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(Foto: Björn Othlinghaus)

Klaus-Peter Wolfs Kommissar Rupert bläst zur „Ostfriesischen Jagd“

Die Presse feiert Rupert! Grund genug, die guten Besprechungen – auch die von www.worteffekte.de – im Bucheinband des neuen Werkes zu verewigen. (Foto: Björn Othlinghaus)

Der Roman „Ostfriesenzorn“ von Klaus-Peter Wolf befindet sich seit 15 Wochen in den Top-Ten der Spiegel-Bestsellerliste Taschenbuch Belletristik und belegt dort derzeit noch einen hervorragenden fünften Platz, da kommt schon das nächste Werk des Bestseller-Autoren und Wahl-Ostfriesen in die Buchläden.

In „Rupert undercover – Ostfriesische Jagd“ steht zum zweiten Mal nach „Rupert undercover – Ostfriesische Mission“ der Norder Hauptkommissar Rupert im Mittelpunkt des Geschehens, der sich in den bislang 15 Ostfriesenkrimis von Klaus-Peter Wolf meist vergeblich bemüht, aus dem Schatten seiner Chefin Ann-Kathrin Klaasen herauszutreten. Die Fans von Wolfs Kriminalromanen, bei denen die ostfriesischen Küstenorte Norden und Norddeich als Wahlheimat des in Gelsenkirchen geborenen Schriftstellers die Hauptschauplätze bilden, lieben Rupert gerade wegen seiner vielen Schwächen und haben ihn mit den Jahren zur Kultfigur gemacht. Somit entschloss sich sein Schöpfer dazu, ihm eine eigene Romantrilogie zu spendieren, deren zweiter Teil „Rupert undercover – Ostfriesische Jagd“, ab Dienstag, 1. Juni 2021 im Handel erhältlich ist.

Klaus-Peter Wolf kann sich schon jetzt über einen weiteren Buch-Erfolg freuen: 131.000 Exemplare von "Rupert undercover - Ostfriesische Jagd" wurden bereits vorbestellt. (Foto: Wolfgang Weßling)

Klaus-Peter Wolf kann sich schon jetzt über einen weiteren Buch-Erfolg freuen: 131.000 Exemplare von „Rupert undercover – Ostfriesische Jagd“ wurden bereits vorbestellt. (Foto: Wolfgang Weßling)

„Rupert symbolisiert für mich das Drama des modernen Mannes, die sich verändernden Rollen und die Umbrüche im Männer- und Frauenbild, bei denen nicht mehr jeder mitkommt“, sagt Klaus-Peter Wolf zu seinem Romancharakter Rupert, der sich von einer Nebenfigur zum Publikumsliebling entwickelt hat und inzwischen sogar über einen eigenen Fanclub sowie eine veritable Palette an Merchandising-Artikeln verfügt. „Er ist auf der Suche nach männlichen Vorbildern immer wieder gescheitert und holt sie sich überwiegend aus amerikanischen Kinofilmen“, fährt Klaus-Peter Wolf fort. „Doch Bruce Willis hilft Rupert nicht wirklich weiter, denn im Zweifelsfall nutzt es dem modernen Mann wenig, sein Hemd zu zerreißen, Zigaretten zu rauchen und ein paar Leute umzulegen.“ Nachdem Rupert nun in 15 Ostfriesenkrimis die zweite Geige neben seiner Chefin Ann-Kathrin Klaasen spielen musste, schlägt für ihn in seiner eigenen Romanserie die große Stunde. Im ersten Teil – Ostfriesische Mission – geht den Fahndern des BKA mit dem Mafiaboss Frederico Müller-Gonzales ein dicker Fisch ins Netz, wobei der Polizei bis dahin noch nicht einmal dessen Aussehen bekannt war. Dabei staunen alle nicht schlecht, denn der Gangster sieht Rupert zu Verwechseln ähnlich.

Klaus-Peter Wolf mit seiner Gattin, der Liedermacherin und Kinderbuchautorin Bettina Göschl. (Foto: Wolfgang Weßling)

Klaus-Peter Wolf mit seiner Gattin, der Liedermacherin und Kinderbuchautorin Bettina Göschl. (Foto: Wolfgang Weßling)

Auch wenn Rupert eigentlich für einen Undercover-Auftrag völlig unqualifiziert ist, sieht das BKA nun die einmalige Chance gegeben, einen Mann an höchster Stelle in die Gangsterorganisation einschleusen zu können, denn dass der Boss geschnappt wurde hat sich in Verbrecherkreisen noch nicht herumgesprochen. Rupert, den es bei aller Unbesonnenheit an oft ungesunder Selbstüberschätzung nicht mangelt, sieht einerseits die Chance, aus dem Schatten seiner übermächtig scheinenden Kollegin herauszutreten, andererseits findet er aber auch zunehmend Gefallen an seinem Gangsterdasein. Viele skurrile Charaktere, die den ersten Teil von „Rupert undercover“ so bunt und abwechslungsreich gestaltet hatten, begegnen dem Leser auch im zweiten Band. Nachdem Kriminaldirektorin Liane Brennecke in Teil eins ein Martyrium erleben musste, das ihr der Geier, ein Folterknecht des Syndikats, zufügte, dem sie nur knapp entkommen konnte, bekommt es nun Ruperts wehrhafte Mietehefrau Frauke, die dem Hauptkommissar in seiner Rolle als Gangsterboss an die Seite gestellt wurde und in die er sich verliebt hat, mit dem Sadisten zu tun.

Die ersten beiden Teile der Rupert-Trilogie. "Rupert undercover - Ostfriesische Jagd" steht ab Dienstag, 1. Juni 2021 in den Buchläden. (Foto: Björn Othlinghaus)

Die ersten beiden Teile der Rupert-Trilogie. „Rupert undercover – Ostfriesische Jagd“ steht ab Dienstag, 1. Juni 2021 in den Buchläden. (Foto: Björn Othlinghaus)

Und auch der sympathische Serienkiller Dr. Bernhard Sommerfeldt, der sich ebenfalls längst zum Liebling der Leserinnen und Leser entwickelte und nach seiner eigenen Roman-Trilogie auch in „Ostfriesenzorn“ eine wichtige Rolle spielte, ist bei „Rupert undercover – Ostfriesische Jagd“ wieder mit dabei. Darüber hinaus muss Rupert in seiner Funktion als Gangsterboss in einem Metier tätig werden, von dem er noch weniger Ahnung hat als von einem Leben als Gangsterboss: er wird Bankdirektor! Mehr soll von dem neuen Klaus-Peter-Wolf-Krimi, der ab 1. Juni 2021 im Handel erhältlich ist, nicht verraten werden. Die charmante Melange aus Spannung und Humor, die die Leser bereits bei „Rupert undercover – Ostfriesische Mission“ überzeugte, zeichnet auch das neue Werk aus, dessen Erscheinen die Leser ungeduldig erwarten – zum jetzigen Zeitpunkt liegen bereits 131.000 Vorbestellungen hierfür vor. Auch, was die Verfilmungen der Ostfriesenkrimis angeht, geht es voran: Noch in diesem Jahr werden die Wolf-Romane „Ostfriesenmoor“ und „Ostfriesenfeuer“ für das Fernsehen adaptiert.

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Christian Breddermann eröffnet Kulturcafé in Schalksmühle

Christian Breddermann ist derzeit intensiv mit dem Innenausbau der Location beschäftigt. (Foto: Björn Othlinghaus)

Der Schalksmühler Musiker Christian Breddermann ist nicht der Typ, der angesichts der derzeit noch wenig rosigen Situation für Künstler während der Corona-Pandemie die Hände in den Schoß legt.

Er möchte etwas bewegen, damit Kunst- und Kulturschaffende in Krisenzeiten wieder ein Licht am Ende des Tunnels sehen. Während seine erfolgreiche Aktion „Heimathelden – Post-Corona-Edition“ bereits gute Früchte trägt und noch andauert (Worteffekte berichtete), hat Breddermann längst das nächste Projekt in Angriff genommen. Der Musiker hat einen Mietvertrag für einen langjährigen Leerstand in der Schalksmühler Bahnhofstraße (ehemals Ronja’s Bistro) abgeschlossen.

Es gibt viel zu tun - Christian packt es an. (Foto: Björn Othlinghaus)

Es gibt viel zu tun – Christian packt es an. (Foto: Björn Othlinghaus)

„Mein Plan ist es, hier ein Kunst- und Kulturcafé zu eröffnen“, erklärt Breddermann, der das Ladenlokal im Rahmen des „Sofortprogramms zur Stärkung unserer Innenstädte und Zentren in Nordrhein Westfalen“ sanieren, umgestalten und betreiben möchte. Dabei fungiert die Gemeinde als offizieller Mieter des Leerstandes und vermietet diesen für die nächsten zwei Jahre 80 Prozent günstiger als üblich an Breddermann weiter. Der Schalksmühler Musiker sah in diesem Angebot die Chance für die Verwirklichung seines Traums. „Es haben mich schon einige gefragt, ob für ein solches Projekt derzeit der richtige Zeitpunkt sei mitten in der Pandemie“, erzählt der bald frisch gebackene Gastronom. „Aber ich finde, einfach nichts zu tun ist auch keine Lösung, deshalb unternehme ich lieber etwas und versuche, für ein wenig Zuversicht und Optimismus zu sorgen.“ Breddermann möchte in seinem Kunst- und Kulturcafé, dem er bisher noch keinen Namen gegeben hat, Kulturschaffenden vieler unterschiedlicher Sparten eine Bühne verschaffen. „Zum einen wird es hier natürlich Live-Musik geben, wobei auch ich selbst mit meinen Formationen, darunter die Duos Breddermann (mit Erkan Besirlioglu) und Ich & Du (mit Klaus Sonnabend), hier auftreten möchte, aber auch andere Kunstformen wie Lesungen und Kleinkunst in ihrer vielfältigen Ausprägung werden auf meiner Bühne zu sehen sein“, verspricht der Musiker.

Auch das Fernsehen war bereits bei Christian Breddermann zu Gast - der Beitrag erscheint am Dienstag, 25. Mai 2021, ab 19.30 Uhr in der WDR-Lokalzeit Südwestfalen. (Foto: Lars Quenzel)

Auch das Fernsehen war bereits bei Christian Breddermann zu Gast – der Beitrag erscheint am Dienstag, 25. Mai 2021, ab 19.30 Uhr in der WDR-Lokalzeit Südwestfalen. (Foto: Lars Quenzel)

Die bildende Kunst soll ebenfalls in Breddermanns Café eine wichtige Rolle in Form von Ausstellungen spielen. Ferner geht es dem Schalksmühler neben der Förderung von Kunst- und Kultur natürlich auch darum, dabei zu helfen, den Schalksmühler Ortskern mit einer attraktiven Kultureinrichtung aufzuwerten und dem gerade in der Bahnhofstraße um sich greifenden Leerstand auf attraktive und kreative Weise entgegenzuwirken. Die Eröffnung eines Kunst- und Kulturcafés ist ein echtes Wunschprojekt des Musikers, das er schon seit vielen Jahren in seinem Herzen trägt. Längst ist Breddermann im Ladenlokal aktiv, um zu entrümpeln und zu renovieren. Hierbei kann er auf eine engagierte Unterstützung von heimischen Handwerkern zählen – mit im Boot sind bis jetzt unter anderem Elektriker Lars Quenzel sowie der „Fassadenbube“ Daniel Babczik, der sich auf die Reinigung von Fassaden spezialisiert hat. Wie von ihm nicht anders gewohnt hat sich Christian Breddermann ein ehrgeiziges Ziel gesetzt.

Christian steht derzeit mit seinem Kunst- und Kulturcafé im Mittelpunkt des Medieninteresses. (Foto: Lars Quenzel)

Christian steht derzeit mit seinem Kunst- und Kulturcafé im Mittelpunkt des Medieninteresses. (Foto: Lars Quenzel)

„Wenn es die Corona-Vorschriften zulassen, möchte ich mein Kunst- und Kulturcafé bereits am 1. Juli 2021 eröffnen“, erklärt der Schalksmühler. Wenn die Maßnahmen noch länger andauern sollten, will er halt später Richtfest feiern, aber auf jeden Fall, sobald sich die erste Möglichkeit dazu ergibt. Inzwischen sind nicht nur die heimischen Printmedien wie der Allgemeine Anzeiger im Volmetal auf sein Projekt aufmerksam geworden. Wenig später hörte auch der WDR von dem ehrgeizigen Vorhaben des Schalksmühlers und schickte ein Team vorbei, das einen Film für die WDR-LOKALZEIT drehte. Dieser wird am Dienstag, 25. Mai, ab 19.30 Uhr in der WDR-Lokalzeit Siegen zu sehen sein, wobei Christian Breddermann auch live im Studio zu Gast sein wird. Dieses TV-Highlight sollte sich niemand entgehen lassen. Um sein Vorhaben finanzieren zu können, hat Breddermann bereits ein Crowdfunding-Projekt auf Startnext ins Leben gerufen (www.startnext.com/dorfkunst).

Die Location (ehemals Ronjas Bistro) wird auch von außen wieder ordentlich herausgeputzt. (Foto: Lars Quenzel)

Die Location (ehemals Ronjas Bistro) wird auch von außen wieder ordentlich herausgeputzt. (Foto: Lars Quenzel)

Hier kann jeder bis zum Ende des Finanzierungszeitraums am 27. Juni 2021 zum Förderer eines engagierten Kunst- und Kulturprojektes werden, das die in Corona-Zeiten darniederliegende heimische Kultur-Szene dringend brauchen kann. Obwohl der Schalksmühler Künstler bereits über 4.000 Euro hier gesammelt hat und die Freude darüber natürlich sehr groß ist, braucht der engagierte Schalksmühler in etwa die dreifache Menge, um das Projekt nach seinen Vorstellungen umsetzen zu können. „Man glaubt kaum, wie viel ein solches Projekt kostet, denn mit der Zeit kommen immer noch neue Kostenfaktoren hinzu, an die man möglicherweise zunächst gar nicht gedacht hat“, erklärt Breddermann. Dazu gehören unter anderem ein Kassensystem, das alleine bereits mit rund 3000 Euro zu Buche schlägt. Wer den Schalksmühler also noch unterstützen möchte, kann dies nach wie vor über sein Crowdfunding-Projekt bei Startnext tun.

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Dr. Tiggerstein hat einen Plan – im neuen Video der Rawa Blues Band

Daniel Jadamski (Produzent des neuen Albums der Rawa Blues Band), Peter Szczyrba (Mastermind der Rawa Blues Band) und Regisseur Thorsten Bachert (v.l.) brachten Dr. Tiggerstein groß raus. (Foto: Björn Othlinghaus)

Trotz Dauerlockdown tut sich was in der heimischen Musikszene.

Die Rawa Blues Band unter Federführung ihres Schalksmühler Frontmannes Peter Szczyrba hat ihr erstes Musikvideo „Ich hab‘ einen Plan“ veröffentlicht, das Szczyrba gemeinsam mit dem Hemeraner Animationsfilmer Thorsten Bachert, der das Video inszenierte, und dem Bassisten Daniel Jadamski, der musikalisch am Song mitwirkte, auf seinem Grundstück in Heedfeld vorstellte. Es handelt sich dabei keinesfalls um ein normales Musikvideo. Hauptdarsteller des liebevoll im Stop-Motion-Verfahren gestalteten Clips ist nämlich nicht etwa die Band selbst, die in ihrer 21-jährigen Geschichte ohnehin stets in wechselnder Besetzung unterwegs war und im Wesentlichen nur Mastermind Szczyrba als Konstante hatte, sondern Stofftiger Dr. Tiggerstein.

Trotz Promotion - Allüren hat Dr. Tiggerstein, der Star des aktuellen Videos der Rawa Blues Band, nicht. (Foto: Thorsten Bachert)

Trotz Promotion – Allüren hat Dr. Tiggerstein, der Star des aktuellen Videos der Rawa Blues Band, nicht. (Foto: Thorsten Bachert)

Der gehört, so Thorsten Bachert augenzwinkernd, zu den ganz wenigen seiner Gattung, die promoviert haben und deshalb im Arztkittel und zeitweise mit Intellektuellenbrille unterwegs ist. Ursprünglich handelte es sich bei Dr. Tiggerstein um eine eigentlich namenlose Figur der Firma Nici, die dem Film- und Animationsfan Bachert als ehemaliges Kuscheltier seines Sohnes in die Hände fiel. Grund genug für ihn, sich seinen lange gehegten Traum zu erfüllen und die ersten Experimente im Animations-Genre zu tätigen. Die Filme und Sequenzen, die zuerst mit und über Dr. Tiggerstein entstanden und darüber berichten, wie er zum Wissenschaftler und Doktor wurde, sind allerdings privat und werden wohl auch in absehbarer Zeit nicht veröffentlicht. „Als dann allerdings die Idee einer Zusammenarbeit mit der Rawa Blues Band für ein Video entstand, haben wir uns natürlich bei Nici die Erlaubnis für die Verwendung der Figur im Video geholt“, betont Regisseur Bachert.

Obwohl der Tiger rechts auf dem Schoß von Peter Szczyrba deutlich größer ist als Dr. Tiggerstein - er ist nur das Stunt-Double. (Foto: Björn Othlinghaus)

Obwohl der Tiger rechts auf dem Schoß von Peter Szczyrba deutlich größer ist als Dr. Tiggerstein – er ist nur das Stunt-Double. (Foto: Björn Othlinghaus)

Das Bluesrock-Stück „Ich hab‘ einen Plan“, in dem es um gute Vorsätze geht, ist Bestandteil eines derzeit noch in Arbeit befindlichen neuen Albums der Rawa Blues Band & Friends, das unter dem Titel „Night and Day“ erscheinen soll und 13 eigene Songs aus der Feder von Peter Szczyrba enthalten wird. Produziert wird das Werk von Daniel Jadamski, der als Musiker unter anderem durch die Lüdenscheider Hard-Rock- und Heavy-Metal-Band Room Seven bekannt ist und in dem Song „Ich hab‘ einen Plan“ auch als Bassist zu hören ist. Da derzeit aufgrund des Corona-Lockdowns eine weitere Arbeit an diesem 6. Longplayer der Rawa Blues Band nicht möglich ist, kann Peter Szczyrba noch keinen konkreten Veröffentlichungstermin für das Album nennen, auf dem es neun Tracks in englischer Sprache, zwei Songs mit deutschem Text, einen mit polnischen Lyrics und sogar ein Werk in schlesischem Dialekt geben wird. Genießen können die Fan allerdings schon jetzt das Video zu „Ich hab‘ einen Plan“, in das Thorsten Bachert ein unglaubliches Arbeitspensum investiert hat.

Dr. Tiggerstein freut sich, dass ihn sein Schöpfer Thorsten Bachert filmisch groß raus gebracht hat. (Foto: Björn Othlinghaus)

Dr. Tiggerstein freut sich, dass ihn sein Schöpfer Thorsten Bachert filmisch groß raus gebracht hat. (Foto: Björn Othlinghaus)

„Für den Clip, der überwiegend in Stop-Motion-Technik entstanden ist, habe ich rund 6000 Einzelbilder produziert, von denen allerdings nicht alle verwendet wurden“, erklärt Bachert. Mindestens 160 Arbeitsstunden investierte der Hemeraner in die Herstellung des rund 5-minütigen Clips, bei dem eine Schwierigkeit darin bestand, die Bewegungen des tierischen Hauptdarstellers mit dem Rhythmus der Musik abzugleichen. „Das war für mich umso schwieriger, da ich selbst kein Musiker bin, aber ich denke, das Ergebnis kann sich dennoch sehen lassen“, freut sich Bachert. Darüber hinaus war es notwendig, bei Dr. Tiggerstein sozusagen eine „Operation am offenen Tiger“ durchzuführen, um ihm ein Holzgerüst zu implementieren, das es ermöglichte, ihn für die Gestaltung der vielen tausend Einzelbilder, die für das Stop-Motion-Verfahren benötigt wurden, entsprechend „einstellen“ zu können. Eigentlich hatten die Macher vor, den Clip als Beitrag für das diesjährige Zeichentrick-Festival Stuttgart (ZTF) einzureichen. „Wir haben zwar eine sehr wohlwollende Rückmeldung auf unseren Film erhalten, aber leider war der Abgabetermin für die Veranstaltung, die im Mai 2021 stattfindet, bereits überschritten“, bedauert Peter Szczyrba.

Auf jeden Fall wollen sich die Macher aber rechtzeitig für das Zeichentrick-Festival 2022 bewerben. Was sein neues Album angeht, hofft der Schalksmühler Blues-Rocker, dessen Rawa Blues Band sich unter anderem durch zahlreiche Auftritte im Panoptikum in Lüdenscheid sowie beim Lüdenscheider Stadtfest einen Namen gemacht hat, dass es zügig Lockerungen des Corona-Lockdowns gibt, die ihm und seinen Mitstreitern die weitere Arbeit an dem Album sowie eventuell auch eine Live-Präsentation der Musik ermöglichen. „Wir stehen auf jeden Fall in den Startlöchern und könnten relativ kurzfristig wieder auf der Bühne stehen, wenn dies möglich wird“, meint der Musiker, der bis auf den Bass bei „Ich hab‘ einen Plan“ alle Instrumente seines neuen Albums selbst eingespielt hat.

Dr. Tiggerstein verfügt auch über eine romantische Ader, der er hier beim Blick aufs Meer nachhängt. (Foto: Thorsten Bachert)

Dr. Tiggerstein verfügt auch über eine romantische Ader, der er hier beim Blick aufs Meer nachhängt. (Foto: Thorsten Bachert)

Auf der Bühne würde er natürlich dann die Rawa Blues Band wieder in Band-Besetzung zusammentrommeln, wobei auch Bassist und Produzent Daniel Jadamski bei „Ich hab‘ einen Plan“ live als Gastmusiker mit dabei sein würde. Derzeit müssen die Fans der Blues-Rocker allerdings noch mit dem Video vorlieb nehmen. Ob es in Zukunft noch einen weiteren Clip der Rawa Blues Band mit Dr. Tiggerstein in der Hauptrolle geben wird, steht in den Sternen. Thorsten Bachert ist diesbezüglich eher skeptisch. „Da ist die Gefahr zu groß, dass man sich – möglicherweise unbewusst – selbst kopiert“, so der Hemeraner. Dass es jedoch ein anderes animiertes Video mit der Rawa Blues Band und einem komplett anderen Konzept aus der Ideenschmiede von Thorsten Bachert geben könnte, schließen beide Seiten nicht aus. Zu sehen ist das Video „Ich hab‘ einen Plan“ auf den Kanälen der Rawa Blues Band auf Facebook und YouTube.

(Foto: Björn Othlinghaus)

Musiker Matthias Held veröffentlicht sein erstes Solo-Album „Singsuche“

Matthias Held steht derzeit im Studio für sein neues Album. (Foto: Björn Othlinghaus)

Der doppeldeutige Titel des derzeit in der Produktion befindlichen, ersten Solo-Albums des Lüdenscheider Musikers, Chorleiters, Sängers, Arrangeurs und Vocal Coaches Matthias Held, „Singsuche“, sagt bereits viel über das musikalische Projekt aus, das derzeit im Childrens-Corner-Studio in Schwelm entsteht.

Die insgesamt 12 eigenen Songs plus eine Coverversion (um welche es sich handelt, wird an dieser Stelle noch nicht verraten) stellt eine Mischung aus poppiger Songs in deutscher und englischer Sprache mit Jazz- und Singer-Songwriter-Elementen dar. Inhaltlich ist dem Lüdenscheider Musiker dabei auch das eine oder andere ironische Augenzwinkern nicht fremd, das, in Verbindung mit locker-leichten Jazz-Klängen, nicht selten an die Werke von Interpreten wie Roger Cicero oder Michael Bubblé erinnert.

Ein gutes Team: Matthias Held (stehend) und der Schwelmer Produzent Mark Wiedersprecher arbeiten am ersten eigenen Longplayer des Lüdenscheiders. (Foto: Björn Othlinghaus)

Ein gutes Team: Matthias Held (stehend) und der Schwelmer Produzent Mark Wiedersprecher arbeiten am ersten eigenen Longplayer des Lüdenscheiders. (Foto: Björn Othlinghaus)

Held, der sich unter anderem als Chorleiter des Halveraner Gospelchores The Albert Singers einen Namen gemacht hat und bereits mit drei A-Capella-Projekten Alben eingespielt sowie einen Longplayer mit Liedern speziell für Senioren realisiert hat, wird das Album am 25. April 2021 als CD sowie auf den Streaming-Plattformen Deezer, Amazon und iTunes veröffentlichen. Erstmals arbeitet der vielseitige Künstler für dieses Projekt mit dem Schwelmer Musiker und Produzenten Mark Wiedersprecher und seinem Childrens-Corner-Studio zusammen. Gemeinsam mit seiner Frau Uta Wiedersprecher, die ebenfalls als Musikerin sowie als Vocal-Coach arbeitet, ist der Schwelmer bereits seit vielen Jahren in unterschiedlichen musikalischen Bereichen aktiv (www.wiedersprecher.com).

Matthias Held beim Einsingen des Albums im Studio. (Foto: Björn Othlinghaus)

Matthias Held beim Einsingen des Albums im Studio. (Foto: Björn Othlinghaus)

„Der Kontakt kam im Rahmen eines Chorseminars zustande, an dem ich und Marks Frau Uta teilnahmen“, erinnert sich Matthias Held. „Damals hatte ich bereits drei eigene Songs im Lüdenscheider Studio der Firma ‚Sound of Centuries‘ von Nicolas Leitgeb eingespielt und hatte die Idee, auf dieser Grundlage ein Album als Solo-Künstler zu realisieren.“ Somit verriet ihm Uta Wiedersprecher, dass ihr Mann Betreiber eines Studios ist, und der Kontakt war geknüpft. Für den guten Klang der Produktion sorgen darüber hinaus diverse Gastmusiker, deren Parts bereits eingespielt sind. Der bekannte Lüdenscheider Saxophonist Rudolf F. Nauhauser, der unter anderem bei den Bands HonigMut (Lüdenscheid) und Binyo (Halver) aktiv ist, wirkt am Album ebenso mit wie der Kontrabassist Robert Kissel, der unter anderem an der Oper in Wuppertal tätig ist, der Schlagzeuger und Dozent an der Evangelischen Popakademie in Witten Janik Hüsch sowie als Backround-Sängerinnen Uta Wiedersprecher und Bianca Körner.

Viele Songs, die auf dem Album „Singsuche“ enthalten sein werden, hat Matthias Held bereits im Rahmen von Live-Konzerten, zum Beispiel mit seinen Chören, erfolgreich vor Publikum ausprobiert. Auch auf YouTube findet der interessierte Musikfan bereits das eine oder andere Video, in dem Matthias Held als Sänger zu sehen und zu hören ist. Am 25. April hat Held indes nicht nur die Veröffentlichung seines Werkes geplant, sondern auch ein Releasekonzert im Kontakthof in Wuppertal, das je nach Stand der Maßnahmen im Zuge der Corona-Pandemie entweder live vor Publikum oder als Online-Veranstaltung stattfinden soll, die gestreamt werden kann.

Viele Aspekte werden bei der Produktion des Albums ausgiebig diskutiert. (Foto: Björn Othlinghaus)

Viele Aspekte werden bei der Produktion des Albums ausgiebig diskutiert. (Foto: Björn Othlinghaus)

„Zur Finanzierung dieser Veranstaltung habe ich eine Crowdfunding-Aktion bei Startnext in die Wege geleitet“, erklärt Matthias Held. Wer also das Releasekonzert finanziell unterstützen möchte, kann dies unter www.startnext.com/singsuche-cd-release-konzert tun. Freunde des gepflegten Pops mit einer großen Portion an Jazzversatzstücken sowie intelligenten und humorvollen Texten in deutscher und englischer Sprache sollten sich das Release-Datum des Albums „Singsuche“ von Matthias Held am 25. April 2021 im Kalender vermerken. Mehr Infos über das Schaffen von Matthias Held gibt es auf seiner Website www.matthiasheld.eu

(Foto: Björn Othlinghaus)

André Mattick alias DJ Eule arbeitete am Erfolgsalbum „Aghori“ von Kool Savas mit

André Mattick ist seit über 20 Jahren mit seinem Label Arjuna ein wichtiger Teil der deutschen Hip-Hop-Szene. (Foto: Björn Othlinghaus)

Der in Aachen geborene und in Berlin lebende Hip-Hop-Künstler Kool Savas ist seit vielen Jahren einer der erfolgreichsten Musiker Deutschlands.

André Mattick, Lüdenscheider Hip-Hop-Produzent und vielen besser bekannt als DJ Eule, kennt den Rapper seit seinen musikalischen Anfangstagen und arbeitete jüngst an einigen Tracks des neuen Kool-Savas-Albums „Aghori“ mit, das am 19. Februar 2021 erschien und sich, wie auch die meisten Vorgängeralben von Kool Savas, gleich in der Release-Woche auf Platz 1 der deutschen Albumcharts festsetzte. „1999 nahm ich mit meinem damaligen musikalischen Partner Claudio Naber, der sicher vielen unter seinem Künstlernamen Absztrakkt bekannt ist, gemeinsam eine Platte in Aachen bei dem inzwischen leider nicht mehr existierenden Label ‚Put Da Needle To Da Records‘ auf“, erinnert sich André Mattick.

Kool Savas und André Mattick alias DJ Eule „backstage“. (Foto: MG Video)

Kool Savas und André Mattick alias DJ Eule „backstage“. (Foto: MG Video)

„Das war das gleiche Label, bei dem Kool Savas damals seine ersten Tracks veröffentlichte, und er war zum gleichen Zeitpunkt dort wie wir.“ Savas produzierte vor Ort wohl zeitgleich seine erste, damals kontrovers diskutierte Single „LMS/Schwule Rapper“ (LMS steht für „Lutsch meinen Schwanz“), die ihn über Nacht bekannt und zum Shooting-Star der Hip-Hop-Szene machte. Kool Savas und André Mattick verstanden sich auf Anhieb gut, kamen ausgiebig ins Gespräch und trafen sich in den folgenden Jahren immer mal wieder auf verschiedenen Events. Darüber hinaus arbeiteten die beiden Musiker bei unterschiedlichen Projekten zusammen: DJ Eule war in die Produktion des 2016er Kool-Savas-Albums „Essahdamus“, der Kool Savas- und Sido-Kooperation „Royal Bunker“ im Jahr 2017 sowie des Savas-Mix-Tapes „Rap Genius 2“ 2019 involviert. Der Lüdenscheider hatte sich zu diesem Zeitpunkt längst in der deutschen Hip-Hop-Szene einen Namen gemacht und produzierte unter anderem zahlreiche namhafte und erfolgreiche Künstler wie zum Beispiel Sam Sillah.

Kool Savas auf dem Bautz-Festival in Lüdenscheid 2019. (Foto: Björn Othlinghaus)

Kool Savas auf dem Bautz-Festival in Lüdenscheid 2019. (Foto: Björn Othlinghaus)

„Die neueste Kooperation mit Savas kam im Wesentlichen durch den Rapper Cr7z (bürgerlich Christoph Hess) zustande, den ich auf meinem eigenen Label Arjuna produziere und den auch Savas kannte“, erzählt André Mattick. „In diesem Zusammenhang meldete sich Savas 2018 wieder bei mir und bot mir an, als Live-DJ mit ihm auf Tour zu gehen.“ Das Angebot nahm DJ Eule natürlich sehr gerne an und stand somit unter anderem beim furiosen Bühnenauftritt von Kool Savas im Rahmen des Bautz-Festival 2019 mit auf der Hauptbühne im Nattenberg-Stadion. André Mattick war zudem für die Organisation der Hip-Hop-Acts beim Bautz-Festival verantwortlich.

Sam Sillah ist ein weiterer Künstler, mit dem André Mattick bereits zusammenarbeitete. (Foto: Björn Othlinghaus)

Sam Sillah ist ein weiterer Künstler, mit dem André Mattick bereits zusammenarbeitete. (Foto: Björn Othlinghaus)

Vorläufiger Höhepunkt seiner Kooperationen mit Kool Savas ist jedoch die Mitarbeit an dessen neuem Album „Aghori“, auf dem Mattick bei zwei Tracks als Audio-Engineer (Toningenieur) fungierte und darüber hinaus beim Opener des Albums, „Optik4Life“, die finalen Scratches beigesteuert hat. Auch der bei André Matticks Label Arjuna unter Vertrag stehende Cr7z ist an dem Album beteiligt und hat einige Textpassagen mitentwickelt. „Einerseits war die Arbeit am Album zwar phasenweise sehr stressig für uns, weil wir oft die Zeit im Nacken hatten, aber ‚Aghori‘ ist eben auch sehr abwechslungsreich geworden, weil so viele unterschiedliche Künstler daran mitgewirkt haben“, erzählt Mattick.

DJ Eule, Kool Savas und Sido auf der Release-Party zum Kool-Savas-Album „KKS“ 2019. (Foto: MG Video)

DJ Eule, Kool Savas und Sido auf der Release-Party zum Kool-Savas-Album „KKS“ 2019. (Foto: MG Video)

Die Arbeit mit Kool Savas sei jedoch immer sehr kollegial und freundschaftlich abgelaufen, man habe oft gemeinsam gegessen und eine gute Zeit gehabt. „Savas ist ein sehr netter und umgänglicher Typ, der mit allen freundschaftlich und auf Augenhöhe arbeitet“, betont der Lüdenscheider. Ob indes angesichts der Corona-Pandemie die geplante Aghori-Tour im Oktober 2021 stattfinden kann, steht noch in Sternen, wobei DJ Eule nicht wirklich daran glaubt und damit rechnet, dass sie auf 2022 verschoben werden muss.

Gleiches gilt für das von ihm mitorganisierte Bautz-Festival. Mit seinem Label Arjuna habe er sich dank der vielen Fans bisher recht gut durch die Corona-Zeit und die Lockdowns lavieren können. „Da haben wir einfach mehr Releases rausgehauen und mehr Merchandise aufgelegt, das auch auf großes Interessen bei unseren Fans gestoßen ist“, freut sich André Mattick.

Die Wände von André Matticks Studio in der Lüdenscheider Hermannstraße zieren zahlreiche, von Kool Savas handsignierte Bilder und Fotos. (Foto: Björn Othlinghaus)

Die Wände von André Matticks Studio in der Lüdenscheider Hermannstraße zieren zahlreiche, von Kool Savas handsignierte Bilder und Fotos. (Foto: Björn Othlinghaus)

„Die wissen, dass wir im Moment Probleme haben, wenn die Live-Konzerte ausbleiben und unterstützen uns, wo sie können.“ Im vergangenen Jahr konnte der Lüdenscheider zusammen mit Kool Savas lediglich zwei Autokonzerte realisieren. „Aber auch das ist nicht dasselbe, es fehlt dabei einfach der Kontakt zum Publikum, die direkte Interaktion zwischen den Künstlern und den Fans“, bedauert Mattick. Insgesamt leide gerade die Kunst und die Kultur, die von der Politik vollkommen im Stich gelassen werde, sehr unter der Pandemie. „Viele Menschen werden am Ende ihren Lebenstraum, Musik zu machen, nicht mehr fortführen können“, befürchtet DJ Eule. Wer sich einen Eindruck vom neuen Savas-Album verschaffen möchte, kann dies unter anderem auf YouTube tun, wo Video-Clips zu den Aghori-Songs „Brachland“, „Rapkiller (feat. Alies)“ und „Dicka Was (feat. Sido und Nessie)“ zu finden sind.

(Foto: Björn Othlinghaus)

Wunschkonzert mit Ich & Du

Christian Breddermann und Klaus Sonnabend (Duo Ich & Du) sind verantwortlich für die erfolgreiche Wunschkonzert-Reihe. (Foto: Björn Othlinghaus)

Wegen der Covid-19-Pandemie können Musiker nicht vor Publikum auftreten. Die Hände in den Schoß zu legen ist für die Meisten dennoch keine Option.

Das gilt auch für das Musikduo Ich & Du, bestehend aus Klaus Sonnabend (Gesang, Gitarre, Schlagzeug) und Christian Breddermann (Gesang, Cajon, Percussion). Ihr monatlich ausgestrahltes „Wunschkonzert“, das sowohl online über ihren Facebook-Kanal gestreamt werden kann als auch im regionalen TV-Sender NRWision in einer kürzeren und anders geschnittenen Variante zu sehen ist, ging am Sonntag, 7. Februar 2021, bereits zum 14. Mal im Netz auf Sendung (Ausgabe 15 geht am Sonntag, 7. März 2021 online). Als Gäste traten die Kölner Musikerin und Schauspielerin Charlotte Brand (Gesang, Violine) sowie der Comedian, Schauspieler und Redner Armin Nagel in der Show auf.

Die Violinistin und Sängerin Charlotte Brand war Gastmusikerin beim letzten Wunschkonzert. (Foto: Björn Othlinghaus)

Die Violinistin und Sängerin Charlotte Brand war Gastmusikerin beim letzten Wunschkonzert. (Foto: Björn Othlinghaus)

Bei der aufwendig produzierten 120-Minuten-Sendung, die aus dem Saal des Hotel-Restaurants Passmann in Lüdenscheid-Brügge übertragen wird, handelt es sich nicht nur um eine reine Live-Musik-Show, sondern um ein vollwertiges Unterhaltungskonzept. Dieses wartet mit diversen Rubriken wie „Der Zuschauer des Monats“, „Kochen mit Ich & Du“, „Hin- und Her – Englisch-Deutsch“, „Geschichte mit Ich & Du“, dem „Glücksrad“, vorproduzierten Video-Einspielern sowie mit Gastkünstlern auf, die live performen. „Das alles ist nicht immer ernst gemeint und dient ausschließlich der Unterhaltung“, betont Christian Breddermann. So können die Zuschauer in der aktuellen Show erleben, wie Band-Nudeln (!) im Wasserkocher gekocht und lecker mit Ketchup zubereitet werden.

Über seinen Laptop steuert Klaus Sonnabend während der Show die insgesamt acht Kameras. (Foto: Björn Othlinghaus)

Über seinen Laptop steuert Klaus Sonnabend während der Show die insgesamt acht Kameras. (Foto: Björn Othlinghaus)

Darüber hinaus beweisen Breddermann und Sonnabend, dass TV-Koch Steffen Henssler ihr Rezept für Käsebrot aus der letzten Sendung gekl…. – oder besser ausgedrückt, sich davon inspirieren lies. Der Aufwand der Show, bei der die Zuschauer in der Online-Variante live anrufen können, um sich einen Song zu wünschen oder am Glücksrad eine Dose Dicke Sauerländer zu erspielen, ist groß. Technik-Spezialist Klaus Sonnabend ist Herr über acht Kameras, die das Geschehen aufzeichnen und über die „Open Broadcaster Software“ (OBS), ein Programm für Videoaufzeichnung und Live-Streaming, am Laptop angewählt und gesteuert werden können. „Allein für die Vorbereitungen im Vorfeld der Sendungen wenden wir jeweils mindestens 20 Stunden auf“, betont Sonnabend.

Klaus Sonnabend bei den Vorbereitungen zum Wunschkonzert #14. (Foto: Björn Othlinghaus)

Klaus Sonnabend bei den Vorbereitungen zum Wunschkonzert #14. (Foto: Björn Othlinghaus)

Das erste Wunschkonzert von Ich & Du ging am 4. April 2020 online. „Die Idee für eine Unterhaltungs-Show hatten wir schon vor Corona, aber durch unseren vollen Terminkalender konnten wir sie nicht umsetzen“, erinnert sich Klaus Sonnabend. Die Corona-Pandemie sorgte nun dafür, dass die beiden plötzlich mehr Zeit hatten, als ihnen lieb war und die Wunschkonzerte somit an den Start gebracht werden konnten. Nach dem Live-Stream der aktuellen Sendung am Sonntag, 7. März, wird auch die neue Sendung weiterhin auf dem Facebook-Kanal von Ich & Du (www.facebook.com/ichundduduo) als Aufzeichnung zu sehen sein.

Der Comedian, Schauspieler und Redner Armin Nagel. (Foto: Björn Othlinghaus)

Der Comedian, Schauspieler und Redner Armin Nagel. (Foto: Björn Othlinghaus)

Alle Ich & Du-Wunschkonzerte können online kostenfrei geschaut werden, aber es gibt die Möglichkeit, die Reihe der beiden Musiker finanziell zu unterstützen, und zwar unter www.startnext.com/ich-und-du-wunschkonzerte-2021. Das 15. Ich & Du Wunschkonzert wird am Sonntag, 7. März, ab 19.29 Uhr auf dem Facebook-Kanal von Ich & Du (www.facebook.com/ichundduduo) live gestreamt. Als Gäste werden der Schauspieler Matthias Hecht, der Pianist Philip Ritter sowie Ninja Rietz (WestLotto Kulturaktion 500 x 500) mitwirken. Weitere Infos unter www.ichunddu-duo.de.

(Foto: Björn Othlinghaus)

Bekomme Bock! Neuer Song von Robin Brunsmeier und Band Binyo

Robin Brunsmeier hat mit seiner Band Binyo einen neuen Song veröffentlicht. (Foto: Björn Othlinghaus)

Das adriAkustik-Festival, das vom 18.-21. August 2020 in Leipzig stattfand, war eines der wenigen größere Musik-Events, die im letzten Jahr im Zuge der Corona-Pandemie stattfinden konnten und die einzige Live-Musik-Veranstaltung, an der der Halveraner Musiker und Singer-Songwriter Robin Brunsmeier teilnehmen konnte.

Hier hatte jeder Musiker die Möglichkeit, mit jeweils zwei eigenen Songs in deutscher Sprache das Programm auf der Bühne mitzugestalten. „Von dieser großartigen Veranstaltung habe ich so viel mitgenommen und mal wieder diese Atmosphäre erlebt, die ich ansonsten in dieser Zeit so schmerzlich vermisse“, schwärmt der Künstler. Auf dem Festival entstand dann auch die Idee zu dem Song „Bekomme Bock“, den Brunsmeier nun am 26. Februar 2021 auf der Streaming-Plattform Spotify veröffentlichte.

Für seinen Videodreh hat Robin Brunsmeier in der Heesfelder Mühle ein kleines Studio eingerichtet. (Foto: Björn Othlinghaus)

Für seinen Videodreh hat Robin Brunsmeier in der Heesfelder Mühle ein kleines Studio eingerichtet. (Foto: Björn Othlinghaus)

Musikalisch bringt das Werk echtes Summer-Feeling mit Reggae- und Funk-Klängen, inhaltlich vermittelt der Song die Sehnsucht, wieder die Nacht erleben zu können und sie zum Tag zu machen, Freunde zu treffen, live gespielte Musik wieder zu hören oder machen zu können und einfach bis in den Morgen unterwegs zu sein. Ebenfalls am 26. Februar 2021 veröffentlichte Robin Brunsmeier auf YouTube ein Video, das er gerade zu dem Song produzierte und dessen Szenen sowohl in einem kleinen Studio, das er in der Heesfelder Mühle eingerichtet hat, als auch unter freiem Himmel entstanden sind. Der Halveraner Musiker, der mit seiner Band Binyo bereits mit drei erstklassigen Alben Aufsehen erregte, als Teil des Duos Hazefeld auch dem Hip-Hop-Genre zugeneigt ist und allein mit Binyo schon über ein Repertoire von über 50 eigenen Songs verfügt, nutzte auch das kurzzeitige extreme Winterwetter, um zusätzliche Sequenzen im Schnee zu drehen, bevor die Nachbearbeitung des Clips endgültig abgeschlossen wurde.

Produziert wurde der Song wieder von Tobias Taugner, der auch schon für die Produktion des letzten Binyo-Albums „Das Wortwal Aquarium“ verantwortlich zeichnete. Die Frage, ob es sich bei dem neuen Song „Bekomme Bock“ bereits um den Vorläufer für ein neues, viertes Binyo-Album handelt, beantwortet Robin Brunsmeier allerdings derzeit klar mit „nein“. „Ich habe jetzt meine Album-Trilogie abgeschlossen, und leider hat das letzte Album nicht die Aufmerksamkeit bekommen, die ich mir dafür gewünscht hätte, vor allem deshalb, weil ich wegen der Corona-Pandemie meine Tour, die mich auch in große Städte wie Berlin geführt hätte, nicht durchführen konnte“, meint dazu der Musiker. Eine gute Werbung für das Werk, das einmal mehr durch kreative Sprache und frische musikalische Ideen angenehm auffiel, ist somit weggebrochen.

Robin Brunsmeier im Konzert mit Hazefeld. (Foto: Björn Othlinghaus)

Robin Brunsmeier im Konzert mit Hazefeld. (Foto: Björn Othlinghaus)

„Im Moment habe ich eher Spaß daran, einzelne Songs wie ‚Bekomme Bock‘ zu veröffentlichen, denn die Resonanz hierfür kann genauso hoch sein wie für ein ganzes Album mit 14 oder mehr Stücken“, ist sich Robin Brunsmeier sicher. Darüber hinaus ist die Produktion einer CD sehr teuer bei sehr rückläufiger Nachfrage für das Medium, so dass sich der Halveraner Künstler zunächst auf reine Online-Veröffentlichungen konzentrieren möchte, wobei für ihn aber durchaus auch die Produktion eines Akustik-Albums nur mit Gitarre und Gesang und nur online veröffentlicht im Bereich des Möglichen liegt. Um auf Spotify mit einem Song erfolgreich zu sein, muss jedoch das Interesse am Erstveröffentlichungstag enorm groß sein, um eine weitere Verbreitung in der Folgezeit zu ermöglichen. „Sind die Abrufe am ersten Tag mau, gibt es kaum Chancen für den Song, an den nachfolgenden Tagen noch durchzustarten“, betont Brunsmeier. Deshalb bittet der Künstler seine Fans (und natürlich alle, die es vielleicht noch werden wollen und neugierig sind), am 26. Februar 2021 seinen Kanal bei Spotify zu besuchen und sich dort den neuen Song „Bekomme Bock“ anzuhören. Für gute Laune und Optimismus in Zeiten der Pandemie sorgt das Werk auf jeden Fall.

(Foto: Björn Othlinghaus)

Sei ein Held und unterstütze die „Heimathelden – Post-Corona-Edition“!

Klaus Sonnabend ist einer der Musiker, die bei der „Heimathelden – Post-Corona-Edition“ auf der Bühne stehen werden. (Foto: Björn Othlinghaus)

Mal Hand aufs Herz: Wer könnte sich schon ein Leben ganz ohne Musik vorstellen?

Musik ist längst unverzichtbarer Bestandteil unseres Alltags geworden, ob sie nun aus dem Radio, der Spotify-Playlist, dem Plattenspieler oder live von der Bühne im Stadion, im Club oder im Konzertsaal kommt, wo sie in Gesellschaft mit Gleichgesinnten und Freunden zum unvergesslichen Erlebnis wird. Doch die Covid-19-Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen und Lockdowns machen derzeit nicht nur Kulturschaffenden das Leben schwer und gefährden deren Existenz, sondern zerstören nachhaltig eine Branche, die bei genauerem Hinsehen zu den wirtschaftsstärksten in Deutschland zählt.

Sebastian Wagemeyer ist bei der "Heimathelden - Post-Corona-Edition" nicht nur als Lüdenscheider Bürgermeister, sondern auch als Musiker mit an Bord. (Foto: Björn Othlinghaus)

Sebastian Wagemeyer ist bei der „Heimathelden – Post-Corona-Edition“ nicht nur als Lüdenscheider Bürgermeister, sondern auch als Musiker mit an Bord. (Foto: Björn Othlinghaus)

Künstler, aber auch Menschen, die indirekt Teil der Musik-, Kunst- und Kulturszene sind wie Veranstalter, Bühnenarbeiter, Beleuchter, Reinigungskräfte, die nach dem Auftritt für Ordnung sorgen, Gastronomen, Journalisten, die über Kulturevents berichten und viele andere mehr, sind in ihrer Existenz bedroht. Natürlich fallen nicht die verhältnismäßig wenigen prominenten und in den Medien stets präsenten Musik-Stars der Pandemie zum Opfer. Vielmehr ist es die ungleich größere Zahl jener Kreativen und in der Entertainment-Branche Tätigen, die in kleinerem Rahmen und an der Basis daran arbeiten, den Menschen auf vielfältige Weise eine Auszeit vom Alltagsstress zu bescheren und nicht selten den Traum eines Lebens mit und von der Musik bislang erfolgreich verwirklichen konnten. Wer einmal als selbstständiger Künstler in die Insolvenz gegangen ist, wird so schnell nicht wieder in die Selbstständigkeit zurückfinden. Darüber hinaus sind staatliche Hilfen für die Branche, wenn sie denn überhaupt angedacht sind, aus vielfältigen Gründen oft unzureichend und greifen nicht, während anderen Branchen Gelder in Milliardenhöhe zukommen. Doch die Musik- und Entertainment-Branche ist wichtig für die Gesellschaft und hat eine Stimme. Bei der außergewöhnlichen Veranstaltung „Heimathelden – Post-Corona-Edition“ geht es um die Künstler und Kreativen, aber auch um die vielen Menschen, die sich wieder auf ein Musik-Event der Extraklasse freuen wollen.

Das Event

Christian Breddermann, etablierter Musiker und Initiator der beliebten Veranstaltungsreiche „Heimathelden“, die in den letzten Jahren einmal jährlich in Lüdenscheid stattfand und auf große Resonanz stieß, setzt ein Konzept in die Tat um, das für Hoffnung und Vorfreude bei Künstlern und allen direkt und indirekt in die Musik- und Veranstaltungsszene Involvierten, aber auch bei den Fans sorgen soll, die Musik als Teil ihres Lebens auch nach Corona nicht missen möchten. „Die Idee ist, schon während der Pandemie Tickets für eine besondere Heimathelden-Veranstaltung anzubieten, deren genauer Termin und auch Veranstaltungsort noch nicht feststeht“, erklärt dazu Christian Breddermann.

Die Band Ohne Yoko wird ebenfalls für Stimmung sorgen. (Foto: Björn Othlinghaus)

Die Band Ohne Yoko wird ebenfalls für Stimmung sorgen. (Foto: Björn Othlinghaus)

Der Termin wird jedoch in einem Zeitraum bis spätestens Ende 2022 angesetzt und natürlich mit ausreichendem Zeitfenster allen Ticketkäufern rechtzeitig bekannt gegeben, wenn Planungssicherheit besteht. „Wichtig ist mir, dass am Veranstaltungstag keine – oder nur noch sehr geringe – Corona-bedingte Auflagen mehr notwendig sind“, so Christian Breddermann. Alle Künstler sowie sämtliche anderen am Projekt beteiligten Personen aus der Musik- und Veranstaltungsbranche sollen allerdings in finanzieller Hinsicht schon jetzt etwas davon haben und aus den bis dahin aus dem Ticketverkauf erwirtschafteten Erlösen ein Honorar erhalten. „Bereits Ende 2020 konnten wir zahlreiche Tickets verkaufen, so dass inzwischen bereits die erste Ausschüttung an die Künstler erfolgt ist“, erklärt dazu Christian Breddermann. Doch je mehr Tickets verkauft werden können, desto besser für alle Beteiligten und desto imposanter gestaltet sich am Ende das Event. Wenn somit weitere Ticketverkäufe bis zur Veranstaltung hinzukommen, erfolgen nach und nach weitere Honorarausschüttungen.

Christian Breddermann ist nicht nur der Initiator der "Heimathelden - Post-Corona-Edition", sondern auch als Musiker aktiv. (Foto: Björn Othlinghaus)

Christian Breddermann ist nicht nur der Initiator der „Heimathelden – Post-Corona-Edition“, sondern auch als Musiker aktiv. (Foto: Björn Othlinghaus)

„Jeder Ticketkäufer erwirbt somit nicht nur Vorfreude auf eine hochklassige Musikveranstaltung für die Zeit nach den extremen Corona-Einschränkungen, sondern auch das gute Gefühl, Künstler und andere mittelbar und unmittelbar von der Veranstaltungsbranche Abhängigen aus der Region in schweren Zeiten unterstützt zu haben“, betont Christian Breddermann. Obwohl Ort und Datum derzeit noch nicht feststehen, haben sich schon viele Künstler und in die Entertainment-Branche involvierte bereiterklärt, an dem ungewöhnlichen Projekt mitzuwirken (mehr dazu unter „Die Künstler“ und „Wer macht sonst noch mit?“). Wer sich die Teilnahme am nächsten Heimathelden-Konzert sichert, kauft nicht nur Konzerttickets. Er sichert sich neben dem guten Gefühl, in schwierigen Zeiten eine Branche zu unterstützen, die ihm viele schöne, unbeschwerte Stunden beschert hat, die Vorfreude auf ein Event von heimischen Veranstaltern, mit heimischen Künstlern, unter Beteiligung heimischer Kreativer und heimischer Gastronomie.

Schon die früheren Heimathelden-Veranstaltungen im Dahlmann-Saal waren stets ein Publikumsmagnet. (Foto: Björn Othlinghaus)

Schon die früheren Heimathelden-Veranstaltungen im Dahlmann-Saal waren stets ein Publikumsmagnet. (Foto: Björn Othlinghaus)

Er erwirbt die Fahrkarte für einen inspirierenden, unterhaltsamen und kommunikativen musikalischen Abend unter Freunden. Dieser Tag wird kommen – wir wissen nicht wann, wir wissen nicht wo, doch eines ist sicher: die musikalischen Heimathelden und alle anderen Beteiligten werden zu gegebener Zeit ein Zeichen setzen.

Die Künstler

Breddermann mit Christian Breddermann (Gesang, Cajon, Percussion) und Erkan Besirlioglu (Gitarre, Gesang)
Das Musiker-Duo aus Schalksmühle und Lüdenscheid bietet ein breit gefächertes, auf kompetente und originelle Weise gespieltes Repertoire an Cover-Songs vom Feinsten mit aktuellen Hits, aber auch Klassikern der letzten Jahrzehnte, sowohl aus der deutschen als auch der internationalen Musikszene. Dabei schaffen es die beiden ohne Mühe, durch ihre sympathische und offene Art Stimmung zu erzeugen und ihr Publikum einzubinden und mitzureißen.

Singer-Songwriter Klaus Sonnabend (Gesang, Gitarre), eventuell mit Musikern seiner Band Sonnabend
Klaus Sonnabend ist vielen als Frontmann seiner eigenen Band Sonnabend bekannt, mit der er ausschließlich selbst geschriebene Songs in deutscher Sprache zu Gehör bringt. Zahlreiche musikalische Eigengewächse hat die Combo 2014 in ihrem Longplayer „Einer dieser Tage“ veröffentlicht. Darüber hinaus ist Sonnabend als Duo Ich & Du zusammen mit Christian Breddermann unterwegs und präsentiert ein umfangreiches Cover-Repertoire. Ob er im Rahmen des Konzertes eigene Songs oder Cover präsentieren wird, steht derzeit noch nicht fest.

HonigMut, in der Duo-Besetzung mit Melina Fuhrmann (Gesang) und Nando Andreas (Gitarre, Gesang), als Band unterstützt von Patrick Honzig (Schlagzeug) und Rudolf F. Nauhauser (Saxophon)
Das Duo HonigMut aus Lüdenscheid hat sich mit anspruchsvollem Pop in deutscher Sprache, der sich facettenreich um die Liebe und das Leben dreht, längst in die Herzen der Fans in ganz Deutschland gespielt.

HonigMut werden mit ihrem zauberhaften Pop mit deutschen Texten das Publikum begeistern. (Foto: Björn Othlinghaus)

HonigMut werden mit ihrem zauberhaften Deutsch-Pop das Publikum begeistern. (Foto: Björn Othlinghaus)

Ihre eingängigen Songs haben die beiden im Jahr 2017 auf ihrer ersten EP „Gefühlt“ veröffentlicht, ihr neues Album „Gelebt“ ist gerade erschienen. Ergänzt wird ihre Setliste durch ausgewählte Cover-Versionen, die ihre selbst geschriebenen Songs auf spannende Weise ergänzen. Die beiden treten sowohl als Duo als auch in Bandbesetzung auf.

Binyo, Künstlername für den Singer-Songwriter Robin Brunsmeyer, aber auch der Name seiner Band, bei der Rudolf F. Nauhauser (Saxophon), Tobias Taugner (Schlagzeug), Ben Vollmann (Keyboard), Julian Heyden (Bass) und Christopher Hans (Keyboard, Akkordeon) mit im Boot sind
Der Indie-Pop des Halveraners Robin Brunsmeyer und seiner Band Binyo bietet eine spannende, humorvolle und einzigartige Kombination aus vor Kreativität strotzender Freude an der Sprache und ebenso fantasievollen wie ungewöhnlichen Geschichten, musikalisch präsentiert mit Reggae-, Ska- und Hip-Hop-Elementen. Bisher kann die Band auf die beiden exzellenten Alben „Der Steg ist das Ziel“ und „Die Schnuppe vom Stern“ zurückblicken und verschaffte sich mit ihrer Musik und einer Tour im Jahr 2019 sogar in Großstädten wie Berlin, Hamburg und München Gehör. In ihrer Heimatstadt Halver sind Binyo längst Kult, und bis die Welt die originellen Musiker entdeckt, ist es nur noch eine Frage der Zeit.

Ampersand mit Julia Späinghaus (Gesang), Björn Bergs (Gesang), Max Jalaly (Kontrabass), Benjamin Schlanzke (Gitarre, Backing Vocals) und Stefan Wecker (Schlagzeug)
Die Mitglieder der Lüdenscheider Band Ampersand kommen aus ganz unterschiedlichen musikalischen Richtungen, unter anderem vom Jazz, vom Metalcore oder aus der christlichen Musikszene.

Ampersand stehen für eine geschmackvolle musikalische Melange aus Pop und Jazz. (Foto: Björn Othlinghaus)

Ampersand stehen für eine geschmackvolle musikalische Melange aus Pop und Jazz. (Foto: Björn Othlinghaus)

Dementsprechend ist ihr Repertoire extrem vielfältig, vereint sich aber dennoch zu einem eigenen, unverwechselbaren Stil. Charthits der letzten Jahrzehnte, die die Band auf individuelle Weise verjazzt, stehen in ihren Programmen oft neben Jazzklassikern, mit Interpretationen von Werken unter anderem aus dem „Great American Songbook“. Ampersand waren bereits mehrfach bei früheren Heimathelden-Veranstaltungen mit im Boot.

Ohne Yoko mit Patrizia Camassa (Gesang), Nicole Friese (Gesang), Marc Friese (Bass & Backings), Heiko Lautwein (Gitarre), Axel Eberl (Gitarre) und Stefan Klobes (Gitarre, Gesang).
Ohne Yoko aus Lüdenscheid lassen den Rock und Pop der frühen 70er Jahre bis heute aufleben und sind seit 2004 gemeinsam unterwegs. Im großen und ganzen spielen sie ganz zwanglos die Musik, die ihnen selbst gut gefällt und überzeugen durch gute Laune und Spielfreude, die die Fans zum feiern animiert und mitreißt.

Sebastian Wagemeyer (Gesang, Gitarre)
Sebastian Wagemeyer ist nicht nur der frisch gebackene Bürgermeister der Stadt Lüdenscheid und war vorher beliebter Lehrer und Schulleiter des Lüdenscheider Zeppelin-Gymnasiums. Er ist auch ein exzellenter Musiker, der immer gern sein Können auf den Bühnen in der Region unter Beweis gestellt hat. Somit darf er auch bei „Heimathelden – Post-Corona Edition“ nicht fehlen.

DJ Marc Kiss
Der Herscheider Marc Kiss ist als DJ überaus vielseitig und legt in den Genres Electro, Vocal House, R’n’B, Funk, Soul und Disco auf. Er wird dafür sorgen, dass die Stimmung auch in den Umbaupausen zwischen den Live-Acts nicht abreißt und einige Sets spielen, bei denen für jeden das Richtige dabei ist.

Björn Nonnweiler (Singer-Songwriter, Gitarre, Gesang)
Der Hagener Musiker und Singer-Songwriter Björn Nonnweiler ist sowohl für seine Eigenkompositionen in deutscher Sprache wie zum Beispiel den Song „Mit Herz und Hirn“, als auch für seine individuell interpretierten Cover-Versionen bekannt. Hier haben es ihm vor allem die zeitlosen Kompositionen von Simon & Garfunkel wie „Mrs. Robinson“, „The Boxer“ und „Sound Of Silence“ angetan.

Eine Spezialität von Musiker Björn Nonnweiler sind die Werke von Simon & Garfunkel. (Foto: Björn Othlinghaus)

Eine Spezialität von Musiker Björn Nonnweiler sind die Werke von Simon & Garfunkel. (Foto: Björn Othlinghaus)

Kaum jemand lässt diese Evergreens so effektvoll auferstehen wie der Hagener. Im Jahr 2019 war der Musiker auch bei einer Lesereise des SPD-Politikers Sven Söhnchen mit von der Partie, bei der dieser aus dem Buch „Warum ich Nazi wurde“ mit Stellungnahmen von NSDAP-Anhängern aus den 30er Jahren las. Nonnweiler begleitete die Veranstaltung musikalisch.

Katja Zimmermann (Gesang)
Die Sängerin Katja Zimmermann kommt aus dem Oberbergischen. Sie steht nicht nur als Musikerin auf der Bühne, sondern arbeitet auch als Vocal Coach. Darüber hinaus ist die vielseitige Künstlerin leidenschaftliche Lobpreissängerin und veröffentlichte als Autorin zwei Bücher. Ferner ist sie als Referentin und Predigerin tätig.

Katja Zimmermann, die unter anderem aus der christlichen Musikszene bekannt ist. (Foto: Claudia Börner)

Katja Zimmermann, die unter anderem aus der christlichen Musikszene bekannt ist. (Foto: Claudia Börner)

Zimmermann, die ein Rock/Pop/Jazz-Studium absolvierte, belegte 2007 beim Deutschen Rock- und Pop Preis den ersten Platz in der Kategorie „Beste Pop Sängerin“. Aktuell ist sie Teil der Band „Timo Böcking & Friends“, veröffentlichte 2016 das Album „Himmelwärts“ und arbeitet derzeit an ihrem zweiten Longplayer, der 2021 erscheinen soll.

Bewerbt euch: Eine Wildcard an Künstler wird vergeben!
Die Veranstalter wollen einem zusätzlichen Musik-Act die Möglichkeit geben, ebenfalls am Projekt „Heimathelden – Past-Corona Edition“ teilzunehmen. Aus diesem Grund stellen sie eine Wildcard für das Event zur Verfügung, für das ihr euch ab sofort ins Gespräch bringen könnt. Interessenten bewerben sich unter kontakt@heimathelden.live.

Wer macht sonst noch mit?

Hanno Grundmann, Moderator
Die meisten kennen seine Stimme als Moderator des lokalen Radio-Senders „Radio MK“. Im Rahmen der „Heimathelden – Post-Corona-Edition“ wird Hanno Grundmann alle Musikfans live und in Farbe durch das Programm führen. Bei dem Moderator und Musikfachmann ist das Publikum in besten Händen.

Sound of Centuries, Musik- und Veranstaltungsagentur
Sound of Centuries unter der Leitung von Nicolas Leitgeb sorgen bei der „Heimathelden – Post-Corona-Edition“ dafür, dass alle Künstler sich hervorragend anhören und ins rechte Licht gerückt werden.

Nicolas Leitgeb sorgt mit seiner Musik- und Veranstaltungsagentur Sound of Centuries dafür, dass die technischen Aspekte der Veranstaltung stimmen. (Foto: Björn Othlinghaus)

Nicolas Leitgeb sorgt mit seiner Musik- und Veranstaltungsagentur Sound of Centuries dafür, dass die technischen Aspekte der Veranstaltung stimmen. (Foto: Björn Othlinghaus)

Die Musik- und Veranstaltungsagentur aus Lüdenscheid bietet ein breit gefächertes Portfolio rund um Events und Musik – die Leistungen gehen von der Bühnentechnik bis hin zu Album-Produktionen im Studio. Darüber hinaus ist Nicolas Leitgeb Teil der Band iJazz, die in unterschiedlichen Besetzungen gebucht werden kann. Bei der „Heimathelden – Post-Corona-Edition“ ist er jedoch ganz mit der Technik beschäftigt, so dass man ihn an diesem Abend ausnahmsweise nicht als Musiker erleben kann.

Unterharnscheidt Fotografie mit Max Unterharnscheidt
Natürlich muss es bei jeder guten Veranstaltung auch Menschen geben, die das Event auf hochwertige Weise fotografisch in Szene setzen. Hier kommt der Fotograf Max Unterharnscheidt und seine Firma „Unterharnscheidt Fotografie“ ins Spiel. Insbesondere im Bereich der Veranstaltungs-, Musik- und Konzertfotografie ist Unterharnscheidt bis weit über die Grenzen seines Heimatortes Lüdenscheid bekannt.

IT Südwestfalen AG
„Es ist uns wichtig, eine Branche zu unterstützen, die am Abgrund steht“, sagt Danny Fischer vom IT Südwestfalen AG. Das renommierte Unternehmen unterstützt die Veranstaltung „Heimathelden – Post-Corona Edition“ in IT-Fragen und erstellt und sponsert die Homepage.

Björn Othlinghaus, Freier Journalist mit Schwerpunkt Kultur
Björn Othlinghaus ist seit 22 Jahren als Freier Journalist in Lüdenscheid und Umgebung tätig, überwiegend für die Lüdenscheider Nachrichten.

Nanni Lange und Jürgen Wigginghaus von Nannis Kirchhahn werden einen Teil der gastronomischen Unterstützung des Events übernehmen. (Foto: Björn Othlinghaus)

Nanni Lange und Jürgen Wigginghaus von Nannis Kirchhahn werden einen Teil der gastronomischen Unterstützung des Events übernehmen. (Foto: Björn Othlinghaus)

Sein Schwerpunkt liegt auf der Berichterstattung über Kulturevents und Kulturschaffende in der Region. Er zeichnet rund um die „Heimathelden – Post-Corona Edition“ für die Erstellung von Texten und Fotos sowie die Betreuung der Social-Media-Plattformen verantwortlich.

Gastronomische Unterstützung durch das Team Saitensprung und Nanni’s Kirchhahn
Die gastronomische Unterstützung des Events werden voraussichtlich das Team des Clubs Saitensprung mit Armin Klose sowie das Theam von „Nanni’s Kirchhahn“ mit Christiana „Nanni“ Lange und Jürgen Wigginghaus übernehmen.

Tickets für das Event bekommt ihr auf www.heimathelden.live

(Foto: Björn Othlinghaus)

„Eure Wohnzimmer – Eure Solidarität“ – Hilfe für Clubs und Veranstalter

Sven Prillwitz und Tom Homberg unterstützen mit ihrer Band Graupause die Aktion zugunsten des AJZ in Lüdenscheid. (Foto: Björn Othlinghaus)

Die Corona-Pandemie trifft gerade die kleinen Clubs und Veranstalter in ganz Deutschland hart.

Wirkungsvolle Hilfen vom Staat kamen nicht und sind auch nicht zu erwarten, die Branche wird angesichts immer weiterer Verlängerungen des Lockdowns weitgehend von Regierungshilfen ausgenommen und im Stich gelassen. Eine kleine Unterstützung der gebeutelten Clubs und Veranstalter bieten Aktionen, die sich Künstler und Betroffene derzeit selbst einfallen lassen, um wenigstens etwas gegensteuern zu können angesichts einer aussichtslos scheinenden Situation. Die Lüdenscheider Punkrockband Graupause nimmt an der bundesweiten Aktion „Eure Wohnzimmer – Eure Solidarität“ teil.

Die Band Graupause präsentierte Anfang des Jahres ihre LP-Album "Verdammte Stille" - zur derzeitigen Corona-Situation passt der Titel leider verdammt gut. (Foto: Björn Othlinghaus)

Die Band Graupause präsentierte Anfang des Jahres ihre LP-Album „Verdammte Stille“ – zur derzeitigen Corona-Situation passt der Titel leider verdammt gut. (Foto: Björn Othlinghaus)

Hierbei handelt es sich um eine Initiative von einzelnen Personen ohne finanzielle Interessen, „keine feste Gruppe, keine Firma, kein Verein, kein Sonstwas“, wie es auf der Website heißt. 100 Punk-Formationen aus ganz Deutschland steuerten anlässlich der Aktion je einen Beitrag zu dem MP3-Sampler „Wohnzimmer Romantik“ bei und konnten jeweils eine Location oder einen Veranstalter benennen, der durch die Aktion finanziell unterstützt werden soll. „Wer einen Sampler möchte, spendet einen beliebigen Betrag im Rahmen der Aktion“, erklärt Sven Prillwitz, Frontmann der Band Graupause, der gemeinsam mit seinem Bandkollegen Tom Homberg die Aktion vor dem Alternativen Jugendzentrum (AJZ) in Lüdenscheid vorstellte, das die Band mit ihrem Beitrag unterstützt. Alle Einnahmen werden nach Abzug der Versandkosten für die CD in vollem Umfang zu gleichen Teilen an die von den Künstlern vorgeschlagenen Clubs, Locations und Veranstalter ausgeschüttet.

Graupause mit Frontmann Sven Prillwitz im AJZ in Lüdenscheid. (Foto: Björn Othlinghaus)

Graupause mit Frontmann Sven Prillwitz im AJZ in Lüdenscheid. (Foto: Björn Othlinghaus)

Eine erste Tranche soll noch vor Weihnachten ausgezahlt werden, eine zweite bis Februar 2021, dem Ende der Spendenaktion. Die Punkband Graupause ist die einzige Formation aus Lüdenscheid, die an der Aktion teilnimmt, schon allein deshalb, weil in der Bergstadt Bands dieses Genres eher rar gesät sind. „Umso mehr wollen wir einen Beitrag dazu leisten, dass das AJZ, in dem es immer wieder Punk-Konzerte gegeben hat, diese schwierige Situation, die noch lange nicht vorbei ist, übersteht“, erklärt Sven Prillwitz. Die Band steuerte ihren Song „S.O.S.“ zum Sampler bei. Zwar existiert von diesem Stück auch eine Corona-Version, die bereits zu Zeiten der „Klopapier-Knappheit“ im Rahmen des ersten Lockdowns entstand, auf dem Sampler ist jedoch das Original enthalten, dessen Inhalt mit der derzeitigen Situation nichts zu tun hat. Auch für die Band Graupause sind, wie für fast alle Kulturschaffenden, angesichts der Corona-Pandemie harte Zeiten angebrochen. „Normalerweise spielen wir pro Monat ein bis zwei Gigs in ganz Deutschland und haben deshalb seit Sommer letzten Jahres auch eine Booking-Agentur“, sagt Tom Homberg.

Sven Prillwitz von Graupause in Aktion. (Foto: Björn Othlinghaus)

Sven Prillwitz von Graupause in Aktion. (Foto: Björn Othlinghaus)

„Meist ist das so ein Freitag-Samstag-Ding, bei dem wir in zwei unterschiedlichen Locations hintereinander spielen“, ergänzt Sven Prillwitz. Zuletzt hatten Graupause einen solchen Doppel-Gig Ende Januar 2020 in Berlin und Hamburg, ein halbes Jahr später einen Auftritt im Rahmen eines Konzertes zugunsten des AJZ mit strengen Corona-Hygieneregeln am 31. Juli 2020. Das war’s! „Im Oktober hätten wir zum Beispiel Auftritte in Hamburg und Husum gehabt“, so Prillwitz, „aber Corona hat uns insgesamt in diesem Jahr bereits 20 Auftritte gekostet.“ Die Situation ist also alarmierend, für Künstler, Veranstalter und Clubs gleichermaßen. Somit könnte die Aktion „Eure Wohnzimmer – Eure Solidarität“ zumindest einen kleinen Beitrag dazu leisten, dass das AJZ in Lüdenscheid die schweren Zeiten besser übersteht und einen Teil seiner laufenden Kosten decken kann. Spenden können über die Website wohnzimmerromantik.dubiose-quelle.de geleistet werden, wobei nach der Spende auch der Sampler „Wohnzimmer Romantik“ bestellt werden kann. Mehr Infos zur Band Graupause gibt es auf www.graupause-punk.de.

(Foto: Björn Othlinghaus)

HonigMut waren mit dem „Wohnzimmer auf Rädern“ auf Tour

Melina Fuhrmann, Nando Andreas und Patrick Honzig waren mit dem fahrenden Wohnzimmer unterwegs. (Foto: Björn Othlinghaus)

Für Kulturschaffende und Künstler sind mit der Corona-Pandemie schlechte Zeiten angebrochen, denn mit Auftrittsverboten gehen unzureichende oder die Betroffenen letztlich gar nicht erreichende Staatshilfen einher.

Doch viele Betroffene lassen sich nicht unterkriegen, setzen immer wieder auf jene Gabe, die ihnen in besonders üppigem Maß in die Wiege gelegt wurde – ihre Kreativität. Das Duo HonigMut, bestehend aus den beiden Lüdenscheider Musikern Melina Fuhrmann (Gesang) und Nando Andreas (Gitarre, Gesang) kann derzeit selbstverständlich weder seine beliebten Wohnzimmerkonzerte noch jene Wohngebietskonzerte unter freiem Himmel durchführen, wie es die beiden im Sommer beim ersten Lockdown noch mit großem Erfolg getan haben.

Straßenmusik mal anders: Patrick Honzig, Nando Andreas und Melina Fuhrmann in ihrem mobilen Wohnzimmer. (Foto: Björn Othlinghaus)

Straßenmusik mal anders: Patrick Honzig, Nando Andreas und Melina Fuhrmann in ihrem mobilen Wohnzimmer. (Foto: Björn Othlinghaus)

Also dachten sich die Musiker: Warum nicht beides kombinieren und einfach mit einem mobilen Wohnzimmer zu den Menschen fahren? Schnell fanden die beiden für ihre tolle Idee Unterstützer. Die Firma „Fölker Transporte“ in Plettenberg stellte einen Lastwagen zur Verfügung, und der Werkhof in Iserlohn lieh dem Duo das Inventar für ein komplettes Wohnzimmer, einschließlich Sofa, Couchtisch, Stehlampe und Teppich. Mit all diesen Accessoires richteten Melina und Nando auf der Ladefläche des LKW ein komplettes Wohnzimmer ein, mit dem sie sich am Sonntag, 29. November 2020, auf ihre „Wohnzimmer auf Rädern“-Konzerttour aufmachten, die vier Stationen in Lüdenscheid und Umgebung enthielt. Neben Melina und Nando war auch noch der Musiker Patrick Honzig (Schlagzeug, Percussion) mit von der Partie, der Mitglied der HonigMut-Bandbesetzung ist.

Auch die beiden Mini-Alben von HonigMut, "Gefühlt" und "Gelebt" waren zu haben. (Foto: Björn Othlinghaus)

Auch die beiden Mini-Alben von HonigMut, „Gefühlt“ und „Gelebt“ waren zu haben. (Foto: Björn Othlinghaus)

An allen vier Stationen spielte das Trio im LKW jeweils einen Gig von einer halben Stunde und erfreute damit die Anwohner und Fans, die – natürlich unter der disziplinierten Einhaltung von Abstandsregeln und Maskenpflicht – ausnahmslos begeistert darüber waren, auf diese Weise wieder einen kleinen musikalischen Live-Auftritt erleben zu dürfen. Die Zuhörer bedankten sich mit Spenden und dem Kauf der beiden Mini-Alben der Formation, „Gefühlt“ und „Gelebt“. Zum Auftakt der Mini-Wohnzimmertour machten die Musiker auf dem Wendehammer am Unteren Eichholz in Heedfeld Station, wo die Menschen schon recht zahlreich die Möglichkeit nutzten, eine kleine Auswahl aus dem Repertoire von HonigMut, bestehend aus ihren eingängigen Eigenkompositionen mit deutschen Texten sowie ausgewählten Cover-Versionen, zu genießen.

Mit dem "Wohnzimmer auf Rädern" in musikalischer Mission unterwegs: Nando Andreas, Melina Fuhrmann und Patrick Honzig alias HonigMut. (Foto: Björn Othlinghaus)

Mit dem „Wohnzimmer auf Rädern“ in musikalischer Mission unterwegs: Nando Andreas, Melina Fuhrmann und Patrick Honzig alias HonigMut. (Foto: Björn Othlinghaus)

Am Auftrittsort Nummer zwei, dem Klopstockweg am Dickenberg, wurde das kleine Spontankonzert von den Menschen ebenfalls freudig und dankbar aufgenommen. Auch hier wechselten sich eigene Songs wie „Schlafen seh’n“ mit Cover-Versionen ab, darunter „Halleluja“ von Leonard Cohen oder „Bilder von Dir“, im Original gesungen von Laith Al-Deen. Mit „Leise rieselt der Schnee“ hatten Melina, Nando und Patrick sogar ein traditionelles Weihnachtslied mitgebracht, das sie in ihrem unverwechselbaren HonigMut-Sound individuell interpretierten. Als weitere Stationen ihrer „Wohnzimmer auf Rädern“-Tour besuchten die Künstler schließlich den Angelnweg am Oeneking und setzten den Schlusspunkt für ihren kleinen Ausflug im Namen der Musik in der Straße „Am Schäferland“. Die mobile Wohnzimmertour war für alle Beteiligten ein voller Erfolg – für die Berufsmusiker eine moralische wie finanzielle Unterstützung in düsteren Zeiten, für die Menschen eine ebenso zauberhafte wie originelle Flucht aus ihrem mehr als tristen Alltag ohne Kulturangebote. Mehr Infos unter www.honigmut.de.