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Großer Erfolg für die dritte Ausgabe des Musik-Festivals „Heimathelden“

(Foto: Björn Othlinghaus)
Klaus Sonnabend (Gitarre, Gesang), Frontmann der Band Sonnabend. (Foto: Björn Othlinghaus).

Das Musik-Festival „Heimathelden“ hat sich zu einer der erfolgreichsten Veranstaltungen der Gaststätte Dahlmann in Lüdenscheid gemausert.

Die dritte Ausgabe des Events am Samstag, 20. Januar 2018, war bereits mehrere Tage vorher ausverkauft, so dass sogar zahlreiche Interessenten, die auf ein Ticket an der Abendkasse gehofft hatten, abgewiesen werden mussten. Das Live-Programm erstreckte sich über satte fünf Stunden und zeigte einmal mehr eindrucksvoll, wie vielfältig und kreativ die Musikszene in Lüdenscheid und Umgebung geworden ist.

Max Jalaly (Kontrabass) von Ampersand. (Foto: Björn Othlinghaus)

Max Jalaly (Kontrabass) von Ampersand. (Foto: Björn Othlinghaus)

Erkan Besirlioglu und Christian Breddermann, die als Duo Breddermann auch als Musiker auf der Bühne standen, übernahmen die Moderation von DJ Marc Kiss, der aus gesundheitlichen Gründen an diesem Abend nicht moderieren und im Anschluss an das Live-Programm auch nicht auflegen konnte. An den Turtables sprang für ihn kurzfristig DJ René Gehlhaar ein. Den Anfang machte die Formation Ampersand, eine Combo, deren Mitglieder in ganz unterschiedlichen musikalischen Genres ihre Wurzeln haben und deshalb über ein abwechslungsreiches Programm verfügen. Die beiden Frontleute Björn Bergs und Julia Späinghaus sowie Stefan Wecker (Schlagzeug), Max Jalaly (Kontrabass) und Benjamin Schlanzke (Gitarre und Backing-Vocals) kleiden ihre Cover meist in ein lässig-jazziges Gewand, so dass auch ein düsterer Grunge-Song wie „Black Hole Sun“ von Soundgarden in einer entspannt-swingenen Version daherkommt.

Jinruh - Funk und Soul vom Feinsten. (Foto: Björn Othlinghaus)

Jinruh – Funk und Soul vom Feinsten. (Foto: Björn Othlinghaus)

Kraftvoll sang Julia Späinghaus den Hit „Creep“ von Radiohead, und das finale Werk, „Teenage Wedding“ von Chuck Berry, bekannt aus dem Film „Pulp Fiction“, zauberte ein Lächeln in die Gesichter der Zuhörer. Eine explosive Mischung aus Soul, Funk und R’n’B produzierte im Anschluss die Formation Jinruh, die bereits, allerdings noch unter dem vorläufigen Namen Koroma, bei der zweiten Heimathelden-Veranstaltung im Januar 2017 mit dabei war. Die Combo, deren Kern Sänger und Rapper Daniel Koroma sowie der Gitarrist und Sänger Bassam Eldodo bilden, tritt nahezu ausschließlich mit Eigenkompositionen auf, die den Saal auch diesmal wieder zum Kochen brachten. Treibende Rhythmen, zwingende Bässe und die Energie der Musiker – neben den beiden Frontleuten standen Noél Thieme (Gitarre), Dennis Awad (Schlagzeug), Thi Nguyen (Keyboard) und Duc Nguyen (Bass) auf der Bühne – sorgten für Hitze im Dahlmann-Saal. Eine ganz andere musikalische Richtung bedient die Band Sonnabend aus Lüdenscheid, die selbst geschriebene Gitarren-Popsongs in deutscher Sprache im Gepäck hatte.

Sängerin Hannah Kramer unterstütze die Formation Sonnabend. (Foto: Björn Othlinghaus)

Sängerin Hannah Kramer unterstütze die Formation Sonnabend. (Foto: Björn Othlinghaus)

Mastermind ist der Lüdenscheider Sänger und Gitarrist Klaus Sonnabend, der von den Musikern Martin Szalay (Bass und Gesang), Philip Ritter (Keyboard und Gesang) sowie Claus Schulte (Schlagzeug) unterstützt wird. Am Samstag wartete die Band darüber hinaus mit einigen Gast-Musikern auf. So überzeugte Hannah Kramer gesanglich neben dem Frontmann, und das Hip-Hop-Duo Hazefeld, bestehend aus Robin Brunsmeier und Sebastian Kreinberg, trug bei zwei Songs gekonnt vorgebrachte Rap-Passagen bei.

Die Zuschauer hatten bis in den frühen Morgen hinein ihren Spaß. (Foto: Björn Othlinghaus)

Die Zuschauer hatten bis in den frühen Morgen hinein ihren Spaß. (Foto: Björn Othlinghaus)

Während Tracks wie „Die Idee“ ordentlich rockten und für Stimmung sorgten, gingen leisere oder Midtempo-Stücke, zum Beispiel „Sag Bescheid“ oder „Ich tanz immer weiter“, leider bisweilen ein wenig in der allgemeinen Lautstärke unter, obwohl die Band musikalisch auf höchstem Niveau überzeugen konnte. Den Abschluss des Live-Programms übernahm schließlich das Duo Breddermann, das seine Fans wie gewohnt in Ekstase versetzte. Wenn es darum geht, Stimmung zu machen mit Cover-Songs aus Rock- und Pop, dann sind Christian Breddermann und Erkan Besirlioglu immer die richtigen Ansprechpartner.

Das Duo Breddermann setzte mit einem gewohnt energiegeladenen Auftritt einen spektakulären Schlusspunkt. (Foto: Björn Othlinghaus)

Das Duo Breddermann setzte mit einem gewohnt energiegeladenen Auftritt einen spektakulären Schlusspunkt. (Foto: Björn Othlinghaus)

Bei ihren ausladenden Fassungen von Mitsing-Stücken wie „Applaus, Applaus“ (Sportfreunde Stiller) oder „Wonderwall“ (Oasis) schaffen es die beiden mit ihrer ansteckenden guten Laune spielend, ihre Fans zum Klatschen, singen und tanzen zu bringen. Somit entließen Breddermann ihr Publikum erst nach unzähligen Zugaben gegen 1 Uhr und übergaben an DJ René, der nach dem Bühnenspektakel noch bis in den frühen Morgen für Stimmung vom Plattenteller sorgte.

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In einer Ramsch-Kiste mit Taschenbüchern wurde ich, gerade mal 10 Jahre alt, fündig. Das – wie ich im Nachhinein feststellte – inkompetenteste Film-Nachschlagewerk dieser Erde, „Das Lexikon des Science-Fiction-Films“ von Roland M. Hahn, weckte mein Interesse für bewegte Bilder. Ich „zerlas“ es völlig (und auch seine nicht weniger missratenen Nachfolger über die Genres „Fantasy“ und „Horror“). Echtes Interesse für die Pop- und Rockmusik kam dagegen erst Jahre später – mit der ersten eigenen kleinen Hifi-Anlage und der CD „The Road to Hell“ von Chris Rea.

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