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33 Locations, eine Tour – Die erste Lüdenscheider Thekentour

(Foto: Björn Othlinghaus)
Die Künstler, darunter Singer-Songwriterin Serena Schiavone, gaben alles. (Foto: Björn Othlinghaus)

Die erste Thekentour des Vereins Onkel Willi & Söhne in Zusammenarbeit mit der Lüdenscheider Stadtmarketing GmbH hat ihre Premiere bestanden. Die Aktion, in die 33 Theken der Stadt involviert waren, startete am Freitag, 3. Juni 2016, bei angenehmen Temperaturen und großem Publikumszuspruch auf dem Lüdenscheider Rathausplatz.

Insgesamt sechs Musikacts stellten sich dort zunächst auf der Bühne, bei der es sich um einen umfunktionierten LKW handelte, mit kleinen Gigs dem Publikum vor, während an einer Bar vor der Bühne die Mitglieder von Onkel Willi & Söhne die Besucher mit Getränken versorgten. Hier gab es für die Gäste auch die ersten Halsketten, für die sie auf der Thekentour unterschiedliche Aufgaben erfüllten mussten und, wenn zehn Ketten gesammelt waren, freien Eintritt in einen der Lüdenscheider Clubs oder ins „Kuersche & Members of Fury in the Slaughterhouse“-Konzert in der Event-Gaststätte Dahlmann erhalten konnten.

Viel los war vor der Bühne am Bierstand von Onkel Willi & Söhne. (Foto: Björn Othlinghaus)

Viel los war vor der Bühne am Bierstand von Onkel Willi & Söhne. (Foto: Björn Othlinghaus)

Als über dem Gelände nach anfänglich gutem Wetter dann die ersten dunklen Regenwolken aufzogen, machten sich Gäste und Künstler auf den Weg in die einzelnen Locations. Aus der Situation heraus, dass das Eigenart nicht rechtzeitig um 22 Uhr öffnete, weil der Betreiber zugeparkt worden war und deshalb viele Gäste angesichts des Regens in umliegende Locations abgewandert waren, machten die Mitglieder der im Eigenart auftretenden Band Startblock um Frontmann Pascal Zimmer das Beste aus der Situation und zogen mit ihrem Plakat los, um die Abtrünnigen in der Nachbarschaft wieder „einzusammeln“.

Viele nette Menschen gingen auf "Thekentour". (Foto: Björn Othlinghaus)

Viele nette Menschen gingen auf „Thekentour“. (Foto: Björn Othlinghaus)

Schließlich glückte dieses Vorhaben, und die hörenswerte Plettenberger Band, die neben dem Frontmann noch aus Sebastian Ziemann (Schlagzeug), Patrik Bieker (Gitarre), Mathias Abebe (Gitarre) und Hendrik Schulz (Bass) besteht, konnte mit ihrer druckvollen deutschen Rockmusik eine veritabel besuchte Location rocken. Aus allen Nähten platzte wie gewohnt der Reidemeister. Hier spielte der Ahlener Singer-Songwriter Dimi Kassiouris auf, bewaffnet mit seiner Akustik-Gitarre. Schon seine kernige Fassung des Johnny-Cash-Klassikers „Ring of Fire“, die er zum Soundcheck spielte, gab die Richtung vor, in die sich der Abend bewegte.

Die Besucher waren begeistert

Gäste wie Steffi Hallmann und Bert Lassen waren nicht nur vom Künstler im Reidemeister, sondern von der gesamten Thekentour begeistert. „Auf diese Weise haben wir schon Läden kennengelernt, von denen wir gar nicht wussten, dass es sie überhaupt gibt“, freute sich Steffi Hallmann. Das Paar hatte sich an diesem Abend fest vorgenommen, unbedingt noch weitere Lüdenscheider Gaststätten zu erkunden. Das Duo HonigMut mit Melina Fuhrmann und Nando Andreas sowie Daniel Koroma als Sänger und Rapper sollte eigentlich im Panoptikum in der Humboldtstraße auftreten.

Das Duo Honigmut (Melina Fuhrmann und Nando Andreas) sowie der Sänger und Rapper Daniel Koroma erhielten viel Zuspruch für ihren Auftritt in der Oberstadt. (Foto: Björn Othlinghaus)

Das Duo HonigMut (Melina Fuhrmann und Nando Andreas) sowie der Sänger und Rapper Daniel Koroma erhielten viel Zuspruch für ihren Auftritt in der Oberstadt. (Foto: Björn Othlinghaus)

Doch technische Probleme – unter anderem standen nur zwei Gesangsmikros zur Verfügung – führten dazu, dass die Musiker weiterzogen und sich kurzerhand in der Oberstadt einen Platz auf der Straße für ihren Gig suchten. Das fand auch das Publikum Klasse, und es bildete sich schnell eine Menschenansammlung vor der Spielstätte einige Meter vom Lönneberga entfernt, die lediglich dem durchfahrenden Bus weichen musste. Der Gig machte allen sichtlich Spaß und die Baseballkappe, die als Hut fungierte, füllte sich schnell mit Barem. Ferner war in drei weiteren Locations Live-Musik angesagt.

Pascal Zimmer von der Band Startblock auf Werbetour. (Foto: Björn Othlinghaus)

Pascal Zimmer von der Band Startblock auf Werbetour. (Foto: Björn Othlinghaus)

Leider erschien der für das „Tropf und Krümel“ vorgesehene Björn Alberternst, Singer-Songwriter aus Münster, aus unbekanntem Grund nicht zu seinem Auftritt. Nancy Siskous Auftritt im Gleis 1 fand ebenfalls nicht statt, da notwendige Technik nicht zur Verfügung stand. Serena Schiavone war allerdings im Labyrinth an der Knapper Straße zu sehen und zu hören. Ein weiteres Live-Konzert fand an diesem Abend im Saal der Gaststätte Dahlmann statt. Obwohl zum Auftritt von Kuersche & Members of Fury in the Slaughterhouse nur wenige Besucher gekommen waren, lieferten die Musiker einen furiosen, mehr als dreistündigen Gig ab, der wahrlich mehr Resonanz verdient hätte. Hierüber berichten wir auf www.worteffekte.de in Kürze in einem separaten Beitrag.

 

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Kategorie: Dagewesen, Märkischer Kreis, Musik, Regionales

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In einer Ramsch-Kiste mit Taschenbüchern wurde ich, gerade mal 10 Jahre alt, fündig. Das – wie ich im Nachhinein feststellte – inkompetenteste Film-Nachschlagewerk dieser Erde, „Das Lexikon des Science-Fiction-Films“ von Roland M. Hahn, weckte mein Interesse für bewegte Bilder. Ich „zerlas“ es völlig (und auch seine nicht weniger missratenen Nachfolger über die Genres „Fantasy“ und „Horror“). Echtes Interesse für die Pop- und Rockmusik kam dagegen erst Jahre später – mit der ersten eigenen kleinen Hifi-Anlage und der CD „The Road to Hell“ von Chris Rea.

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