foto-Kunst, die auch nach den Schätztagen noch für einige Wochen in der Galerie Kümmel zu sehen ist. (Foto: Björn Othlinghaus)

Künstler Martin Wanka präsentierte seine Foto-Kunst, die auch nach den Schätztagen noch für einige Wochen in der Galerie Kümmel zu sehen ist. (Foto: Björn Othlinghaus)

Hinzugekommen sind mit der Zeit auch fotografische Abbildungen tierischer Innereien oder Extremitäten wie eine Rinderzunge, aber auch Objekte wie zum Beispiel die Kunststoff-Figur des Computerspiel-Helden Super Mario, Arbeitshandschuhe und eine Handtasche, welche der Künstler interessant findet, sind inzwischen dabei. Eine weitere Besonderheit der Ausstellung sind kleinformatige Bildchen mit den Maßen 10 x 10 Zentimeter. „Wer eines dieser Unikate erwerben möchte, muss dafür 29 Euro zuzüglich des derzeitigen Wertes des abgebildeten Gegenstandes zahlen“, erklärt Martin Wanka. Das kann der Wert eines 1-Cent-Stückes sein, aber auch der Kurswert einer auf dem Foto zu sehenden 50-Pfund-Note oder der eines kleinen Goldbarrens.

Künstler Martin Wanka neben der Abbildung einer holländischen Getränkepackung. (Foto: Björn Othlinghaus)

Künstler Martin Wanka neben der Abbildung einer holländischen Getränkepackung. (Foto: Björn Othlinghaus)

Neben seiner künstlerischen Tätigkeit arbeitet Wanka in der Redaktion der Firma Warner Brothers, unter anderem für die Reality-Show „Bares für Rares“. Auf diesem Wege ist auch der Kontakt mit dem Galeristen Detlev Kümmel zustande gekommen, der seit 2015 als Experte für das Format arbeitet. Die Fotografien von Martin Wanka können in der Galerie Kümmel, Volmestraße 36A, 58515 Lüdenscheid, zu den Öffnungszeiten montags bis freitags von 14-19 Uhr und samstags von 10-14 Uhr besichtigt oder erworben werden. Weitere Infos: www.kuemmel.gallery.

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Kategorie: Film & TV

von

In einer Ramsch-Kiste mit Taschenbüchern wurde ich, gerade mal 10 Jahre alt, fündig. Das – wie ich im Nachhinein feststellte – inkompetenteste Film-Nachschlagewerk dieser Erde, „Das Lexikon des Science-Fiction-Films“ von Roland M. Hahn, weckte mein Interesse für bewegte Bilder. Ich „zerlas“ es völlig (und auch seine nicht weniger missratenen Nachfolger über die Genres „Fantasy“ und „Horror“). Echtes Interesse für die Pop- und Rockmusik kam dagegen erst Jahre später – mit der ersten eigenen kleinen Hifi-Anlage und der CD „The Road to Hell“ von Chris Rea.

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