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Just About Seven – Eine neue junge Jazz-Band startet durch

(Foto: Björn Othlinghaus)
Just About Seven bieten Jazz der Extraklasse. (Foto: Björn Othlinghaus).

Die Lüdenscheider Musikszene verfügt über eine neue, vielversprechende junge Jazzcombo. Just About Seven hatten am 13. Mai 2017 ihren ersten öffentlichen Auftritt auf einem Konzert des Chores Westfalia Valbert.

Damals traten die jungen Musiker, die sich im Wesentlichen aus der Bigband der Lüdenscheider Musikschule, Footprints SL, rekrutieren, noch in einer etwas anderen Besetzung auf. Schlagzeugerin Hannah Krumm verließ die Combo inzwischen, da sie derzeit in Koblenz studiert, Tobias Zorn trat an ihre Stelle.

Die Band spielte am 1. Oktober 2017 in der Lüdenscheider Gaststätte Bräker auf. (Foto: Björn Othlinghaus)

Die Band spielte am 1. Oktober 2017 in der Lüdenscheider Gaststätte Bräker auf. (Foto: Björn Othlinghaus)

Darüber hinaus besteht die Band aus Marc Hewitt (Sousaphon, Gesang, Trompete), Lucas Langbehn (Saxophon), Max Schmidt (Posaune), Yao Protze (Trompete) und Sebastian Auner (Piano).

Marc Hewitt (Sousaphon, Gesang, Posaune). (Foto: Björn Othlinghaus)

Marc Hewitt (Sousaphon, Gesang, Posaune). (Foto: Björn Othlinghaus)

Dafür, dass die Jugendlichen erst seit so kurzer Zeit zusammen spielen, haben sie sich bereits ein beachtliches Repertoire erarbeitet, das sie von nun an auf eigenen Konzerten präsentieren wollen. Die Musiker waren zuletzt am Sonntag, 1. Oktober 2017, im Rahmen eines Frühschoppenkonzertes in der Gaststätte Bräker in Lüdenscheid zu sehen. Bei dieser Veranstaltung spielte die Band unter anderem zahlreiche bekannte Jazz-Standards, die sie auf individuelle Weise kreativ und fetzig interpretierte, darunter „Hit The Road, Jack“, „Summertime“ und „Foxy Lady“.

Max Schmidt (Posaune). (Foto: Björn Othlinghaus)

Max Schmidt (Posaune). (Foto: Björn Othlinghaus)

Inzwischen haben Just About Seven sogar einige selbst komponierte Stücke im Repertoire, und zwar die beiden Tracks „Just About Seven“ und „Midnight Chicken“, drei weitere sind derzeit in Arbeit. Bei ihrem nächsten Konzert am Freitag, 20. Oktober 2017, im Lüdenscheider Eventlokal Panoptikum werden die bereits im Repertoire befindlichen Eigenkompositionen ebenso wie das von Marc Hewitt komponierte „Alle Farben“ live zu hören sein. „Der Vorteil der Jazz-Musik, die wir machen, ist, dass man nicht so intensiv proben muss, sondern stattdessen vieles über die spontane Improvisation während des Konzertes läuft“, erklärt Marc Hewitt.

Tobias Zorn (Schlagzeug). (Foto: Björn Othlinghaus)

Tobias Zorn (Schlagzeug). (Foto: Björn Othlinghaus)

Dennoch kommen die Musiker natürlich regelmäßig zum Proben zusammen, meist im Jazz-Keller der Musikschule oder im Panoptikum, wo sie oft am frühen Abend proben dürfen. Für alle Bandmitglieder ist das Musizieren in erster Linie Hobby, und da bei einigen der Jugendlichen später auch noch ein Studium geplant ist, wollen alle erstmal auf dieser Schiene weitermachen und ein Leben als Profi-Musiker höchstens als längerfristiges Ziel im Auge behalten. Da die Bandmitglieder unterschiedliche musikalische Genres bevorzugen, bringt jeder seine Einflüsse mit ein.

Lucas Langbehn (Saxophon). (Foto: Björn Othlinghaus)

Lucas Langbehn (Saxophon). (Foto: Björn Othlinghaus)

„Im Gegensatz zu anderen Bands, wo ein oder zwei Leute oft das Sagen haben, entscheiden wir alles gemeinsam“, betont Yao Protze. Somit kann jeder der Musiker, die alle unterschiedliche Genres bevorzugen, auch seine jeweiligen Einflüsse mit einbringen. „Zum Beispiel hört man bei unserem Schlagzeuger Tobias Zorn sogar ein wenig Heavy-Metal heraus, weil er in einer solchen Band spielt“, erklärt Sebastian Auner. Ein gemeinsames Vorbild nennen alle Mitglieder der Band, nämlich Thomas Wurth, Leiter der Big-Band Footprints SL sowie renommierter Jazz-Trompeter und -sänger.

Yao Protze (Trompete). (Foto: Björn Othlinghaus)

Yao Protze (Trompete). (Foto: Björn Othlinghaus)

„Der kann gut improvisieren und war für uns sowas wie ein Band-Coach“, meint Marc Hewitt. Darüber hinaus fallen bei der Frage nach den Vorbildern unter anderem Namen wie Miles Davis oder die Formation Scott Bradlee’s Postmodern Jukebox, eine US-amerikanische Band, deren Repertoire aus Jazzarrangements zeitgenössischer Pop-Musik besteht. Die sechs Bandmitglieder sehen sich derzeit noch als reine Live-Musiker und planen auch für die Zukunft noch kein Album.

Sebastian Auner (Piano). (Foto: Björn Othlinghaus)

Sebastian Auner (Piano). (Foto: Björn Othlinghaus)

„Abgesehen von dem finanziellen und zeitlichen Aufwand entfalten wir unsere Dynamik erst so richtig auf der Bühne“, meint Sebastian Auner. Wer das erleben möchte, sollte am Freitag, 20. Oktober 2017, ab 21 Uhr im Panoptikum in Lüdenscheid vorbeischauen. Weitere Infos auf www.justaboutseven.de oder in Facebook.

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In einer Ramsch-Kiste mit Taschenbüchern wurde ich, gerade mal 10 Jahre alt, fündig. Das – wie ich im Nachhinein feststellte – inkompetenteste Film-Nachschlagewerk dieser Erde, „Das Lexikon des Science-Fiction-Films“ von Roland M. Hahn, weckte mein Interesse für bewegte Bilder. Ich „zerlas“ es völlig (und auch seine nicht weniger missratenen Nachfolger über die Genres „Fantasy“ und „Horror“). Echtes Interesse für die Pop- und Rockmusik kam dagegen erst Jahre später – mit der ersten eigenen kleinen Hifi-Anlage und der CD „The Road to Hell“ von Chris Rea.

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