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On Stage Bandcontest 2016 – Tolle Live-Musik, spannender Wettbewerb

(Foto: Björn Othlinghaus)
Die Lokalmatadoren der Meinerzhagener Punkband „Area 61“ belegten mit ihrem humor- und druckvollen Gig den zweiten Platz. (Foto: Björn Othlinghaus)

Drei Bands waren auch in diesem Jahr wieder ins Finale des On Stage Bandcontest gekommen, den der Lüdenscheider Verein Kultstädte alljährlich gemeinsam mit dem Kulturhaus in Lüdenscheid und mit Unterstützung von Jamis Records sowie der Music Store Musikschule ausrichtet.

Die Finalisten bestritten im Kulturhaus jeweils eine Spielzeit von 35 Minuten auf der Bühne mit selbst geschriebenen Songs. Aus dem heimischen Raum kamen dabei einzig die Musiker der Meinerzhagener Punk-Band „Area 61“, während die Pop-Formation „Unter Linden“ aus Witten und die Musiker von „The Atrium“ sogar aus Duisburg angereist waren.

Einen charismatischen Auftritt lieferte Martin Holtkamp, Frontmann der Sieger-Band "The Atrium", ab. (Foto: Björn Othlinghaus)

Einen charismatischen Auftritt lieferte Martin Holtkamp, Frontmann der Sieger-Band „The Atrium“, ab. (Foto: Björn Othlinghaus)

Überzeugen mussten die Künstler dabei sowohl die Zuschauer, die mit ihren Eintrittkarten abstimmten, als auch eine Jury, die aus den Musikern Steven Stegnitz und Heijo Buddemeier sowie dem Journalisten Björn Othlinghaus bestand. Die Publikumsstimmen flossen dabei doppelt in die Bewertung ein. Obwohl alle drei Formationen Gigs auf hohem Niveau spielten, machte die Duisburger Band „The Atrium“ mit großem Abstand das Rennen. Unglaublich, auf welch hohem Level sich die Songs bewegten, die überwiegend aus ihrem überragenden Debüt-Longplayer „Up North“ stammten.

Die Songs von "Unter Linden", die meist aus der Feder von Sänger und Gitarrist Edgar Terlinden stammten, zeigten sich meist melancholisch und in sich gekehrt. (Foto: Björn Othlinghaus)

Die Songs von „Unter Linden“, die meist aus der Feder von Sänger und Gitarrist Edgar Terlinden stammten, zeigten sich meist melancholisch und in sich gekehrt. (Foto: Björn Othlinghaus)

Insgesamt stehen die Musiker bereits seit mehr als sechs Jahren auf der Bühne und traten in den Jahren 2009 und 2010 als Support-Act von Gary Moore und „Silbermond“ auf, doch zum großen Durchstarten fehlte damals noch das Album. Drei Jahre lang frickelten die Musiker um den charismatischen Frontmann Martin Holtkamp im eigenen Studio an ihrem komplett selbst produziertem Debüt, dessen hymnisch-rockige Popsongs auch beim Bandcontest die Bühne förmlich zum glühen brachten.

Unter Linden kam leise und melancholisch

Nahezu jeder Song wies ein stimmiges Konzept sowie eingängige, durchdachte Refrains und Hooklines auf, und viele Midtempo-Songs wie das zauberhafte „Northern Lights“ erinnerten in ihrem Aufbau an die erstklassige, in Deutschland leider weniger bekannte australische Pop-Formation „Eskimo Joe“. Leise und melancholisch präsentierte sich dagegen das Quartett „Unter Linden“, bestehend aus Frontmann Edgar Terlinden (Gesang, Gitarre), der auch für die bildhaft-komplexen, oft schwermütigen Texte verantwortlich zeichnet, sowie Daniela Siems (Violine), Kai Gruhn (Piano) und Martin Wippich (Schlagzeug).

Der Umstand, dass der Auftritt der vor einer Woche verstorbenen Mutter der Violinistin gewidmet war, gab dem Gig einen sehr traurigen Touch, der vermutlich dafür verantwortlich war, dass die Formation trotz des hohen textlichen und musikalischen Niveaus am Ende nur den dritten Platz erreichte.

Der „Dark Warrior“ fetzt

Für ein Schmunzeln auf vielen Gesichtern sorgten schließlich die Jungs von „Area 61“, die beherzt die Bühne enterten und mit kernigem Punk-Rock in deutscher und englischer Sprache überzeugten. Vor allem Frontmann Marc erwies sich als Rampensau, schmiss sich beim Song „Dark Warrior“ flott den spacken schwarzen Umhang über und reckte das Schwert – Platz 2 für die Lokalmatadoren aus Meinerzhagen und ihren sympathischen Auftritt.

"The Atrium" freuen sich zu Recht über den Gewinn des On Stage Bandcontest. (Foto: Björn Othlinghaus)

„The Atrium“ freuen sich zu Recht über den Gewinn des On Stage Bandcontest. (Foto: Björn Othlinghaus)

Da die Gewinner des Bandcontest, „The Atrium“, bereits über ein eigenes Studio verfügen, stellten sie ihr gewonnenes Wochenende im Tonstudio den Drittplatzierten zur Verfügung. Dafür sind nun sowohl „The Atrium“ als auch die zweitplatzierten „Area 61“ live auf der Kultbühne beim Lüdenscheider Stadtfest am 10. und 11. September zu sehen. Weitere Infos: www.kultstaedte.de.

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In einer Ramsch-Kiste mit Taschenbüchern wurde ich, gerade mal 10 Jahre alt, fündig. Das – wie ich im Nachhinein feststellte – inkompetenteste Film-Nachschlagewerk dieser Erde, „Das Lexikon des Science-Fiction-Films“ von Roland M. Hahn, weckte mein Interesse für bewegte Bilder. Ich „zerlas“ es völlig (und auch seine nicht weniger missratenen Nachfolger über die Genres „Fantasy“ und „Horror“). Echtes Interesse für die Pop- und Rockmusik kam dagegen erst Jahre später – mit der ersten eigenen kleinen Hifi-Anlage und der CD „The Road to Hell“ von Chris Rea.

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