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Süß und mutig – HonigMut in Concert

(Foto: Björn Othlinghaus)
Melina Fuhrmann und Nando Andreas sind „HonigMut“. (Foto: Björn Othlinghaus)

Melina Fuhrmann und Nando Andreas (beide Gesang und Gitarre) bilden seit einiger Zeit das Duo HonigMut, das neben eigenen Songs mit deutschen Texten auch Coverversionen in deutscher und englischer Sprache auf außergewöhnliche Weise interpretiert.

„Wir spielen nicht einfach irgendwelche Stücke, sondern nur solche, mit denen wir persönlich etwas verbinden“, sagt dazu Melina Fuhrmann. Die beiden Musiker waren jetzt im „Ciccolina“ in Lüdenscheid zu Gast und konnten sich über eine restlos ausverkaufte Location freuen. Im stilvollen Ambiente des Lokals im ehemaligen Domizil der Firma Hesse und Jäger hatten die beiden nicht nur ein mehrstündiges Programm, sondern auch einige musikalische Gäste und Freunde wie zum Beispiel den Singer/Songwriter Binyo aus Halver oder den Sänger Daniel Koroma mitgebracht.

Der Halveraner Singer-Songwriter Binyo wirkte als musikalischer Gast mit. (Foto: Björn Othlinghaus)

Der Halveraner Singer-Songwriter Binyo wirkte als musikalischer Gast mit. (Foto: Björn Othlinghaus)

Besonders die Hits der aktuellen deutschsprachigen Singer-Songwriter- und Pop-Szene haben es den beiden angetan – ihre gelungenen Akustik-Versionen von Stücken wie „Ein Hoch auf uns“ (Andreas Bourani), „Wenn jetzt Sommer wär’“ (Pohlmann) oder „Wie soll ein Mensch das ertragen“ (Philipp Poisel) gehen nicht nur ins Ohr und berühren die Seele, sondern bereichern die Originale nicht selten um neue Aspekte. Nicht nur nachspielen, sondern interpretieren lautet die Devise der beiden Künstler. Das gilt auch für die englischsprachigen Beiträge, bei denen das Duo ebenso wählerisch in der Songauswahl ist und oft auch seltener gespielte Stücke in die Setliste aufnimmt. So gab es zum Beispiel ein Wiederhören mit dem Song „What’s Up“, dem einzigen Hit der Alternative-Band „4 Non Blondes“ aus den 90ern.

Daniel Koroma, ein weiterer Gast des Duos auf der Bühne, überzeugte ebenfalls als Sänger. (Foto: Björn Othlinghaus)

Daniel Koroma, ein weiterer Gast des Duos auf der Bühne, überzeugte ebenfalls als Sänger. (Foto: Björn Othlinghaus)

Überraschend auch die langsame und in sich gekehrte Version von „Baby Don’t Hurt Me“ (Haddaway), eigentlich ein Dance-Song, den das Duo erfolgreich in eine enorm stimmige und atmosphärische Akustik-Fassung transferierte. Gemeinsam mit Binyo brachten Melina Fuhrmann und Nando Andreas schließlich „Save Tonight“ von Eagle Eye Cherry zu Gehör, gewürzt durch gekonnt eingeflochtene, clevere Freestyle-Passagen des Halveraner Sängers und Musikers. Bei „Küss mich“, einem romantischen Lied aus der Feder von Melina Fuhrmann, griff die Lüdenscheider Musikerin, die sich sonst überwiegend auf den Gesang beschränkt, zur Akustik-Gitarre.

Großartig gestaltete sich schließlich zu Beginn des dritten Sets die HonigMut-Fassung des Songs „Halleluja“ von Leonard Cohen, bei der Daniel Koroma seine beachtlichen Gesangsqualitäten unter Beweis stellen konnte. Darüber hinaus wirkte der Sänger auch bei „Ich will dich schlafen seh’n“ aus der Feder von Nando Andreas mit und verlieh dem fröhlichen Song mit ergänzenden Gesangspassagen zusätzlichen Pfiff.

Die beiden Musiker verfügten über ein umfangreiches Repertoire und stellten für diesen Abend ein mehrstündiges Programm zusammen. (Foto: Björn Othlinghaus)

Die beiden Musiker verfügten über ein umfangreiches Repertoire und stellten für diesen Abend ein mehrstündiges Programm zusammen. (Foto: Björn Othlinghaus)

Schließlich bereicherte Koroma die einfühlsame Fassung des Cranberries-Hits „Zombie“ mit zusätzlichen Rap-Einlagen. Insgesamt hatte der Abend alles, was ein gutes, entspanntes und abwechslungsreiches Konzert in angenehmer Atmosphäre ausmacht und weckte im Zuhörer den Wunsch, trotz des mehr als umfangreichen Gigs noch mehr von diesen talentierten Musikern zu hören.

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Kategorie: Dagewesen, Märkischer Kreis, Musik, Regionales

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In einer Ramsch-Kiste mit Taschenbüchern wurde ich, gerade mal 10 Jahre alt, fündig. Das – wie ich im Nachhinein feststellte – inkompetenteste Film-Nachschlagewerk dieser Erde, „Das Lexikon des Science-Fiction-Films“ von Roland M. Hahn, weckte mein Interesse für bewegte Bilder. Ich „zerlas“ es völlig (und auch seine nicht weniger missratenen Nachfolger über die Genres „Fantasy“ und „Horror“). Echtes Interesse für die Pop- und Rockmusik kam dagegen erst Jahre später – mit der ersten eigenen kleinen Hifi-Anlage und der CD „The Road to Hell“ von Chris Rea.

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