Buchvorstellung, Bühne
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Bestseller-Autor Klaus-Peter Wolf zeigt den Lesern sein Ostfriesland

(Foto: Schiwago Film)
Holger Bloem (links), Chefredakteur des Ostfriesland-Magazins, und Autor Klaus-Peter Wolf, sind die Verfasser des Buches „Mein Ostfriesland“. (Foto: Schiwago Film)

Er ist inzwischen der wohl bekannteste Ostfriese, der gar nicht in Ostfriesland geboren wurde.

Viele, die die spannenden Kriminalromane voller norddeutschem Lokalkolorit von Klaus-Peter Wolf um die Kriminalhauptkommissarin Ann-Katrin Klaasen oder den empathischen Psychopathen und engagierten Hausarzt Dr. Sommerfeldt kennen, werden kaum glauben, dass Wolf im tiefsten Ruhrpott, nämlich in Gelsenkirchen, geboren wurde. Obwohl inzwischen mehr Ostfriesenkrimis auf dem Markt landen, als Grashalme auf dem Deich im Nordseewind wehen, nimmt der Bestseller-Autor mit rund 11 Millionen verkauften Büchern, die in 24 Sprachen übersetzt wurden, und einer ebenso riesigen wie treuen Fan-Gemeinde eine absolute Ausnahmestellung in diesem Genre ein. Eine Besonderheit der Romane Wolfs ist der Umstand, dass sie nicht an einem fiktiven Ort, sondern in und um die ostfriesische Stadt Norden spielen und dort in jeder Hinsicht fest verortet sind.

Ansicht aus dem Buch "Mein Ostfriesland". (Foto: Fischer Verlag)

Ansicht aus dem Buch „Mein Ostfriesland“. (Foto: Fischer Verlag)

Das gilt nicht nur für die Örtlichkeiten wie das Café Ten Cate, das Hotel-Restaurant „Smutje“, die Kornbrennerei Doornkaat oder die alte Polizeistation in Norden, sondern auch für die Menschen, die in der Region leben. Immer wieder gibt Wolf real existierenden Personen konkrete Rollen in seinen Büchern – manchmal sind es Kurzauftritte, wie Cameos in einem Film sozusagen, in anderen Fällen aber auch durchaus wichtige und tragende Rollen, die zum Fortgang der Geschichten beitragen. Ein wichtiger, real existierender Charakter in Wolfs Büchern ist neben seiner Lebensgefährtin, der Musikerin und Kinderbuchautorin Bettina Göschl, der Journalist Holger Bloem, der seit mehr als 30 Jahren Chefredakteur des Ostfriesland-Magazins ist und all jene, die die Region lieben, mit fantastisch bebilderten und recherchierten Geschichten über Land und Leute versorgt.

Auch ein Foto des Verfassers dieser Zeilen schaffte es in den Bildband "Mein Ostfriesland": Klaus-Peter Wolf und Bettina Göschl singen im Rahmen ihrer Lesung in der Phänomenta in Lüdenscheid. (Foto: Björn Othlinghaus)

Auch ein Foto des Verfassers dieser Zeilen schaffte es in den Bildband „Mein Ostfriesland“: Klaus-Peter Wolf und Bettina Göschl singen im Rahmen ihrer Lesung in der Phänomenta in Lüdenscheid. (Foto: Björn Othlinghaus)

Mit ihm hat Klaus-Peter Wolf nun den Bildband „Mein Ostfriesland“ veröffentlicht, der den Lesern auf einzigartige Weise zum einen die Region Ostfriesland, zum anderen aber auch den Mikrokosmos der Wolf-Romane mit ihren teils eigenwilligen Charakteren und markanten Handlungsorten vermittelt. Das Konzept des im Fischer-Verlag erschienenen Bandes ist so angelegt, dass sowohl Kennern von Wolfs Ostfriesenkrimis als auch Lesern, die einfach nur am Friesischen Brauchtum, an der Landschaft, der Natur und den Menschen entlang der ostfriesischen Nordseeküste interessiert sind, beste Unterhaltung, interessante Informationen oder einfach nur ein literarischer Kurzurlaub im Norden geboten wird, wenn sich die Wartezeit bis zum nächsten Auftenthalt noch allzu lang hinzieht.

Journalist Holger Bloem gestaltet auch die Ostfrieslandkrimi-Zeitung, die Klaus-Peter Wolf jährlich veröffentlicht. (Foto: Björn Othlinghaus)

Journalist Holger Bloem gestaltet auch die Ostfrieslandkrimi-Zeitung, die Klaus-Peter Wolf jährlich veröffentlicht. (Foto: Björn Othlinghaus)

Zum Einen werden den wichtigsten ostfriesischen Orten und Inseln, die überwiegend auch als Tatorte in den Kriminalromanen von Klaus-Peter Wolf dienen, Kapitel im Buch gewidmet – nicht nur die Wahl-Heimat des Autoren, Norden, sondern auch Orte der Umgebung wie Emden, Greetsiel, Neßmersiel oder das Schloss Lütetsburg werden in Wort und Bild behandelt. Darüber hinaus statten die beiden Autoren einem großen Teil der ostfriesische Inseln einen Besuch ab. In Form von Steckbriefen lernen die Leser sowohl reale Personen, die im inzwischen geradezu überbordenden Mikrokosmos von Klaus-Peter Wolfs literarischem Schaffen eine Rolle spielen, aber auch erfundene Charaktere wie den über ein gewaltiges Ego, aber auch über ein untrügliches Gespür für Fettnäpfchen verfügenden Ermittler Rupert oder den psychopathischen Arzt Dr. Sommerfeldt, kennen.

Auch Wolfs neuer Krimi "Ostfriesen Nacht" stürmt derzeit die Bestsellerlisten.

Auch Wolfs neuer Krimi „Ostfriesen Nacht“ stürmt derzeit die Bestsellerlisten.

Ferner ist den Autoren die authentische Vermittlung des ostfriesischen Brauchtums sowie der traditionellen, oft deftig, gehaltvoll und einfach gehaltenen Gerichte dieser Gegend wichtig, deren Rezepte zum Nachkochen im Buch enthalten sind. All dies wird mit einer ansprechend gestalteten Bebilderung abgerundet, wobei natürlich in besonderem Umfang aus dem hervorragenden Fundus des Ostfriesland-Verlages – SKN mit dem Ostfriesland-Magazin sowie seinen Fotografen Martin Stromann und Holger Bloem geschöpft wurde. Ferner sind Setfotos von den Dreharbeiten der Verfilmungen und Impressionen der zahlreichen Lesungen des Paares Klaus-Peter Wolf und Bettina Göschl in ganz Deutschland im Buch zu finden. Außergewöhnlich im Bezug auf einen Bildband ist auch die geplante Veröffentlichung als Hörbuch, die am 24. Mai 2019 erfolgen wird. Laut Autor Klaus-Peter Wolf wird das Werk gerade aufwändig an Originalschauplätzen in Ostfriesland produziert, wo O-Töne aufgezeichnet werden. Ulrich Maske, Text- und Musikautor, Musiker, Produzent, Regisseur und nicht zuletzt ein enger Freund von Klaus-Peter Wolf, hat für die Produktion zahlreiche real existierende Personen besucht, die in den Romanen eine Rolle spielen, und diese für das Hörbuch interviewt.

Darüber hinaus enthält es Musik von Bettina Göschl und zahlreiche, vom Autor selbst eingelesene Passagen aus dem Bildband. Die Druckausgabe von „Mein Ostfriesland“ von Klaus-Peter Wolf und Holger Bloem, die sich derzeit konstant in oberen Gefilden der Sachbuch-Bestsellerlisten hält, ist im Fischer-Verlag erschienen und kostet 18 Euro. Ebenfalls seit einigen Wochen auf dem Markt ist der neue, spannende Kriminalroman „OstfriesenNacht“ von Klaus-Peter Wolf, der sich ebenfalls in den Bestsellerlisten dauerhaft festgesetzt hat. Der dreizehnte Fall für Ermittlerin Ann Kathrin Klaasen erschien ebenfalls im Fischer-Verlag und ist zum Preis von 10,99 Euro im Fach- und Online-Handel erhältlich.

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In einer Ramsch-Kiste mit Taschenbüchern wurde ich, gerade mal 10 Jahre alt, fündig. Das – wie ich im Nachhinein feststellte – inkompetenteste Film-Nachschlagewerk dieser Erde, „Das Lexikon des Science-Fiction-Films“ von Roland M. Hahn, weckte mein Interesse für bewegte Bilder. Ich „zerlas“ es völlig (und auch seine nicht weniger missratenen Nachfolger über die Genres „Fantasy“ und „Horror“). Echtes Interesse für die Pop- und Rockmusik kam dagegen erst Jahre später – mit der ersten eigenen kleinen Hifi-Anlage und der CD „The Road to Hell“ von Chris Rea.

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