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Onkel Willi & Söhne – Der Wilde Westen auf dem Stadtfest

(Foto: Björn Othlinghaus)
Eine ganze Mannschaft Cowboys und Cowgirls eroberten das Lüdenscheider Stadtfest. (Foto: Björn Othlinghaus)

In diesem Jahr wurden die Besucher des Lüdenscheider Stadtfestes mit einem ganz besonderen Angebot überrascht. Der neue Verein „Onkel Willi & Söhne“ überzeugte mit einem waschechten Saloon, der sich atmosphärisch, kulinarisch und musikalisch ganz dem Western-Style verschrieben hatte.

Schmackhafte Burger vom Lüdenscheider Kult-Burger-Brater „Zur Platten Bulette“ und erfrischende Drinks zu zivilen Preisen gingen einher mit einem erstklassigen Musikprogramm, dessen Höhepunkt sicher der Auftritt der Kölner Band „Duff Boyz“ war, einer kernigen Rock’n Roll-Combo, die musikalisch hervorragend zum Konzept passte und den schon Regenwetterbedingt proppevollen Saloon zum Kochen brachte. Das Team von „Willi & Söhne“ tat an diesem Abend ein übriges, um den Fans waschechte Western-Atmosphäre zu liefern, denn sowohl Jungs als auch Mädel kleideten sich stilgerecht mit Cowboy-Hemden und Hüten.

Die Duff Boyz aus Köln ließen im Saloon die Sau raus. Foto: Björn Othlinghaus

Die Duff Boyz aus Köln ließen im Saloon die Sau raus. Foto: Björn Othlinghaus

Befürchtungen, dass sich der nahe des Sternplatzes befindliche Saloon akustisch mit der Kultbühne vor dem Extrablatt „beißen“ könnte, bewahrheiteten sich nicht – von dem anderen Musikangebot war jeweils kaum etwas zu hören. „Wir unterstützen den Verein ‚Kultstädte e.V.‘ mit dem, was er für Lüdenscheid macht, voll und ganz und wollen den Veranstaltern dort in keiner Weise mit unserem Angebot ins Gehege kommen“, stellte Matthias Czech vom Verein „Willi & Söhne“ klar.

Der Verödung des Stadtzentrums entgegenwirken

Er lobte das sehr gute Verhältnis, das die Vereine haben und auch die Kooperation in unterschiedlichen Bereichen. So sind die Ziele denn auch ganz ähnlich. „Wir möchten der Verödung des Lüdenscheider Stadtzentrums entgegenwirken und in vielerlei Hinsicht eine lebendige Unterhaltungs- und Kulturszene unterstützen“, erklärt Matthias Czech. Dabei soll insbesondere auch ein dichtes Netzwerk von Gewerbetreibenden, Veranstaltern, Gastronomen und Bürgern der Stadt geknüpft werden, die gemeinsam die Szene beleben und voranbringen. Mit dem Saloon, den die Veranstalter nicht groß angekündigt hatten, sondern eher als Überraschung für die Besucher auf den Weg brachten, wollte der Verein ein originelles Angebot liefern, wobei Getränke und Essen zu einem schlanken Preisen zu haben waren.

Zwischen die feierfreudige Gemeinde im Saloon passte kein Blatt Papier mehr. (Foto: Björn Othlinghaus)

Zwischen die feierfreudige Gemeinde im Saloon passte kein Blatt Papier mehr. (Foto: Björn Othlinghaus)

„Wir werden zwar von vielen Menschen – auch von Firmen und Gewerbetreibenden – unterstützt, bieten jedoch bewusst keine Werbung als Gegenleistung an“, erklärte Matthias Czech und betont, dass zum Beispiel auch das Holz, aus dem der Saloon entstanden ist, von einem ortsansässigen Schreiner gesponsert wurde.

Junge Leute müssen coole Orte vorfinden

Wenn sich Jugendliche die Frage stellten, ob sie in ihrer Heimatstadt bleiben oder wegziehen, gehe es nicht nur darum, dass sie vor Ort eine Arbeit oder einen Ausbildungsplatz finden. „Junge Leute müssen auch coole Orte vorfinden, wo sie feiern können und jene Unterhaltung bekommen, die sie suchen“, meint Czech. Das Geld, welches der Verein mit dem Saloon auf dem Stadtfest erwirtschaftete, kommt vollständig einem caritativen Zweck zugute. „Wir schaffen damit Musikinstrumente für Kinder an, die sich diese sonst nicht leisten könnten“, betont Matthias Czech. Auch wenn der Verein „Willi & Söhne“ heißt, soll dies übrigens keine Diskriminierung des weiblichen Geschlechts bedeuten. Mit der Namensgebung habe man bewusst ein wenig provozieren wollen, um Aufmerksamkeit zu erregen. „In unserem Verein ist einfach jeder willkommen, und unser Team verfügt längst über eine große Anzahl starker Frauen“, so Czech. Weitere Infos: www.williundsoehne.de.

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Kategorie: Märkischer Kreis, Regionales

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In einer Ramsch-Kiste mit Taschenbüchern wurde ich, gerade mal 10 Jahre alt, fündig. Das – wie ich im Nachhinein feststellte – inkompetenteste Film-Nachschlagewerk dieser Erde, „Das Lexikon des Science-Fiction-Films“ von Roland M. Hahn, weckte mein Interesse für bewegte Bilder. Ich „zerlas“ es völlig (und auch seine nicht weniger missratenen Nachfolger über die Genres „Fantasy“ und „Horror“). Echtes Interesse für die Pop- und Rockmusik kam dagegen erst Jahre später – mit der ersten eigenen kleinen Hifi-Anlage und der CD „The Road to Hell“ von Chris Rea.

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