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Oktoberfest in Lüdenscheid – Der „Mann hinter dem Bauch“ macht Party

(Foto: Björn Othlinghaus)
Wo Willi Herren auftaucht, brennt die Hütte. (Foto: Björn Othlinghaus)

Eines der größten Volksfeste der Welt fand am 18. und 19. September seinen Weg nach Lüdenscheid. Im großen Oktoberfestzelt auf der Hohen Steinert konnten sich die Gäste nicht nur kulinarisch mit Leberkäse, Bretzeln, Haxen, Schwammerln und vielem mehr ins blau-weiße Paradies entführen lassen, sondern bekamen auch ein tolles Unterhaltungsprogramm geboten.

Die beiden beliebten Moderatoren Kathrin Kuhlemann und Markus Duda (Radio MK) übernahmen am Eröffnungsabend gut gelaunt die Präsentation. Einleitend erledigte zunächst der SPD-Landtagsabgeordnete Gordan Dudas routiniert den Fassanstich, bevor die „Alpenbanditen“ die Bühne enterten.

"Der Mann hinter dem Bauch" lässt die Sau raus. (Foto: Björn Othlinghaus)

„Der Mann hinter dem Bauch“ lässt die Sau raus. (Foto: Björn Othlinghaus)

Die „heißeste Oktoberfestband der Welt“ lieferte in zünftiger Tracht nicht nur zahlreiche Klassiker in bayrischer Mundart, sondern hatte auch viele andere Stimmungs-Hits wie zum Beispiel „Ich drehe schon seit Stunden“ von Herbert Grönemeyer im Repertoire. Da der Star des Abends, Ballermann-Stimmungskanone Willi Herren, auf der Autobahn aufgehalten wurde und deshalb die akademischen zweieinhalb Stunden in Anspruch nehmen musste, wurden einige weitere Programmpunkte vorgezogen. Unter anderem stellten sich zehn attraktive Damen der Wahl zur Miss Dirndl, die ausschließlich durch das Publikum und dessen Applaus entschieden wurde.

Party in Lederhosen. (Foto: Björn Othlinghaus)

Party in Lederhosen. (Foto: Björn Othlinghaus)

Ferner legten die Alpenbanditen die eine oder andere Extrarunde auf der Bühne ein, und einige Gäste begannen eine Polonaise, die für Stimmung sorgte, bis der Hauptact des Abends eintraf. Willi Herren belohnte seine Fans für die lange Wartezeit mit einem energiegeladenen Auftritt, der die Wände des Festzeltes wackeln ließ. Es half nichts: Rolf Linnepe, der Vorsitzende des gastgebenden Lüdenscheider Bürgerschützenvereins, musste auf die Bühne und gemeinsam mit dem „Mann hinter dem Bauch“ dessen Hit „Ist mir egal“ anstimmen. Dabei wurden ihm sowohl gesangliche als auch tänzerische Fähigkeiten abverlangt.

„Willis Köln-Hymne“ bestach dagegen durch die Feststellung, dass nur wo Kölle draufsteht auch Kölle drin ist, und wie zur Bestätigung zeigte Willi Herren seinen Fans stolz ein neues Tattoo am Bein, eine Hommage an die geliebte Heimatstadt. Dass der Kölsche Jung ein Star zum Anfassen ist, zeigte er immer wieder gerne, wenn er die Bühne verließ, sich zu seinen Fans gesellte oder auf dem Tisch tanzte.

Auch die "Alpenbanditen" sorgten für weiß-blaue Fröhlichkeit. (Foto: Björn Othlinghaus)

Auch die „Alpenbanditen“ sorgten für weiß-blaue Fröhlichkeit. (Foto: Björn Othlinghaus)

Da stimmte das Partyvolk doch gerne in sein Lied „Nachts, wenn alles schläft, solltest du feiern geh’n“ ein, bevor der Meister zum Abschluss im Rahmen eines Medleys die älteren und neueren deutschen Rock- und Pop-Charts plünderte und unter anderem „Zu Spät“ von den Ärzten und „Ein Kompliment“ von den Sportfreunden Stiller coverte. Wer von Willi Herren nicht genug bekommen konnte, hatte die Möglichkeit, am nächsten Tag einen zweiten Auftritt des Sängers im Festzelt zu erleben.

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In einer Ramsch-Kiste mit Taschenbüchern wurde ich, gerade mal 10 Jahre alt, fündig. Das – wie ich im Nachhinein feststellte – inkompetenteste Film-Nachschlagewerk dieser Erde, „Das Lexikon des Science-Fiction-Films“ von Roland M. Hahn, weckte mein Interesse für bewegte Bilder. Ich „zerlas“ es völlig (und auch seine nicht weniger missratenen Nachfolger über die Genres „Fantasy“ und „Horror“). Echtes Interesse für die Pop- und Rockmusik kam dagegen erst Jahre später – mit der ersten eigenen kleinen Hifi-Anlage und der CD „The Road to Hell“ von Chris Rea.

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