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Pop mit deutschen Texten – „Sonnabend“ im Kulturhaus

(Foto: Björn Othlinghaus)
Frontmann Klaus Sonnabend ist mit vollem Elan bei der Sache. (Foto: Björn Othlinghaus)

Die Formation „Sonnabend“ kombiniert Pop-, Funk- und Soul-Elemente mit anspruchsvollen deutschen Texten zu eingängigen Songs, die in ganz Deutschland, aber auch im deutschsprachigen Ausland eine immer größere Fangemeinde finden.

Einmal mehr waren die vier Musiker – neben Frontmann Klaus Sonnabend (Lead-Gesang, Gitarre) standen Philip Ritter (Keyboard, Gesang), Martin Szalay (Bass, Gesang) und Claus Schulte auf der Bühne – am 24. Januar 2015 im Lüdenscheider Kulturhaus zu sehen. Für einen hörenswerten Einstieg in den Konzertabend sorgten aber zunächst die jungen Musiker der Formation „FunKtastic“, die diesmal mit Sängerin Nele Nossol auftraten.

Luka Merschmann spielt Saxophon bei der Vorgruppe "FunKtastic". (Foto: Björn Othlinghaus)

Luka Merschmann spielt Saxophon bei der Vorgruppe „FunKtastic“. (Foto: Björn Othlinghaus)

Sie wurde unterstützt durch Luka Merschmann (Saxophon), Sophie Spickenbom (Gitarre), Steven Stegnitz (Bass), Luis Barzyk (Keyboard) und Marco Michaelowsky (Schlagzeug). Die übliche Bedingung für Combos, die als Vorgruppe bei „Sonnabend“ auftreten möchten, galt auch hier: Es dürfen nur eigene Songs gespielt werden. Obwohl die Formation bereits über ein veritables Repertoire aus toughen Funk-Stücken verfügt, wurden die Musiker dieser Vorgabe ein einziges Mal untreu, nämlich bei „Knocking On Heavens Door“, dem sie allerdings ihren eigenen Stil aufdrückten und das sie komplett umarrangierten.

Sonnabend-Keyboarder Philip Ritter. (Foto: Björn Othlinghaus)

Sonnabend-Keyboarder Philip Ritter. (Foto: Björn Othlinghaus)

„Sonnabend“ boten ihren Fans im Anschluss ein umfangreiches Set mit 20 Pop-Perlen aus ihrem inzwischen recht umfangreichen Fundus, aus dem auch das erste Album der Band, „Einer dieser Tage“, entstanden ist. Wohltuend fällt dabei immer wieder auf, dass sich Songwriter Klaus Sonnabend bemüht, das ewige musikalische Thema „Liebe“ zumindest in konventioneller Form weitgehend außen vor zu lassen.

Wenn das „Kribbeln im Bauch“ vorbei ist

Wenn es dann aber doch vorkommt, dann stellt sich der Musiker eher die Frage, was kommt, wenn es mit dem „Kribbeln im Bauch“ längst vorbei ist, wie in dem melancholischen Stück „Schon lange her“, das an diesem Abend als Zugabe anklang. Locker-flockiger Pop wie der Titelsong der CD „Einer dieser Tage“ oder das groovige „Winterzeit“ steht bei „Sonnabend“ ebenso auf dem Programm wie sensible Balladen („Sag‘ Bescheid“) oder ein bewegender Song über den Tod („Du kannst weitergehen“), in dem ein Sterbender mit seinem Schicksal hadert. Bei aller Eingängigkeit und Unterhaltsamkeit vieler Sonnabend-Stücke macht die Formation eben selbst vor solch schwierigen Themen nicht halt.

Doch auch der Spielfreude der einzelnen Musiker wurde während des Gigs genügend Raum gegeben. So servierte zum Beispiel Philip Ritter am Keyboard bei „Kenne Dich nicht mehr“ ein grooviges Solo ab, und der ausladende Schlagzeug-Part in „Dein System“ mit Drummer Claus Schulte wusste ebenfalls zu begeistern.

Am Ende ihres Gigs genießen die Musiker den Applaus. (Foto: Björn Othlinghaus)

Am Ende ihres Gigs genießen die Musiker den Applaus. (Foto: Björn Othlinghaus)

Der glückliche Gewinner einer Verlosung der Band konnte sich an diesem Abend sogar den Frontmann von „Sonnabend“ ins eigene Wohnzimmer holen. Unter allen Anwesenden verloste der Sänger und Gitarrist ein kleines Privatkonzert, wobei sich Klaus Sonnabend die Songauswahl allerdings vorbehielt. Weitere Infos: www.sonnabend-band.de.

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In einer Ramsch-Kiste mit Taschenbüchern wurde ich, gerade mal 10 Jahre alt, fündig. Das – wie ich im Nachhinein feststellte – inkompetenteste Film-Nachschlagewerk dieser Erde, „Das Lexikon des Science-Fiction-Films“ von Roland M. Hahn, weckte mein Interesse für bewegte Bilder. Ich „zerlas“ es völlig (und auch seine nicht weniger missratenen Nachfolger über die Genres „Fantasy“ und „Horror“). Echtes Interesse für die Pop- und Rockmusik kam dagegen erst Jahre später – mit der ersten eigenen kleinen Hifi-Anlage und der CD „The Road to Hell“ von Chris Rea.

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