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Beat the Singer-Songwriter 2020 – Wettbewerb auf hohem Niveau

Siiri (2. Preis), Carmen Klughardt (1. Preis) und Marie Pannier (3. Preis) mit Moderatorin Nicoletta Privitera (3.v.l.). (Foto: Björn Othlinghaus)

„Beat the Singer-Songwriter“ statt „Beat the Band“ hieß es am Samstag, 5. September 2020, vor 120 Zuschauern in der Poco-Arena in Lüdenscheid.

Der Wettbewerb für talentierte Nachwuchs-Musiker, veranstaltet durch den Verein Kultstädte und das Kult.Park-Festival und moderiert von Sängerin Nicoletta Privitera, lief diesmal etwas anders ab als bei den beiden vorangegangenen Veranstaltungen im Festsaal Hohe Steinert. Abgesehen davon, dass keine Bands, sondern sieben Singer-Songwriter auf der Bühne standen, war auch der Ablauf des Wettbewerbs geändert worden.

Carmen Klughardt aus Lüdenscheid, Siegerin des Wettbewerbs, legte nach der Siegerehrung noch ein Stück nach. (Foto: Björn Othlinghaus)

Carmen Klughardt aus Lüdenscheid, Siegerin des Wettbewerbs, legte nach der Siegerehrung noch ein Stück nach. (Foto: Björn Othlinghaus)

Die Leistungen der Musik-Talente wurden wieder von einer dreiköpfigen Jury, diesmal bestehend aus Markus Färber (Musiker und Mitglied der SPD-Kreistagsfraktion), Annina Struve (Musiklehrerin und Musikerin) und Cofi (Musikschulleiter), sowie dem Publikum bewertet, das aber nicht durch die Messung der Applaus-Lautstärke, sondern mit Stimmkarten abstimmte. In der ersten Runde gab es noch kein musikalisches Battle. Die einzelnen Musiker präsentierten vielmehr je ein Lied in voller Länge. Bei allen Songs im Wettbewerb musste es sich um Eigenkompositionen handeln.

Hervorragende Drittplatzierte: Marie Pannier. (Foto: Björn Othlinghaus)

Hervorragende Drittplatzierte: Marie Pannier. (Foto: Björn Othlinghaus)

Dabei vergaben die Jury-Mitglieder pro Musiker jeweils sieben Punkte bis einen Punkt. Zusätzlich vergaben die Tische jeweils einen Punkt für ihren favorisierten Singer-Songwriter. Im Anschluss an einen Auftritt der Band „Some Voices“, die beim ersten Beat-the-Band-Wettbewerb den zweiten Platz belegten, traten folgende Künstler gegeneinander an: Siiri (Werdohl), Franziska Schriek (Halver), Florian Schäfer (Netphen), Carmen Klughardt (Lüdenscheid), Marie Pannier (Gummersbach), Christian Hoeper (Dortmund) und Tristan Zimmer (Menden). Ins Halbfinale spielten sich drei Damen und ein Herr. Die Werdohler Gitarristin und Sängerin Siiri erreichte in der ersten Runde mit 15 Punkten die Höchstwertung und trat im Battle gegen Marie Pannier (12 Punkte) an. Beide spielten im Wechsel drei mal zwei Minuten lang.

Siiri freute sich über den zweiten Preis. (Foto: Björn Othlinghaus)

Siiri freute sich über den zweiten Preis. (Foto: Björn Othlinghaus)

Während Siiri, die bereits mehrfach auf dem Kult.Park-Festival sowie einmal bei „Kunst gegen Bares“ in Lüdenscheid zu sehen gewesen war, mit einer ihrer facettenreichen Stimme überzeugte und sich selbst solide an der Akustikgitarre begleitete, punktete Marie Pannier mit einfühlsamen und kraftvoll-emotionalen Klavierballaden. Obwohl sie in diesem Battle auf dem zweiten Platz landete, reichte es am Ende für den dritten Platz in der Gesamtwertung. Im Anschluss konnte sich Carmen Klughardt, ebenfalls am Klavier, gegen Florian Schäfer durchsetzen, der mit seiner an den Schlagerstar Ben Zucker erinnernden Stimme und seinen allerdings deutlich gehaltvolleren Deutschrock-Songs insgesamt auf Platz vier landete. Im Finale standen sich Siiri und Carmen Klughardt, wieder mit je drei zweiminütigen Songfragmenten, gegenüber.

Florian Schäfer überzeugte mit kraftvollem Deutsch-Rock. (Foto: Björn Othlinghaus)

Florian Schäfer überzeugte mit kraftvollem Deutsch-Rock. (Foto: Björn Othlinghaus)

Das knappe Ergebnis mit nur einem Punkt Unterschied machte deutlich, dass sich die stilistisch sehr unterschiedlichen Musikerinnen auf qualitativer Ebene ebenbürtig waren. Siiri kam mit ihren Songs stimmlich und stilistisch der kanadischen Sängerin Alanis Morissette nahe, während die am Klavier begleiteten Balladen von Carmen Klughardt in Stimme, Stil und Ausführung an Alicia Keys erinnerten. Letztlich setzte sich Carmen Klughardt mit 9 zu 8 Punkten durch und konnte sich über den 1. Preis, eine Video- oder Musikproduktion mit Media4Web im Wert von 500 Euro freuen. Siiri staubte einen Gutschein in Höhe von 400 Euro für die Bandkasse ab, während Marie Pannier beim Stadtfest 2021 auf der Kult-Bühne auftreten wird – mit einer Gage von 300 Euro.

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Geht wählen! – Lüdenscheids Bürgermeister-Kandidaten werden zu Football-Stars

Die Bürgermeister-Kandidaten, hier Christoph Weiland (CDU), zeigten vollen Körpereinsatz. (Foto: Björn Othlinghaus)

Eine auf den ersten Blick eher ungewöhnliche Zusammenkunft fand am Donnerstag, 27. August 2020, auf dem Sportplatz am Honsel in Lüdenscheid statt.

Auf Einladung der Lüdenscheid Lightnings, der ersten American-Football-Mannschaft in Lüdenscheid, waren die drei Bürgermeisterkandidaten Christoph Weiland (CDU), Sebastian Wagemeyer (SPD) und Jens Holzrichter (FDP) zum gemeinsamen Football-Training angetreten. Die ungewöhnliche Aktion wurde von der Videocrew der Lüdenscheid Lightnings, bestehend aus Jean Michel Töteberg, Marcel Töteberg und Pascal Dreisbach gebührend ins Bild gesetzt.

Alle Bürgermeister-Kandidaten erhielten stilechte Football-Kleidung, natürlich in der jeweiligen Parteifarbe - hier Sebastian Wagemeyer, SPD. (Foto: Björn Othlinghaus)

Alle Bürgermeister-Kandidaten erhielten stilechte Football-Kleidung, natürlich in der jeweiligen Parteifarbe – hier Sebastian Wagemeyer, SPD. (Foto: Björn Othlinghaus)

Die Video-Crew hatte sich auf eine Anzeige des Vereins gemeldet und dokumentiert seither alle Trainings und Spiele der Mannschaft. „Mit dem Film möchten wir zur Teilnahme an der Kommunalwahl im September aufrufen“, erklärt dazu Max Unterharnscheidt, Vorsitzender der Lüdenscheid Lightnings, die als Abteilung des LTV 1861 organisiert sind, und Quarterback. Nachdem die drei Bürgermeisterkandidaten ein Aufwärmtraining absolviert und zudem die Spielkleidung angelegt hatten, die sogar in den jeweiligen Parteifarben Schwarz (CDU), Rot (SPD) und Gold (FDP) gehalten war – auf die schweren Helme wurde allerdings aus Rücksicht auf die drei Kandidaten verzichtet – brachte Max Unterharnscheidt den Kommunalpolitikern dann auch gleich einige Übungen sowie die Grundzüge des Football-Sports näher.

Manch Football-Spieler ließ sich nicht so einfach wegschieben - auch nicht von FDP-Bürgermeister-Kandidat Jens Holzrichter. (Foto: Björn Othlinghaus)

Manch Football-Spieler ließ sich nicht so einfach wegschieben – auch nicht von FDP-Bürgermeister-Kandidat Jens Holzrichter. (Foto: Björn Othlinghaus)

Während des Trainings gesellte sich auch der Head Coach der Lüdenscheid Lightnings, Sascha Heitfeld, zu der Gruppe dazu und gab den einen oder anderen nützlichen Tipp. Zu den Übungen, die die drei sportlichen Bürgermeisterkandidaten phasenweise mächtig ins Schwitzen brachten, gehörten unter anderem Agility-Übungen an der Speed Ladder, das Training von Wurf- und Fangtechniken, das Laufen einer Route mit Gegenspieler, das Blocken als O-Liner sowie der Pass-Rush auf den Quarterback mit Gegenspieler. Im Anschluss hatte jeder Bürgermeister-Kandidat dann noch die Möglichkeit, ein Statement vor laufender Kamera abzugeben, das dann in den fertigen Film hineingeschnitten wird. Der Film wird im Laufe der dieser Woche auf YouTube sowie allen weiteren Social-Media-Kanälen der Lüdenscheid Lightnings zu sehen sein.

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Music ohne Fever, aber mit viel Leidenschaft für die Musik

Das Duo Wandering Souls, Gewinner des Purple-Pumpkin-Bandwettbewerbs, traten bei der Online-Ausgabe des Music-Fever-Festivals auf. (Foto: Björn Othlinghaus)

Das beliebte Music-Fever-Festival an der Heesfelder Mühle in Halver lief in diesem Jahr im Zuge von Corona ein wenig anders ab als in den Jahren zuvor.

Die Musiker mussten zwangsläufig ohne tolle Open-Air-Atmosphäre auskommen, und Zuschauer gab es ausschließlich virtuell. „Music ohne Fever 2020“ nannten Veranstalter Robin Brunsmeier und sein Team der Soundbäckerei das Event, das diesmal am Samstag, 1. August 2020, direkt aus der Heesfelder Genussmühle auf fünf verschiedenen Facebook-Kanälen in die Welt gesendet wurde.

Aufgrund der Corona-Pandemie wurde in diesem Jahr das Music-Fever-Festival komplett gestreamt. (Foto: Björn Othlinghaus)

Aufgrund der Corona-Pandemie wurde in diesem Jahr das Music-Fever-Festival komplett gestreamt. (Foto: Björn Othlinghaus)

Für das Jahr 2021 versprach Robin Brunsmeier indes ein besonders umfangreiches Music-Fever-Festival, das nicht nur über drei statt zwei Tage gehen soll, sondern auch mit einem spektakulären Headliner aufwarten wird. Zwischen den einzelnen Streams stellte Binyo jeweils eine Frage an das Online-Publikum – wer alle fünf Fragen korrekt beantwortete, kam in den Lostopf und hatte die Chance, zwei Tickets für das Event 2021 zu gewinnen. „Music ohne Fever“ startete mit Gastgeber Robin Brunsmeier alias Binyo, der mit Rudolf F. Nauhauser (Saxophon) und Ben Vollmann (Keyboard) zwei Mitglieder seiner gleichnamigen Band mit auf die Bühne gebracht hatte.

Robin Brunsmeier alias Binyo ist der Initiator des Music-Fever-Festivals. (Foto: Björn Othlinghaus)

Robin Brunsmeier alias Binyo ist der Initiator des Music-Fever-Festivals. (Foto: Björn Othlinghaus)

Der Halveraner Singer-Songwriter präsentierte nicht nur eine Auswahl seiner Klassiker wie zum Beispiel „Jeremy Pascal“, „Alien“ oder „Frodo“, sondern auch den nagelneuen Song „Regisseur, Produzent“, der sich mit der Corona-Situation für Musiker auseinandersetzt, die nicht mehr live spielen, sondern höchstens online von Zuhause aus ihre Musik in die Welt senden können. Auch Binyos aktueller Song „Das Mädchen das nicht tanzt“ durfte nicht fehlen. Die Wandering Souls, die im Anschluss auftraten, hatten es sich nicht nehmen lassen, aus dem Köln-Bonner Raum zur Veranstaltung zu kommen. Lorena Manz und Gerrit Witterhold waren 2019 die Gewinner des Purple-Pumpkin-Bandwettbewerbs an der Heesfelder Mühle und hatten einen Bühnenauftritt auf dem Music-Fever-Festival gewonnen. „Natürlich werden sie nicht nur heute online, sondern auch im nächsten Jahr live beim Festival zu sehen und zu hören sein“, versprach Robin Brunsmeier.

Rudolf F. Nauhauser ist ein Meister am Saxophon und arbeitet mit zahlreichen heimischen Bands und Musikern zusammen. (Foto: Björn Othlinghaus)

Rudolf F. Nauhauser ist ein Meister am Saxophon und arbeitet mit zahlreichen heimischen Bands und Musikern zusammen. (Foto: Björn Othlinghaus)

Die beiden jungen Musiker mischen Acoustic-Pop auf effektvolle Weise mit Country- und Folk-Elementen und begeisterten unter anderem mit ihrem aktuellen Song „Dream on“, mit dem sie allen Kulturschaffenden zurufen, in Corona-Zeiten nicht aufzugeben, sondern weiterzukämpfen. Mit dem Projekt Hazefeld beackert Singer-Songwriter Robin Brunsmeier gemeinsam mit Sebastian Kreinberg alias BassTea, Rudolf F. Nauhauser alias Rudolf.F, DJ DoubleT und einigen anderen Künstlern ein weiteres musikalisches Genre, nämlich den Hip-Hop. Mit ihren gereimten Texten, die die beiden Hip-Hopper locker-lässig aus dem Ärmel schütteln, haben sie durchaus einiges zu sagen. Zum Beispiel dreht sich „Lass los!“ darum, dass man sich hin und wieder zwingen muss, aus der immer gleichen Tretmühle auszusteigen und etwas neues zu machen, um ein losgelöstes und zufriedenes Leben führen zu können. Nachdem die Soundbäckerei Allstars, also quasi alle anwesenden heimischen Künstler außer den Wandering Souls, die sich nach ihrem Stream bereits verabschiedet hatten, ein Programm aus verschiedenen Hazefeld- und Binyo-Nummern abgebrannt hatten, sorgte schließlich Florian Wintels für den letzten Stream an diesem Abend.

Hazefeld stehen für Hip-Hop mit deutschen Texten. (Foto: Björn Othlinghaus)

Hazefeld stehen für Hip-Hop mit deutschen Texten. (Foto: Björn Othlinghaus)

Der Musiker und Poetry-Slammer Wintels, der eigentlich als Moderator für das Music-Fever-Festival vorgesehen gewesen war, gab nun eine halbstündige Kostprobe seines Könnens, eine unglaublich unterhaltsame Mischung aus selbstironischer Comedy und ebenso komischen wie melancholischen Songs, die den Zuschauer unwillkürlich zum Lachen, aber auch zum nachdenken animieren. In dem Lied „Besser“ schlüpft Wintels in die Rolle eines armen Würstchens, mit dem die Frauen nur zusammen sind, weil das allemal besser ist, als alleine dazustehen, und mit „Über den Wolken“ führt er Reinhard Meys romantisches Schwärmen über die Fliegerei ad absurdum mit der Begründung, dass es da oben schließlich saukalt ist.

Top-Act und Rausschmeißer mit Stil: Florian Wintels. (Foto: Björn Othlinghaus)

Top-Act und Rausschmeißer mit Stil: Florian Wintels. (Foto: Björn Othlinghaus)

Auch der Song „Der eine Wunsch“ kommt fantasievoll daher und erzählt die Geschichte eines Mannes, der sich wünscht, fliegen zu können. Als ihm der Wunsch gewährt wird, mutiert er jedoch zum einsamen Außenseiter, denn alle seine Freunde sind auf dem Boden geblieben. Am Ende ist „Music ohne Fever 2020“ ein tolles Event geworden – und dennoch ist die Vorfreude auf das nächste, echte Music-Fever-Festival groß, das hoffentlich wieder auf einer echten Bühne mit echtem Publikum stattfinden wird.

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Punk goes acoustic – Soli-Konzert für das AJZ in Lüdenscheid

Graupause mit Frontmann Sven heizen dem Publikum ein. (Foto: Björn Othlinghaus)

In Corona-Zeiten ist es auch für das Alternative Jugendzentrum (AJZ) in der Altenaer Straße 23 in Lüdenscheid nahezu unmöglich, Veranstaltungen durchzuführen.

Doch die laufenden Kosten müssen weiter beglichen werden. Deshalb lud das AJZ am Freitag, 31. Juli 2020, zum Soli-Konzert „Punk goes acoustic“ mit zwei Akustik-Sets ein. Insgesamt 40 Tickets durften im Vorfeld angeboten werden, so dass die Veranstaltung zügig ausverkauft war. Während des Konzertes konnte für das AJZ gespendet werden, und natürlich kamen zusätzlich alle Erlöse des Getränkeverkaufs dem AJZ zugute. Auf der Bühne standen mit Area 61 aus Meinerzhagen und Graupause aus Lüdenscheid zwei beliebte heimische Punkrock-Formationen. Für beide Combos war es ungewöhnlich, unplugged zu spielen. Dennoch schafften es die Bands, den Abend zu einem tollen Live-Erlebnis werden zu lassen.

Area 61 mit Frontmann Marc. (Foto: Björn Othlinghaus)

Area 61 mit Frontmann Marc. (Foto: Björn Othlinghaus)

Zwischendurch legten die Musiker immer wieder kleine Pausen ein, damit die Fans im Innenhof des AJZ an der frischen Luft ihre Masken abnehmen und die Location durchgelüftet werden konnte. Area 61, bestehend aus Marc (Gesang), Alex (Gitarre, Gesang), David (Gitarre, Gesang) und Daniel (Bass) mussten an diesem Abend urlaubsbedingt ohne ihren Drummer Matthias auskommen. Trotzdem überzeugte die Band mit gutem Zusammenspiel, das trotz einiger kleinerer Pannen über weite Strecken vergessen lies, dass die Jungs hier ihr erstes Akustik-Set zum Besten gaben. Die Songs, bei denen es sich sowohl um Stücke in englischer als auch in deutscher Sprache handelt, kamen „stromfrei“ als grundsolider Gitarren-Rock rüber. So überzeugten unter anderem der Opener „Let Us Go“ oder der Song „Wer bist Du?“. Zwischendurch machten die Musiker gut gelaunt Werbung für ihre „brandneuen Merchandising-Produkte“, darunter ein dekorativer Button, der sonst für 50 Cent, diesmal jedoch für einen Euro zur Unterstützung des AJZ zu haben war, oder ein schmucker Hülsenbeutel, in den, so die Band, beim Einkaufen auch locker ein Salatkopf passt. Den nach eigenen Angaben lang gehegten Wunsch, auf der Bühne einmal mit Kapodaster (eine bewegliche Vorrichtung, um die Saiten einer Gitarre zu verkürzen) zu spielen, erfüllten sich die beiden Gitarristen ebenfalls, und zwar beim kernigen Song „Feuertanz“, der mit maritimem Einschlag daherkommt und bei dem die Jungs inbrünstig schmettern: „Die Gitarre in der Hand, bin als Freibeuter bekannt.“

Mit einem kühlen Bier singt es sich gleich viel besser. Graupause präsentierten an diesem Abend unter anderem zwei brandneue Songs (Foto: Björn Othlinghaus)

Mit einem kühlen Bier singt es sich gleich viel besser. Graupause präsentierten an diesem Abend unter anderem zwei brandneue Songs (Foto: Björn Othlinghaus)

Graupause mit Sänger Sven, den beiden Gitarristen Tom und Jens sowie Bassist Patrick sind längst über die Stadtgrenzen Lüdenscheids hinaus für ihren geradlinigen, gesellschaftskritischen und meinungsstarken Punkrock in deutscher Sprache bekannt, den sie im letzten Jahr auf ihrem rundum hörenswerten Album „Verdammte Stille“ in Vinyl verewigten. Sie rockten akustisch genauso ab, wie man es von ihren sonstigen Auftritten gewohnt war, und nicht wenige Fans versicherten den Musikern, dass sie kaum einen Unterschied zu einem Auftritt „mit Strom“ herausgehört hätten. Neben bereits bekannten Stücken wie „Max Mustermann“, der den angepassten Menschen kritisiert, hatten Graupause auch zwei neue Songs im Gepäck. In „Schöne heile Welt“ tun sich hinter der Fassade einer Vorzeige-Familie Abgründe auf, und mit „Augen in der Großstadt“ wurde ein Gedicht von Kurt Tucholsky vertont, das Schlaglichter auf flüchtige Momente in urbaner Geschäftigkeit wirft. Unter den meisten Teilnehmern des gelungenen Double-Features herrschte Einigkeit: Trotz Maskenpflicht und Abstandsregeln war es wohltuend, nach dem Corona-Logdown wieder ein gemeinsames Live-Konzerterlebnis zu haben.

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Die Stars der Insel! – Das Duo Breddermann mischt Borkum auf

Friederike Lekscha richtet in ihrem Lokal „Geeske & der swarte Roelf“ die Borkum-Tour 2020 des Duos Breddermann aus. (Foto: Björn Othlinghaus)

Das Musik-Duo Breddermann, bestehend aus Christian Breddermann (Cajon, Percussion, Gesang) und Erkan Besirlioglu (Gitarre, Gesang) ist nicht nur in unserer Region bekannt wie ein bunter Hund.

„Hier auf Borkum kennt die beiden wirklich jeder, die sind auf der Insel längst zu echten Stars geworden“, freut sich Gastronomin Friederike Lekscha, die direkt an der hoch frequentierten Bürgermeister-Kiviet-Promenade auf Borkum das angesagte Event-Restaurant mit Bar „Geeske & der swarte Roelf“ betreibt. Die alljährliche Borkum-Tour des Duos Breddermann ist in den letzten Jahren zum Klassiker auf der ostfriesischen Ferieninsel avanciert, dessen Besuch nicht wenige Urlauber aus Schalksmühle und Lüdenscheid mit ihrem Borkum-Urlaub verbinden. Normalerweise treten die beiden beliebten Musiker aus dem Märkischen Kreis während der Sommerferien innerhalb von zwei Wochen in vielen bekannten Gastronomiebetrieben der Insel auf.

Wo das Duo Breddermann ist, da sind Live-Musik vom Feinsten und beste Party-Stimmung nicht weit. (Foto Björn Othlinghaus)

Wo das Duo Breddermann ist, da sind Live-Musik vom Feinsten und beste Party-Stimmung nicht weit. (Foto Björn Othlinghaus)

Doch die Maßnahmen im Zuge der Corona-Pandemie und die damit verbundenen, strikten Auflagen für Veranstalter und Musiker zwangen die beiden, für 2020 ein anderes Konzept zu fahren. Hierfür sprachen sie mit der in Remscheid geborenen und aufgewachsenen Friederike Lekscha und schlugen ihr vor, alle Veranstaltungen ihrer „Back 2 Live auf Borkum“-Tour 2020 – natürlich unter strikter Einhaltung der Hygiene-Vorschriften – im „Geeske & der swarte Roelf“ stattfinden zu lassen (Termine findet Ihr weiter unten im Text). „Da in meinem Lokal bereits zwei sehr erfolgreiche Veranstaltungen mit den beiden stattgefunden hatten – eine im letzten Jahr und eine zum Jahreswechsel 2019/2020 -, und wir inzwischen gute Freunde geworden sind, war ich total begeistert von der Idee und habe sofort zugestimmt“, meint Friederike Lekscha. Besonders gerne erinnert sie sich an das Breddermann-Konzert zum Jahreswechsel, wo Christian und Erkan sogar ihrer Oma ein Geburtstagsständchen brachten. „Natürlich konnte ich mich nicht um die Ausarbeitung des Hygiene-Konzeptes und die übrigen Formalitäten für die Tour kümmern, denn wir haben ja zurzeit Saison und wieder alle Hände voll zu tun“, betont die Gastronomin, die froh ist, dass der Tourismus auf der Insel nach dem Corona-Logdown wieder gut angelaufen ist.

Den Auftakt-Gig ihrer Borkum-Tour 2020 im "Geeske & der swarte Roelf" meisterten die beiden Musiker bereits mit Bravour. (Foto: Britta Antonia Schaaf)

Den Auftakt-Gig ihrer Borkum-Tour 2020 im „Geeske & der swarte Roelf“ meisterten die beiden Musiker bereits mit Bravour. (Foto: Britta Antonia Schaaf)

Deshalb haben sich die beiden Musiker komplett selbst um diese Aufgaben gekümmert und führten darüber hinaus auch die Gespräche mit den Verantwortlichen der Stadtverwaltung auf Borkum. Zwar habe es auf der Insel so gut wie keine Corona-Infektionen gegeben, betont die Inhaberin des „Geeske & der swarte Roelf“, dennoch hätten die Corona-bedingten Einschränkungen natürlich auch sie hart getroffen. „Schließlich ist unser Lokal, das wir erst im Juni 2019 eröffnet haben, speziell als Live-Musik-Location konzipiert worden“, so Friederike Lekscha, „und gerade in dieser Hinsicht stand ja während des Logdowns alles still.“ Natürlich werden die Konzerte der „Back 2 Live auf Borkum“-Tour mit dem Duo Breddermann dieses Jahr ein wenig anders als sonst ablaufen. Obwohl sich während des Sommers Konzerte unter freiem Himmel natürlich anbieten würden, finden alle Gigs im Lokal statt.

Das "Geeske & der swarte Roelf" gehört zu den angesagtesten Lokalen auf der Borkumer Bürgermeister-Kiviet-Promenade. (Foto: Björn Othlinghaus)

Das „Geeske & der swarte Roelf“ gehört zu den angesagtesten Lokalen auf der Borkumer Bürgermeister-Kiviet-Promenade. (Foto: Björn Othlinghaus)

„Der Grund ist, dass größere Ansammlungen von Menschen, die aus Neugierde zu uns kommen, auf der Promenade vermieden werden sollen“, so die Gastronomin. Ferner gelten für die Gäste die aktuellen Corona-Regeln. So wird vor, während und nach den Veranstaltungen darauf geachtet, dass der Mindestabstand eingehalten wird. Am Eingang werden die Besucher dazu aufgefordert, sich die Hände zu desinfizieren. Sitzplätze werden verbindlich zugeteilt und die Kontaktdaten jedes Konzertbesuchers werden erfasst. Auf dem Weg zu den Plätzen sowie bei jedem Verlassen des Tisches (zum Beispiel beim Gang zur Toilette) muss ein Mund-Nase-Schutz getragen werden. Um Bewegungen im Lokal möglichst zu vermeiden, werden alle Gäste direkt an den Tischen bedient. Trotz dieser notwendigen Corona-Maßnahmen sind alle Beteiligten davon überzeugt, dass die Konzerte für die Besucher, wie immer beim Duo Breddermann, ein großer Spaß und gute Unterhaltung werden.

Friederike Lekscha an der Bar ihres Lokals. (Foto: Björn Othlinghaus)

Friederike Lekscha an der Bar ihres Lokals. (Foto: Björn Othlinghaus)

Tickets für die nächsten Veranstaltungen sind über www.eventim.de erhältlich. Wenn die Nachfrage es zulässt, werden kurzfristig weitere Termine unter Corona-Auflagen in derselben Location angesetzt. Weitere Infos zu eventuellen Zusatz-Konzerten gibt es auf den Facebook- und Instagram-Kanälen des Duos Breddermann oder auf www.breddermann-musik.de, auf www.diegeeske.de sowie auf der Facebook-Seite des Lokals. Die ersten Gigs der „Back 2 Live auf Borkum“-Tour, die bereits am 24. und 25. Juli stattfanden, waren beide ausverkauft. Für die nächsten beiden Konzerte am Dienstag, 4. August (ab 19 Uhr) und Mittwoch, 5. August (ab 21 Uhr), gibt es jedoch noch Tickets zum Preis von je 12,34 Euro über www.eventim.de. Für jede Veranstaltung ist das Ticket-Kontingent auf 50 Exemplare limitiert. Die Tickets können zuhause ausgedruckt oder auf dem Smartphone gespeichert werden. Auch die Zusendung per Post nach Hause ist möglich.

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Das Sachbuch „Toxisch“ blickt kritisch auf die restriktive Drogenpolitik

Der Autor und Persönlichkeitstrainer Rainer Biesinger mit seinem aktuellen Buch. (Foto: Björn Othlinghaus)

„Restlos alles, was das Drogenherz begehrt, ist in riesengroßer Auswahl und unüberschaubarer, unbegrenzter Menge kinderleicht verfügbar.“

Der Schalksmühler Autor Rainer Biesinger gibt sich mit Blick auf den Rauschmittelmarkt keinen Illusionen hin. Trotz – oder gerade wegen – einer restriktiven Drogenpolitik hierzulande sei es heute durch das Internet sehr einfach geworden, an Drogen aller Art zu gelangen, meint der in Schalksmühle-Dahlerbrück lebende Autor und Persönlichkeitstrainer. Das habe dazu geführt, dass sich allein in Deutschland tagtäglich Millionen Menschen mit legalen und illegalen Rauschmitteln wie Alkohol, Cannabis, Ecstasy, Kokain, Amphetamin oder tagtäglich neu entwickelten, psychoaktiven Substanzen aus ihrer Realität herausschießen. Zum Beweis präsentiert Biesinger auf seinem Laptop eine Website, die ganz öffentlich und für jeden Interessenten zugänglich LSD-ähnliche Drogen zum Kauf feilbietet, bei denen im Vergleich zur Originalsubstanz lediglich ein kleiner chemischer Baustein verändert wurde. „Das Zeug kann man nicht etwa nur im Darknet beziehen, sondern auf einer ganz normalen Website, als ob man sich Waren im gängigen Online-Handel bestellt“, meint Biesinger. Am 26. Juni, pünktlich zum Weltdrogentag, erschien im Springer-Verlag die Print-Ausgabe des Buches „Toxisch“, das Rainer Biesinger in Zusammenarbeit mit Co-Autor Max Klute veröffentlicht hat. Beide haben als Jugendliche und junge Erwachsene extreme Erfahrungen mit Drogen gesammelt und wissen, wovon sie reden.

Autor Rainer Biesinger veröffentlichte bereits zahlreiche erfolgreiche Sachbücher. (Foto: Björn Othlinghaus)

Autor Rainer Biesinger veröffentlichte bereits zahlreiche erfolgreiche Sachbücher. (Foto: Björn Othlinghaus)

Mit ihrer aktuellen Veröffentlichung wollen sie die aus ihrer Sicht kontraproduktive, weder zeitgemäße noch zielführende restriktive Drogenpolitik in Deutschland, deren Wirkung auch von weiten Kreisen in der Polizei und der Justiz in Zweifel gezogen wird, hinterfragen und eine Debatte darüber anregen. „Wir sind der Ansicht, dass es nicht richtig sein kann, einerseits gelegentliche Konsumenten von Cannabis zu kriminalisieren und ihnen die Zukunft zu verbauen, aber andererseits zuzulassen, dass sich Millionen Konsumenten von Rauschmitteln illegal versorgen“, erklärt Biesinger. Welche gefährlichen Substanzen in welcher Konzentration von den Drogenköchen in die bunten Pillen gemischt werden, die man auf der Straße kaufen kann, kontrolliert niemand, und eine Überprüfung solcher Rauschmittel auf ihre Inhaltsstoffe vor dem Konsum, das „Drugchecking“, ist sogar gesetzlich verboten. Was die Menschen letztlich konsumieren, wird somit der organisierten Kriminalität überlassen – für die Konsumenten von Rauschmitteln, die sich längst aus allen Alters- und Gesellschaftsschichten rekrutieren, ein Tanz auf dem Vulkan, der Gesundheit und Leben kosten kann. Die beiden Autoren wollen über ihr Buch mit Eltern, Erziehern, Lehrern und vielen anderen Personen wieder ins Gespräch und in die Diskussion über dieses wichtige Thema kommen, etwas gegen deren Hilflosigkeit im Umgang damit tun. Die Verfasser treten in „Toxisch“ zwar für eine Legalisierung von Drogen ein, allerdings unter strengen staatlichen Auflagen und Kontrollen, die zwingend mit einer besseren Aufklärung gerade junger Menschen und aller Personen, die mit dem Thema in Berührung kommen könnten, einher geht.

Eine effektive Bekämpfung der Drogenkriminalität und die Reinheit der dann durch den Staat kontrollierten Substanzen würde mit den übrigen positiven Effekten einer umsichtigeren, weniger restriktiven Drogenpolitik einhergehen, sind sich die Autoren sicher. „Ein starker, aufgeklärter junger Mensch kommt gar nicht auf die Idee, sich mit Drogen wegzuschießen“, stellt Biesinger fest. Somit will das Buch vor allem auf die Erziehung junger Menschen zu eigenverantwortlichen Individuen hinwirken, die sauber und ehrlich aufgeklärt werden und danach handeln. Dem engagierten Anliegen des Buches haben sich auch der Kriminalbiologe und Star-Autor Dr. Mark Benecke, Jugendrichter Andreas Müller sowie der Autor und Grimme-Preisträger $ick mit Vorwörtern angeschlossen.

(Foto: Christian Thomas)

Kult-Autor Klaus-Peter Wolf spendiert „Rupi“ einen eigenen Roman

Zur Autokinolesung nach Dinslaken kam Rupert (Barnaby Metschurat, links) persönlich, um seinen Schöpfer kennenzulernen. (Foto: Christian Thomas)

In den Romanen um Kommissarin Ann-Kathrin Klaasen spielt der oft arg neben sich stehende und etwas großspurig auftretende, aber dabei meist liebenswerte Hauptkommissar Rupert oft nur die zweite Geige.

Der Beliebtheit der Figur tut dies allerdings keinen Abbruch, denn längst hat „Rupi“ eine ganz eigene, treue Fan-Gemeinde. Was liegt da näher, als dem Beamten, der von sich selbst ein deutlich strahlenderes Bild hat als die meisten anderen von ihm, einen eigenen Roman zu widmen. Mit „Rupert undercover – Ostfriesische Mission“ beweist der in Gelsenkirchen aufgewachsene, aber heute an seinem Sehnsuchtsort Ostfriesland lebende Kult-Autor Klaus-Peter Wolf einmal mehr seine Fähigkeit, Spannung und Humor zu einer höchst unterhaltsamen Mischung zu verknüpfen. Dies mag einer der Gründe dafür sein, weshalb Wolf mit diesem waschechten Thriller bereits zum 11 Mal von Null auf Platz 1 in die Spiegel-Taschenbuch-Bestsellerliste einsteigen konnte. Schon lange vor der Veröffentlichung wurden 124.000 Exemplare des neuen Wolf-Bestsellers vorbestellt. Außerdem schafften es Klaus-Peter Wolf und seine Ehefrau, die Kinderliedermacherin und Kinderbuchautorin Bettina Göschl, nicht nur, dem Roman trotz Corona-Pandemie eine würdige Präsentation im Autokino Dinslaken zu bescheren, sie konnten sogar Rupert persönlich auf der Veranstaltung begrüßen, und zwar in Gestalt des Schauspielern Barnaby Metschurat, der den beliebten Charakter in den ZDF-Verfilmungen der Ostfriesenkrimis von Klaus-Peter Wolf verkörpert.

Auf Lesungen sorgen Klaus-Peter Wolf und Bettina Göschl stets dafür, dass restlos alle Fans mit Autogrammen versorgt werden. (Foto: Björn Othlinghaus)

Auf Lesungen sorgen Klaus-Peter Wolf und Bettina Göschl stets dafür, dass restlos alle Fans mit Autogrammen versorgt werden. (Foto: Björn Othlinghaus)

Darüber hinaus gab es eine Livestream-Premiere aus dem Teemuseum in Norden. Im Rahmen dieser Veranstaltung präsentierte Bettina Göschl auch ihren Song „Supi, dupi, Rupi“, den sie Hauptkommissar Rupert auf den Leib geschrieben hat. Der muss sich in „Rupert undercover – Ostfriesische Mission“ Schuhe anziehen, die dem mit einigen charakterlichen Defiziten behafteten Kripo-Beamten eigentlich gleich mehrere Nummern zu groß sind. Seine Ähnlichkeit mit einem einflussreichen Drogenboss, der dem BKA ins Netz gegangen ist, lässt den Verantwortlichen jedoch keine Wahl, es mit Rupert zu versuchen, um die noch größeren Fische ins Netz gehen lassen zu können. Der lässt sich trotz der Gefahr für Leib und Leben, die ihn erwartet, darauf ein, in die Rolle des Gangsters zu schlüpfen, denn Rupert wollte schon immer zum BKA und war stets gekränkt über die Ablehnung, die ihm von dort entgegenschlug. Ähnlich wie bei einem anderen erfolgreichen Charakter des Klaus-Peter-Wolf-Krimiuniversums, dem gar nicht mal unsympathischen Serienkiller Dr. Bernhard Sommerfeldt, möchte der Autor auch Rupert eine Romanserie widmen, auf deren weitere Folgen die zahlreichen Rupert-Fans schon jetzt gespannt sein können.

Obwohl Klaus-Peter Wolf heute überwiegend durch seine Ostfriesland-Krimis bekannt ist, ist der Autor, der unter anderem auch mehr als 60 verfilmte Drehbücher vorweisen kann, deutlich vielseitiger, denn auf sein Konto gehen unter anderem Thriller, Kinder- und Jugendbücher sowie sozial- und gesellschaftskritische Werke wie sein Klassiker „Dosenbier und Frikadellen“, für den er Ende der 70er Jahre mit einer kriminellen Jugendbande zusammenlebte. Darüber hinaus wurde Klaus-Peter Wolf mit Literaturpreisen auf drei Kontinenten ausgezeichnet, darunter der Rocky Award (Kanada), der Magnolia Award (Schanghai, China) sowie der Anne-Frank-Preis (Niederlande). „Rupert undercover – Ostfriesische Mission“ ist im Fischer-Verlag zum Preis von 12 Euro erschienen.

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Night of Light – Alarmstufe Rot für Veranstalter!

Die Formation Quattro Amici Musicanti posierte stumm und maskiert auf der Bühne als Warnung vor dem Tod der Veranstaltungsbranche. (Foto: Björn Othlinghaus)

Die Veranstaltungsbranche mit ihrem über 150 Gewerken und Disziplinen rangiert hinsichtlich Beschäftigungszahlen und Umsatz unter den Top-3-Branchen in Deutschland.

Gerade im Hinblick darauf ist es alarmierend, dass der Veranstaltungsbereich zu den am stärksten von der Corona-Pandemie betroffenen Branchen gehört. Die bundesweite Aktion „Night of Light 2020“, an der sich in der Nacht vom 22. auf den 23. Juni 2020 auch zahlreiche Lüdenscheider Veranstaltungsunternehmen wie zum Beispiel die Event-Agentur Sound of Centuries mit ihrem Chef Nicolas Leitgeb beteiligten, machte auf die prekäre Lage der Veranstaltungsbranche und all jener Branchen aufmerksam, die mir ihr in Verbindung stehen. Die derzeitigen Soforthilfen des Bundes, die in diesem Fall überwiegend aus Krediten bestehen, halten das Siechtum lediglich auf und verschieben Zahlungsunfähigkeit, Überschuldung und Insolvenz nur auf später. Bundesweit wurden bei der „Night of Light“ fast 9000 Gebäude in 1500 Städten mit rotem Licht illuminiert, wobei die Farbe Rot sowohl signalisierte, dass die Veranstaltungsbranche auf der „Roten Liste“ steht und akut in ihrem Fortbestand bedroht ist, als auch die Leidenschaft aller Beteiligten für ihren Beruf zum Ausdruck brachte. Die Veranstaltungswirtschaft befinde sich auf der „Roten Liste“ der aussterbenden Branchen, ein Milliardenmarkt und Millionen Arbeitsplätze seien in Gefahr, so die Veranstalter.

Fast 9000 Gebäude in 1500 deutschen Städten wurden rot illuminiert als Symbol für den Niedergang der Veranstaltungsbranche aufgrund der Maßnahmen während der Corona-Pandemie und unzureichende staatliche Hilfen. (Foto: Björn Othlinghaus)

Fast 9000 Gebäude in 1500 deutschen Städten wurden rot illuminiert als Symbol für den Niedergang der Veranstaltungsbranche aufgrund der Maßnahmen während der Corona-Pandemie und unzureichende staatliche Hilfen. (Foto: Björn Othlinghaus)

Die Mitarbeiter von Sound of Centuries um Nicolas Leitgeb hatten sich neben der feuerroten Illumination ihres Firmengebäudes an der Lösenbacher Landstraße in Lüdenscheid auch noch etwas anderes einfallen lassen. So stellten sie vor ihrem Firmengebäude eine kleine Bühne auf, auf der sich die Musiker der heimischen Band Quattro Amici Musicanti, namentlich Florian Vogt, Roberto De Marco, Angelo Della Fera und Markus Hartkopf sowie Nicolas Leitgeb (der für seinen Bruder Dominic Leitgeb einsprang, der auch Mitglied der Band ist) platzierten. Erkan Besirlioglu, ein weiteres Mitglied der Band, konnte nicht anwesend sein. Sie alle verbargen ihre Gesichter hinter Masken aus der spanischen Erfolgsserie „Haus des Geldes“. Ursprünglich war geplant gewesen, gemeinsam das Partisanenlied „Bella Ciao“ anzustimmen, doch die bundesweiten Veranstalter hatten darum gebeten, die Aktion vollkommen still durchzuführen zum Signal, dass bald für immer Friedhofsruhe einkehren könnte auf dem Veranstaltungssektor. Das dies tatsächlich eintritt, hoffen die Veranstalter natürlich nicht, wären aber dringend auf wirksame Corona-Soforthilfen angewiesen, wenn die Katastrophe noch abgewendet werden soll. Die Hoffnung, dass der dringende Appell einer der wirtschaftlich und gesellschaftlich relevantesten Branchen von den politisch Verantwortlichen endlich erhört wird, durchzog am 22. und 23. Juni das gesamte Land.

Foto: RTL2

„Ole ohne Kohle“ seit Anfang Juni 2020 wieder bei „Berlin Tag und Nacht“

Ole Peters (Falko Ochsenknecht) mit seinen Freunden Fabrizio Di Marco (Fernando Dela Vega) und Joe Möller (Lutz Schweigel). (Foto: RTL2)

Zwei Jahre lang war er von den TV-Bildschirmen verschwunden.

Jetzt können sich die Fans der beliebten Serie „Berlin Tag und Nacht“ auf RTL 2 freuen: Ole Peters, besser bekannt als „Ole ohne Kohle“, mischt wieder mit. Gespielt wird Ole von dem in Lüdenscheid geborenen und aufgewachsenen Falko Ochsenknecht. Zwischen 2011, dem Beginn der Serie, und Januar 2018 war der gelernte Werkzeugmechaniker als der chaotische, aber dennoch liebenswerte Ole Peters in der populären Scripted-Reality-Serie zu sehen und erarbeitete sich eine große Fan-Gemeinde.

Falko mit Onkel Willi in seiner Heimatstadt Lüdenscheid. (Foto: Björn Othlinghaus)

Falko mit Onkel Willi in seiner Heimatstadt Lüdenscheid. (Foto: Björn Othlinghaus)

Umso trauriger waren seine Anhänger, als die Macher des Formates vor zwei Jahren zu dem Entschluss kamen, dass die Rolle zunächst einmal auserzählt sei und Ole – übrigens ebenso wie sein Serien-Kumpel Fabrizio (Fernando Dela Vega) – eine Pause einlegen musste. Mit der erfolgreichen Bewerbung und seiner jahrelangen Mitwirkung bei „Berlin Tag und Nacht“ erfüllte sich Falko Ochsenknecht den lang gehegten Wunsch, etwas Großes im Leben zu erreichen und es all jenen zu zeigen, die ihn und seine Pläne einst belächelt hatten. Für den ehrgeizigen Falko war somit auch die zweijährige Pause bei „Berlin Tag und Nacht“ kein Grund, sich auf die faule Haut zu legen. Zum einen schrieb er in dieser Zeit sein Buch „Mobbing, Ruhm und treue Hunde – Danke Amy“ (erschienen im Titus-Verlag), mit dem er seiner kurz zuvor verstorbenen und heißgeliebten Bordeaux-Dogge Amy ein Denkmal setzte, darin aber auch seinen Fans schilderte, wie es zum Engagement bei „Berlin Tag und Nacht“ kam und was er dort zusammen mit seine Kollegen erlebte. „Das Buch habe ich selbst ohne Hilfe eines Ghostwriters geschrieben, den ja viele gerade bei ihren ersten Gehversuchen als Autor in Anspruch nehmen“, erklärt Falko.

Ole Peters (Falko Ochsenknecht) in den neuen Folgen von "Berlin Tag und Nacht". Foto: RTL2

Ole Peters (Falko Ochsenknecht) in den neuen Folgen von „Berlin Tag und Nacht“. Foto: RTL2

Somit war es vor allem auch der frische und authentische Schreibstil seines Debüts, der für positive Resonanz sorgte. Ferner kümmerte sich Falko während seiner Abwesenheit bei „Berlin Tag und Nacht“ intensiver um seine Karriere als Interpret von Partyschlagern. Bereits während der Anfänge seiner Arbeit an der RTL-2-Erfolgsserie hatte sich Falko gemeinsam mit dem erfolgreichen Produzenten und Komponisten Hermann Niesig (u.a. Jürgen Drews, Mickey Krause, Norman Langen) diverse Party-Hits wie „Ich bin kein Model und kein Superstar“ erarbeitet. „Meine Tätigkeit in diesem Bereich werde ich auf jeden Fall parallel zu ‚Berlin Tag und Nacht‘ fortsetzen“, verspricht Falko Ochsenknecht. „Eigentlich hatten wir geplant, bereits im März 2020 einen neuen Song aufzunehmen, aber das ganze hätte in Köln stattgefunden und ich wollte in Corona-Zeiten dafür nicht quer durch Deutschland reisen.“ Darüber hinaus seien ohnehin voraussichtlich bis mindestens September dieses Jahres keine Auftritte möglich, so dass der Song derzeit nicht live gespielt oder promotet werden könnte. Auf jeden Fall ist die Veröffentlichung eines neuen Hits aber noch in diesem Jahr geplant. Dass Falko Ochsenknecht seit einiger Zeit wieder dreht, ist den Berlin-Tag-und-Nacht-Fans natürlich nicht verborgen geblieben.

Falko Ochsenknecht mit seinem Hund Emma auf dem Sternplatz in Lüdenscheid. (Foto: Björn Othlinghaus)

Falko Ochsenknecht mit seinem Hund Emma auf dem Sternplatz in Lüdenscheid. (Foto: Björn Othlinghaus)

„Obwohl die Folgen mit mir ja erst am 5. Juni gestartet sind, habe ich schon lange vorher festgestellt, dass meine Followerzahlen bei Instagram innerhalb einer Woche um mehr als zehn Prozent angestiegen sind“, freut sich Falko. Auf diesem hohen Level werden die Social-Media-Daten des Lüdenscheiders, der neben Instagram auch auf Facebook einen erfolgreichen Auftritt mit über 370.000 Followern vorweisen kann, wohl auch in absehbarer Zukunft bleiben, solange seine Fans Oles neue Abenteuer in seiner Berliner WG verfolgen können. Für den liebenswerten Chaoten wird es in den nächsten Wochen sehr turbulent werden, wie Falko verspricht. „Er wird wieder in Fabrizios Frauengeschichten involviert sein, so viel kann ich sagen“, meint Falko. „Da wird es bald einen große Knall geben, der alles verändert.“ Fabrizio ist wie Ole seit 2020 wieder mit dabei. Ganz sicher werden die neuen Abenteuer der beiden wieder eine echte Bereicherung für das Reality-Format sein. Auf www.dankeamy.de kann das Buch von Falko Ochsenknecht „Mobbing, Ruhm und treue Hunde – Danke Amy“ zum Preis von 9,90 Euro zzgl. Porto bestellt werden. Die Abenteuer von Ole Peters bei „Berlin Tag und Nacht“ können die Fans ab sofort dienstags bis freitags jeweils ab 19.10 Uhr auf RTL 2 miterleben. Weitere Infos zu „Berlin Tag und Nacht“: www.rtl2.de/sendungen/berlin-tag-nacht.

(Foto: Björn Othlinghaus)

StayAtHomeTour – Die Band Ohne Yoko unterstützt Beratungsstelle

Ohne Yoko auf der Bühne beim Lüdenscheider Verein Underground Musik. (Foto: Björn Othlinghaus)

Wie vielen anderen Musikern auch macht die Corona-Pandemie der Lüdenscheider Band Ohne Yoko zu schaffen.

Die Formation mit den beiden Sängerinnen Patrizia Camassa und Nicole Friese sowie den Musikern Stefan Klobes, Heiko Lautwein, Marc Friese und Dr. Axel Eberl sind für ihre energiegeladenen Live-Auftritte bekannt und beliebt. Die zahlreichen Veranstaltungen, für die die Band in diesem Jahr bereits gebucht war, können natürlich nicht stattfinden. Doch untätig sein möchten die Lüdenscheider Künstler auf keinen Fall.

Dr. Axel Eberl (rechts) ist nicht nur Gitarrist bei Ohne Yoko, sondern auch Vorsitzender des Fördervereins der psychologischen Beratungsstelle. (Foto: Björn Othlinghaus)

Dr. Axel Eberl (rechts) ist nicht nur Gitarrist bei Ohne Yoko, sondern auch Vorsitzender des Fördervereins der psychologischen Beratungsstelle. (Foto: Björn Othlinghaus)

Wie so viele Musiker in diesen Tagen sind auch sie kreativ und arbeiten derzeit an ihrer online erscheinenden #StayAtHomeTour, mit der sie die Psychologische Beratungsstelle in der Lessingstraße 15 (Tel.: 0 23 51 / 39 08 13) unterstützen möchten. Dr. Axel Eberl, Gitarrist von Ohne Yoko, hauptberuflicher Psychologe im Klinikum Lüdenscheid und in der Lüdenscheider Rehaklinik sowie Vorsitzender des Fördervereins der Psychologischen Beratungsstelle Lessingstraße machte die Band auf die so wichtige Arbeit der Beratungsstelle aufmerksam. „In diesen Tagen kann dort die Beratung lediglich über das Telefon stattfinden, während sonst auch die Möglichkeit von persönlichen Beratungsterminen besteht“, erklärt Dr. Axel Eberl. „Dafür umfasst das telefonische Angebot jetzt natürlich auch die Beratung von Menschen, die Sorgen durch die Folgen der aktuellen Corona-Krise haben.“ Neben Fördergeldern und Zuschüssen muss die Psychologische Beratungsstelle einen hohen Anteil ihres finanziellen Bedarfs selbst erwirtschaften, um weiter ihrer wichtigen Tätigkeit nachgehen zu können.


Die #StayAtHomeTour von Ohne Yoko wird am Ende aus fünf Videos bestehen, für die die Lüdenscheider Musiker ihre jeweiligen Parts getrennt voneinander in ihren Wohnungen produziert haben und die Gitarrist Dr. Axel Eberl im Anschluss auf hohem technischen Niveau zu vollständigen Videoclips zusammenmontiert hat. Alle fünf Videos werden in der nächsten Zeit nach und nach veröffentlicht, und zwar auf der Website der Band (www.ohne-yoko.de), ihrer Facebook-Seite (www.facebook.com/Ohne-Yoko-Coverband-275673789215909/) sowie ihrem YouTube-Kanal. Ihr erstes veröffentlichtes Video ist das selbst komponierte Lied „Hamsterkauf“, dessen Titel den aktuellen Bezug zur Corona-Krise verrät. Musikalisch handelt es sich um ein älteres Werk der Band, das jedoch mit einem neuen Text versehen wurde. Es ist bereits seit mehr als zwei Wochen online.

Sängerin Patrizia Camassa. (Foto: Björn Othlinghaus)

Sängerin Patrizia Camassa. (Foto: Björn Othlinghaus)

Darüber hinaus wurden drei weitere Videos mit Cover-Songs ins Netz gestellt – das französische „Le Veux“, im Original von ZAZ, am Freitag, 24. April, der italienische Song „Laura non c’é“, im Original von Nek, am Samstag, 25. April, sowie das amerikanische „Ex’s & Oh’s“ von Elle King am 3. Mai ins Netz gestellt. „Geplant haben wir außerdem das ‚Sauerlandlied‘ von Zoff als Abschluss unserer #StayAtHomeTour“, erklärt Dr. Axel Eberl. „Mit unserer Auswahl von Songs aus verschiedenen Ländern, die zum Teil besonders schwer von Corona betroffen sind, wollen wir signalisieren, dass wir alle in der Krise zusammenstehen“, betont Eberl. In allen Videos werden die beiden Spendenkontonummern der Psychologischen Beratungsstelle in der Lessingstraße 15 genannt (siehe Info-Kasten) und mit der Bitte verknüpft, diese sinnvolle und wichtige Einrichtung finanziell zu unterstützen. Als Musiker in der Auftrittslosen Zeit im Gespräch bleiben und dabei noch etwas für die Psychologische Beratungsstelle bewirken – jeder hat die Möglichkeit, die Band Ohne Yoko dabei tatkräftig mit seiner Aufmerksamkeit und die Beratungsstelle mit seinem Geldbeutel zu unterstützen. Spendenkontonummern Psychologische Beratungsstelle: Sparkasse Lüdenscheid, IBAN: DE55 4585 0005 0000 1671 06 oder Volksbank Südwestfalen, IBAN DE61 447 615 34 0 116 829 400.