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(Foto: Björn Othlinghaus)

World of Wordcraft No. 30 – Poetry-Slam auf hohem Niveau

Björn Rosenbaum aus Dortmund erhielt für eine wahrhaft furiose Leistung an diesem Abend die „Goldene Feder“. (Foto: Björn Othlinghaus).

Der 30. Teil der Poetry-Slam Reihe „World of Wordcraft“ konnte am Freitag, 2. Februar 2018, unter der bewährten Moderation von Marian Heuser mit besonders guten Slammern und hochwertigen Redebeiträgen aufwarten.

Aufgrund des großen Publikumszuspruches von rund 400 Zuschauern musste die Veranstaltung vom Roten Saal in den Theatersaal des Kulturhauses in Lüdenscheid verlegt werden. Da die sieben Publikumsjurymitglieder, die jeweils wieder bis zu 10 Punkte für jeden der sechsminütigen Beiträge vergeben konnten, im Halbfinale ihrer Begeisterung freien Lauf ließen und drei Slammer – Björn Rosenbaum (Dortmund), Marvin Weinstein (Berlin) und René Sydow (Witten) – nach Streichung des schlechtesten und besten Ergebnisses jeweils mit der Höchstwertung von 50 Punkten bedachten, befanden sich am Ende nicht wie üblich zwei Teilnehmer, sondern gleich drei im Finale.

Wie beim Poetry-Slam üblich setzte sich die Jury aus Zuschauern zusammen. (Foto: Björn Othlinghaus)

Wie beim Poetry-Slam üblich setzte sich die Jury aus Zuschauern zusammen. (Foto: Björn Othlinghaus)

Hier wurden dann die Beiträge nicht mehr mit Punkten, sondern anhand des Applauses bewertet. Björn Rosenbaum aus Dortmund legte mit seinen Vorträgen drei veritable Punktlandungen hin, auch wenn er bei seinem ersten Beitrag „Eine Liebeserklärung“ noch nicht die volle Punktzahl, aber einen ordentlichen Wert von 45 Punkten erreichen konnte. Alle drei Beiträge waren humoristischer Natur, mitreißend und energiegeladen vorgetragene Pointengewitter, die maschinengewehrartig einen Gag auf den nächsten folgen ließen und dem tränenlachenden Publikum kaum eine Sekunde zum Verschnaufen ließen.

Marvin Weinstein aus Berlin. (Foto: Björn Othlinghaus)

Marvin Weinstein aus Berlin. (Foto: Björn Othlinghaus)

„Eine Liebeserklärung“ lebte vom krassen Gegensatz hochschmalziger Liebesschwüre auf der einen und garstigem Gemecker über die Fehler der geliebten Lebensgefährtin auf der anderen Seite. Ebenso direkt aus dem Leben gegriffen und nicht weniger komisch war Rosenbaums Halbfinaltext, bei dem sich ein Mittvierziger angesichts der Ghetto-Sprache von Jugendlichen im Bus ernsthaft Sorgen um seine Rente machte. Im Finaltext „Denn ich bin ein Mann“ musste das Publikum immer wieder eben jenen gutturalen Refrain anstimmen, während der Slammer ein Loblied auf den echten Kerl anstimmte, der sich nach einem Herzinfarkt selbst wiederbelebt und durchgängig von März bis Oktober 24 Stunden am Tag grillt. René Sydow aus Witten servierte seinen besten Text, die hochgradig amüsante Abrechnung mit der Political Correctness „Ich halte das nicht mehr aus“ im Halbfinale und erhielt dafür die volle Punktzahl, ebenso wie der Berliner Marvin Weinstein, der mit einer irren Reise durch die Welt des Fernsehens 50 Punkte abräumte.

René Sydow aus Witten. (Foto: Björn Othlinghaus)

René Sydow aus Witten. (Foto: Björn Othlinghaus)

Auch wenn die beiden Konkurrenten ähnlich gute Texte ablieferten, toppte der Gewinner der einmal mehr von Claudia Bäcker-Kirmse gestalteten Goldenen Feder, Björn Rosenbaum, alle anderen Beiträge durch seine entfesselte Art des Vortrags. Neben den drei Finalisten stand an diesem Abend noch der Bremer Simeon Buß auf der Bühne, dem jedoch mit seinem Plädoyer, endlich mal wieder wütend sein zu dürfen, kein Glück beschieden war und bei dem es mit 37 Punkten nicht für den Einzug ins Halbfinale reichte. Auch die Plettenbergerin Luise Wolff erreichte mit 40 Punkten einen zu niedrigen Wert für den Halbfinaleinzug, konnte aber dennoch mit dem komplexen, jedoch ein wenig zu zügig vorgetragenen Gedicht „Sie starb stehend“ über einen Mord überzeugen. Elena Nern aus Duisburg erzielte mit einem etwas eigentümlichen Gedicht, in dem sie die beiden Götter Apollo und Athene nach der Wahl des rechten Wegs fragt und sich am Ende für den Trampelpfad in der Mitte entscheidet, zwei Punkte mehr und zog damit zumindest noch ins Halbfinale ein.

Einzige Lokalmatadorin des Abends, Luise Wolff aus Plettenberg. (Foto: Björn Othlinghaus)

Einzige Lokalmatadorin des Abends, Luise Wolff aus Plettenberg. (Foto: Björn Othlinghaus)

Hier überzeugte sie zwar mit dem Gedicht „Geschichten schreiben“, das den inneren Kampf eines Autoren thematisiert, hatte jedoch gegen die drei 50-Punkte-Beiträge ihrer Mitstreiter keine Chance. Der Gewinner konnte sich neben der Goldenen Feder über ein von den Lüdenscheider Nachrichten ausgelobtes Preisgeld in Höhe von 150 Euro sowie einen Abdruck einer seiner vorgetragenen Texte in den Lüdenscheider Nachrichten freuen. Darüber hinaus nimmt er am Finale der Reihe am Ende des Jahres 2018 teil. Weitere Sponsoren des Abends waren die Sparkasse Lüdenscheid, die Druckerei Seltmann in Lüdenscheid sowie das Modegeschäft Strodel und Jäger in Lüdenscheid.

(Foto: Björn Othlinghaus)

Großer Erfolg für die dritte Ausgabe des Musik-Festivals „Heimathelden“

Klaus Sonnabend (Gitarre, Gesang), Frontmann der Band Sonnabend. (Foto: Björn Othlinghaus).

Das Musik-Festival „Heimathelden“ hat sich zu einer der erfolgreichsten Veranstaltungen der Gaststätte Dahlmann in Lüdenscheid gemausert.

Die dritte Ausgabe des Events am Samstag, 20. Januar 2018, war bereits mehrere Tage vorher ausverkauft, so dass sogar zahlreiche Interessenten, die auf ein Ticket an der Abendkasse gehofft hatten, abgewiesen werden mussten. Das Live-Programm erstreckte sich über satte fünf Stunden und zeigte einmal mehr eindrucksvoll, wie vielfältig und kreativ die Musikszene in Lüdenscheid und Umgebung geworden ist.

Max Jalaly (Kontrabass) von Ampersand. (Foto: Björn Othlinghaus)

Max Jalaly (Kontrabass) von Ampersand. (Foto: Björn Othlinghaus)

Erkan Besirlioglu und Christian Breddermann, die als Duo Breddermann auch als Musiker auf der Bühne standen, übernahmen die Moderation von DJ Marc Kiss, der aus gesundheitlichen Gründen an diesem Abend nicht moderieren und im Anschluss an das Live-Programm auch nicht auflegen konnte. An den Turtables sprang für ihn kurzfristig DJ René Gehlhaar ein. Den Anfang machte die Formation Ampersand, eine Combo, deren Mitglieder in ganz unterschiedlichen musikalischen Genres ihre Wurzeln haben und deshalb über ein abwechslungsreiches Programm verfügen. Die beiden Frontleute Björn Bergs und Julia Späinghaus sowie Stefan Wecker (Schlagzeug), Max Jalaly (Kontrabass) und Benjamin Schlanzke (Gitarre und Backing-Vocals) kleiden ihre Cover meist in ein lässig-jazziges Gewand, so dass auch ein düsterer Grunge-Song wie „Black Hole Sun“ von Soundgarden in einer entspannt-swingenen Version daherkommt.

Jinruh - Funk und Soul vom Feinsten. (Foto: Björn Othlinghaus)

Jinruh – Funk und Soul vom Feinsten. (Foto: Björn Othlinghaus)

Kraftvoll sang Julia Späinghaus den Hit „Creep“ von Radiohead, und das finale Werk, „Teenage Wedding“ von Chuck Berry, bekannt aus dem Film „Pulp Fiction“, zauberte ein Lächeln in die Gesichter der Zuhörer. Eine explosive Mischung aus Soul, Funk und R’n’B produzierte im Anschluss die Formation Jinruh, die bereits, allerdings noch unter dem vorläufigen Namen Koroma, bei der zweiten Heimathelden-Veranstaltung im Januar 2017 mit dabei war. Die Combo, deren Kern Sänger und Rapper Daniel Koroma sowie der Gitarrist und Sänger Bassam Eldodo bilden, tritt nahezu ausschließlich mit Eigenkompositionen auf, die den Saal auch diesmal wieder zum Kochen brachten. Treibende Rhythmen, zwingende Bässe und die Energie der Musiker – neben den beiden Frontleuten standen Noél Thieme (Gitarre), Dennis Awad (Schlagzeug), Thi Nguyen (Keyboard) und Duc Nguyen (Bass) auf der Bühne – sorgten für Hitze im Dahlmann-Saal. Eine ganz andere musikalische Richtung bedient die Band Sonnabend aus Lüdenscheid, die selbst geschriebene Gitarren-Popsongs in deutscher Sprache im Gepäck hatte.

Sängerin Hannah Kramer unterstütze die Formation Sonnabend. (Foto: Björn Othlinghaus)

Sängerin Hannah Kramer unterstütze die Formation Sonnabend. (Foto: Björn Othlinghaus)

Mastermind ist der Lüdenscheider Sänger und Gitarrist Klaus Sonnabend, der von den Musikern Martin Szalay (Bass und Gesang), Philip Ritter (Keyboard und Gesang) sowie Claus Schulte (Schlagzeug) unterstützt wird. Am Samstag wartete die Band darüber hinaus mit einigen Gast-Musikern auf. So überzeugte Hannah Kramer gesanglich neben dem Frontmann, und das Hip-Hop-Duo Hazefeld, bestehend aus Robin Brunsmeier und Sebastian Kreinberg, trug bei zwei Songs gekonnt vorgebrachte Rap-Passagen bei.

Die Zuschauer hatten bis in den frühen Morgen hinein ihren Spaß. (Foto: Björn Othlinghaus)

Die Zuschauer hatten bis in den frühen Morgen hinein ihren Spaß. (Foto: Björn Othlinghaus)

Während Tracks wie „Die Idee“ ordentlich rockten und für Stimmung sorgten, gingen leisere oder Midtempo-Stücke, zum Beispiel „Sag Bescheid“ oder „Ich tanz immer weiter“, leider bisweilen ein wenig in der allgemeinen Lautstärke unter, obwohl die Band musikalisch auf höchstem Niveau überzeugen konnte. Den Abschluss des Live-Programms übernahm schließlich das Duo Breddermann, das seine Fans wie gewohnt in Ekstase versetzte. Wenn es darum geht, Stimmung zu machen mit Cover-Songs aus Rock- und Pop, dann sind Christian Breddermann und Erkan Besirlioglu immer die richtigen Ansprechpartner.

Das Duo Breddermann setzte mit einem gewohnt energiegeladenen Auftritt einen spektakulären Schlusspunkt. (Foto: Björn Othlinghaus)

Das Duo Breddermann setzte mit einem gewohnt energiegeladenen Auftritt einen spektakulären Schlusspunkt. (Foto: Björn Othlinghaus)

Bei ihren ausladenden Fassungen von Mitsing-Stücken wie „Applaus, Applaus“ (Sportfreunde Stiller) oder „Wonderwall“ (Oasis) schaffen es die beiden mit ihrer ansteckenden guten Laune spielend, ihre Fans zum Klatschen, singen und tanzen zu bringen. Somit entließen Breddermann ihr Publikum erst nach unzähligen Zugaben gegen 1 Uhr und übergaben an DJ René, der nach dem Bühnenspektakel noch bis in den frühen Morgen für Stimmung vom Plattenteller sorgte.

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Comeback – Seit 20 Jahren Rock der 80er und 90er Jahre

Frank Denke (Gitarre, Gesang). (Foto: Björn Othlinghaus).

Das Repertoire der Lüdenscheider Cover-Formation Comeback ist breit gefächert und reicht, wie die Musiker bei ihrem Neujahrskonzert im Saal der Lüdenscheider Gaststätte Dahlmann am Samstag, 13. Januar 2018 versicherten, von den 70ern bis ins Jahr 2030.

Natürlich erkundete die sechsköpfige Band an diesem Abend dann doch eher die Vergangenheit als die ferne musikalische Zukunft und weckte bei ihren Fans im nahezu ausverkauften Dahlmann-Saal gerne Erinnerungen an die Jugendzeit. Dabei suchten sich die Musiker vor allem Werke aus den 80er und 90er Jahren aus, die sie in der Regel nicht nur nachspielten, sondern auf ihre eigene Weise interpretierten.

Auch das Publikum hatte an diesem Abend seinen Spaß. (Foto: Björn Othlinghaus)

Auch das Publikum hatte an diesem Abend seinen Spaß. (Foto: Björn Othlinghaus)

Die Formation Comeback ist bereits seit über 20 Jahren in wechselnden Besetzungen unterwegs und besteht derzeit aus Frank Denke (Gitarre, Gesang), Uli Knirsch (Bass, Gesang), Charly Hesmer (Akustik-Gitarre), Jorge Ribeiro (Keyboard, Saxophon), Wolfgang Pohl (Schlagzeug) und Sängerin Danny Denke, die jedoch nur bei einigen Songs mit den Musikern auf der Bühne stand. Für die Technik zeichnet Andy Hesmer verantwortlich. Das Versprechen der Band, dass das Publikum am Ende eines jeden Konzertes mit einem Lächeln den Saal verlässt, könnte am Samstag durchaus eingehalten worden sein, denn die vielen klassischen Rock-Songs sorgten für gute Laune. „The Road To Hell“ von Chris Rea, „Down Under“ von Men At Work oder „Beds Are Burning“ von Midnight Oil – alle wurden von den Musikern aus Lüdenscheid, Werdohl und Kierspe authentisch und mit viel Spielfreude interpretiert.

Keyboarder Jorge Ribeiro griff hin und wieder auch mal zum Saxophon. (Foto: Björn Othlinghaus)

Keyboarder Jorge Ribeiro griff hin und wieder auch mal zum Saxophon. (Foto: Björn Othlinghaus)

„Billy Jean“ aus der Feder von Michael Jackson präsentierten Comeback in einer originellen, locker-groovende Fassung mit Sängerin Danny Denke. Der Song „It’s My Life“ (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Song von Bon Jovi) ist zwar ein Gewächs der 80er Jahre und wurde von der Band Talk Talk verfasst, doch Comeback brachten im Dahlmann-Saal die Version von No Doubt aus dem Jahr 2003 zu Gehör. Schließlich kamen auch die Fans der deutschsprachigen Rockmusik nicht zu kurz, denn Comeback lieferten unter anderem ihre Adaption von Nenas „Irgendwie, Irgendwo, Irgendwann“ sowie im Rahmen des zweiten Sets ihre Sicht auf das intensive Stück „Der Spieler“ von Achim Reichel. Rockig präsentierten die Musiker zudem den Klassiker „First We Take Manhattan“ des 2016 verstorbenen Leonard Cohen. Als nächstes können sich Live-Musik-Fans auf eine Konzert mit dem Lüdenscheider Gitarristen Erkan Besirlioglu am Samstag, 3. Februar, ab 21 Uhr im Dahlmann-Saal freuen. Der Musiker wird dann auch einige Special Guests auf der Bühne begrüßen. Tickets gibt es für 7 Euro (Besucher, die ihre Karte vom Heimathelden-Konzert aufbewahrt haben, zahlen nur 4 Euro) sind ausschließlich an der Abendkasse erhältlich.Weitere Infos: www.gaststaette-dahlmann.de.

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YouTuberin Nicola Ahrens hilft bei Problemen des täglichen Lebens als „KleinstadtMädchen“

Kleinstadtmädchen Nicola Ahrens findet auf YouTube für viele Alltagssorgen eine Lösung. (Foto: Björn Othlinghaus).

Mit dem Video-Kanal YouTube beschäftigt sich Nicola Ahrens schon einige Jahre lang. Seit 2009 dreht und veröffentlicht sie Videos, doch erst 2012 wurde eine recht große und professionelle Angelegenheit daraus.

Nicolas YouTube-Kanal „KleinstadtMädchen“ hat derzeit bereits mehr als 2700 Abonnenten – ein schöner Erfolg, doch die Lüdenscheiderin hat langfristig das Ziel, noch deutlich mehr Menschen dazu zu bringen, ihren Kanal zu abonnieren. Derzeit hat Nicola Ahrens diesbezüglich sogar ein ganz konkretes Problem: wenn sie bis zum 20. Februar 2018 nicht mindestens 3000 YouTube-Abonnenten vorweisen kann, werden ihr seitens der Video-Plattform Tools und Features gestrichen! Schaut euch also in diesem Beitrag an, was die Lüdenscheiderin so treibt, und wenn es euch gefällt, unterstützt sie durch euer Abonnement! Wer sich die inzwischen sehr professionell gemachten Filme des Kleinstadtmädchens anschaut, ist in aller Regel an praktischer Lebenshilfe interessiert.

Wenn es im Leben mal nicht weitergeht, weiß das Kleinstadtmädchen Rat. (Foto: Björn Othlinghaus)

Wenn es im Leben mal nicht weitergeht, weiß das Kleinstadtmädchen Rat. (Foto: Björn Othlinghaus)

„Mein Angebot geht überwiegend in Richtung Motivation, Organisation und Herzensthemen“, erzählt Nicola. Dabei drehen sich ihre Videos vor allem um ihre eigenen Erfahrungen, thematisieren Erfolgserlebnisse, aber auch Rückschläge und erforschen, was die Ursache dafür gewesen sein könnte. In einem ihrer Clips erklärt das Kleinstadtmädchen zum Beispiel, wie befreiend es sein kann, sich von überflüssigen Dingen, die ohnehin nur Platz wegnehmen, ohne dass sie je benutzt werden, zu trennen, und ruft zur Minimalismus-Challenge auf. Wie spart man Zeit im Alltag und wie kann ein Umzug so leicht und effektiv wie möglich geplant und bewältigt werden? All dies erklärt das Kleinstadtmädchen aus der eigenen Lebenserfahrung heraus, und das auf unterhaltsame und unkomplizierte Weise. Zu den Themen „Effektives Einkaufen“ und „Erfolgreiches Organisieren“ kann der Nutzer ebenso etwas erfahren wie über bestimmte Techniken, selbstbewusster zu werden. Ernste und zudem durchaus persönliche Themen, die nicht zuletzt das eigene Leben der YouTuberin betreffen, spart sie ebenfalls nicht aus.


„Ich habe lange überlegt, ob ich einen Film über Mobbing machen sollte, da ich damit auch schon selbst schmerzliche Erfahrungen sammeln musste, aber ich habe mich dafür entschieden, um anderen von Mobbing betroffenen damit helfen zu können“, meint Nicola. Im Gegensatz zu ihren Anfängen auf YouTube, wo sie zunächst ihre Filme mit dem Handy aufnahm, hat sie ihr Angebot längst auch in optischer und grafischer Hinsicht verbessert. „Inzwischen filme ich mit einer Canon 750D-Spiegelreflex-Kamera und benutze Stativ, Fernbedienung und Scheinwerfer, um mein Büro, das als Studio fungiert, für die Aufnahmen professioneller auszuleuchten“, erzählt die YouTuberin. Ferner hat sie sich das Schnittprogramm „Premiere“ sowie die Software „After Effects“ für Animationen besorgt. Um die Nutzer zu besseren Filmen zu animieren, hält YouTube ein umfassendes Angebot an Workshops vor, das jedoch nur diejenigen kostenlos oder preisgünstig nutzen können, die bereits eine bestimmte Zahl an Abonnenten vorweisen können.

(Foto: Screenshot KleinstadtMädchen, YouTube)

(Foto: Screenshot KleinstadtMädchen, YouTube)

„Auch ich habe schon einmal solche Workshops in der YouTube-Base in Berlin besucht, die dort in die MET-Filmschool integriert ist“, erklärt Nicola Ahrens. Mit ihren rund 2700 Abonnenten kann sie jedoch nur eine bestimmte Auswahl an Workshop-Angeboten dort kostenfrei nutzen. „Die magische Schallmauer stellen in dieser Hinsicht 10.000 Abonnenten dar“, erklärt Nicola Ahrens. „Wenn diese Zahl überschritten ist, stehen dem YouTuber die attraktivsten Workshops offen.“ Diese interessieren sie auch deshalb, weil sie dort interessante neue Leute aus der Branche kennenlernen kann. Deshalb möchte sich das Kleinstadtmädchen in Zukunft noch stärker ins Zeug legen, um auch irgendwann einmal die Marke von 10.000 Abonnenten zu knacken.

(Foto Screenshot KleinstadtMädchen, YouTube)

(Foto Screenshot KleinstadtMädchen, YouTube)

Inzwischen gibt es nicht nur in den USA, sondern auch in Deutschland viele YouTuber, die in der Szene zu echten Stars avanciert sind – in diesem Zusammenhang nennt Nicola unter anderem Bibi von „Bibis Beauty Pallace“ sowie Julien Bam, die beide jeweils über beeindruckende vier Millionen Abonnenten verfügen. Bei allen Bestrebungen, eines Tages auch in den Olymp der YouTube-Stars aufzusteigen, hat das Kleinstadtmädchen aber immer noch den Anspruch, dass ihr Programm einen Nutzwert haben soll. „Ich könnte mir nicht vorstellen, einfach nur puren Quatsch oder Klamauk zu liefern“, betont Nicola, die im Schnitt drei Filme in der Woche produziert. Auf jeden Fall lohnt es sich, auf YouTube einmal beim KleinstadtMädchen vorbeizuschauen und sich locker präsentierte Ideen abzuholen, wie das eigene Leben einfacher, strukturierter und erfüllter gestaltet werden kann.

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Catfish Boobie – Die Kult-Bluesrocker aus dem Sauerland entdecken den Hardrock

Die Altdeutsche Bierstube hätte an diesem Abend kaum noch einen Fan mehr aufnehmen können. (Foto: Björn Othlinghaus).

Die Lüdenscheider Formation Catfish Boobie machte sich rar in den letzten Jahren.

2017 absolvierten die Blues-Rock-Veteranen, die unter anderem durch ihre Auftritte in dem inzwischen nicht mehr existierenden Musiklokal Beanery in den 70er und 80er Jahren bekannt und beliebt wurden, ganze zwei Konzerte, eines davon am Samstag, 30. Dezember 2017, in der Altdeutschen Bierstube in Lüdenscheid.

Roger Kirchhoff und Michael Pohlack. (Foto: Björn Othlinghaus)

Roger Kirchhoff und Michael Pohlack. (Foto: Björn Othlinghaus)

Da versteht es sich von selbst, dass die Location restlos ausverkauft und die Nachfrage so groß war, dass locker die doppelte Zahl an Eintrittskarten hätten an die Fans gebracht werden können. Dennoch möchten die Musiker nicht in einer größeren Location auftreten. „Wir sind nunmal eine Kneipenband“, erklärte Frontmann Udo Golombek, das einzige noch verbliebene Gründungsmitglied. Unterstützt wurde der Sänger an diesem Abend von Roger Kirchhoff (Gitarre), Michael Pohlack (Bass), Andreas Theil (Piano, Keyboard) und Jens vom Brocke (Schlagzeug). Auch wenn nicht mehr so viele Live-Auftritte absolviert werden, treffen sich die Musiker dennoch regelmäßig einmal wöchentlich im Probenraum und vergessen dabei nicht, immer wieder neues Material einzuüben. Dass sie sich dabei ein wenig von ihrem bisherigen bevorzugtem Genre, dem Rock ’n‘ Roll und dem Blues-Rock, wegbewegen hin zum deutlich rustikaleren Hardrock war beim Konzert deutlich zu spüren.

Die Blues-Rock-Veteranen haben durchaus auch junge Fans. (Foto: Björn Othlinghaus)

Die Blues-Rock-Veteranen haben durchaus auch junge Fans. (Foto: Björn Othlinghaus)

Während sich Udo Golombek gesanglich um die bewährten Rock ’n‘ Roll- und Blues-Rock-Nummern kümmerte, eben die Standards der Band wie zum Beispiel „Cocaine“ von Eric Clapton, „Old Time Rock ’n‘ Roll“ von Bob Seger oder „Hot Legs“ von Rod Stewart, schaltete sich Michael Pohlack als Sänger bei den Hard-Rock-Titeln ein und sorgte unter anderem bei „Demon’s Eye“ und „Space Truckin’“, beide von Deep Purple, dafür, dass es in der ohnehin schon mollig warmen Location noch hitziger zuging. Auch kernig: die Catfish-Version von „The Faith Healer“, einem heute beinahe vergessenen Klassiker der Alex Harvey Band von 1974, ebenfalls mit Michael Pohlack als Sänger. Weitere wichtige Bestandteile im Repertoire der Band, deren Niveau und technische Präzision immer wieder zu überzeugen weiß und die damit eine besondere Stellung unter den heimischen Cover-Bands einnimmt, sind die zahlreichen ZZ-Top-Titel.

Frontmann Udo Golombek ist das einzige verbliebene Gründungsmitglied der Formation. (Foto: Björn Othlinghaus)

Frontmann Udo Golombek ist das einzige verbliebene Gründungsmitglied der Formation. (Foto: Björn Othlinghaus)

Von den Texanern mit den langen Bärten ließ die Band diesmal unter anderem „La Grange“ und im Zugabenteil den Song „Tush“ erklingen. Zu Beginn des zweiten Sets zeigten Udo Golombek und Andreas Theil darüber hinaus, dass sie es auch deutlich gemächlicher angehen lassen können, nämlich mit einer charmanten Interpretation von Fats Dominos „Blueberry Hill“ aus den 60er Jahren. Sicher war diese Nummer als Hommage an den Ende Oktober 2017 verstorbenen Blues-Pianisten und Sänger zu verstehen. Im Anschluss an die offiziell 30 Nummern der beiden Sets legten die Musiker für das begeisterte Publikum schließlich noch diverse Zugaben nach. Für das Jahr 2018 will die Band wieder mehr Auftritte absolvieren, damit alle Fans die Möglichkeit haben, Catfish Boobie live zu erleben.

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Clearwater Revival spielten die CCR-Klassiker in gewohnter Qualität

Kaum zu glauben, dass Sänger Joe Mizzi am Freitag, 19. Januar 2018, als Ozzy Osbourne bei Dahlmann zu sehen sein wird. (Foto: Björn Othlinghaus).

Ein echter Tribute-Klassiker erwartete die Gäste am Freitag, 29. Dezember 2017, im Saal der Gaststätte Dahlmann in Lüdenscheid.

Die Formation Clearwater Revival hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Werke der Rock- und Country-Legenden von Creedence Clearwater Revival (CCR) sowie ihres Masterminds John Fogerty zu interpretieren, der neben seinen Aktivitäten mit der Band auch noch zahlreiche Solo-Alben und damit zusätzliches Material für die Tribute-Combo veröffentlichte.

Gitarrist Guido Pyka. (Foto: Björn Othlinghaus)

Gitarrist Guido Pyka. (Foto: Björn Othlinghaus)

Clearwater Revival sind längst Stammgäste bei Dahlmann und bestehen neben dem maltesischen Frontmann Joe Mizzi aus Robin Stone (Gitarre, Gesang), Guido Pyka (Gitarre, Gesang) sowie Andreas Kuhlmann (Bass, Gesang). Am Schlagzeug nimmt normalerweise Andreas Kurth Platz, der jedoch diesmal durch Hubert Hering vertreten wurde. Bei dem Konzert mit freiem Eintritt handelte es sich um ein Dankeschön des Dahlmann-Teams unter der Leitung von Christiana „Nanni“ Lange und Jürgen Wigginghaus für alle treuen Gäste des Event-Lokals. Wohl auch aufgrund des mäßigen Wetters hätte der Dahlmann-Saal noch einige Gäste mehr aufnehmen können – dennoch präsentierten sich die CCR-Fans gut gelaunt und freuten sich über dargebotene Live-Musik. Clearwater Revival servierten wie gewohnt alle großen CCR- und Fogerty-Hits, die sie authentisch und schnörkellos darboten. Angefangen mit dem Opener „Born On The Bayou“ setzten sie das erste Set mit „Green River“ und „Down On The Corner“ fort.

Auch Robin Stone (links), sonst eher als Sänger auf die Werke von Rod Stewart und Chris Norman (Smokie) spezialisiert, war an diesem Abend mit seiner Gitarre dabei. (Foto: Björn Othlinghaus)

Auch Robin Stone (links), sonst eher als Sänger auf die Werke von Rod Stewart und Chris Norman (Smokie) spezialisiert, war an diesem Abend mit seiner Gitarre dabei. (Foto: Björn Othlinghaus)

„Wir können beides: Country und Western“ versicherten die Musiker augenzwinkernd und spielten zum Beweis den Country-Klassiker „Jambalaya“. „Bad Moon Rising“ folgte der Hinweis auf eine Live-CD von Clearwater-Revival, die im neuen Jahr erscheinen wird. Im Laufe des zweiten Sets begeisterte Gitarrist Guido Pyka bei „Suzi Q“ mit einem perfekten Gitarren-Solo, bei dem er das Instrument während des Spiels hinter dem Kopf hielt. Bewegend wurde es schließlich bei der Ballade „Long As I Can See The Light“, die Sänger Joe Mizzi seinem Vater widmete, der am Veranstaltungstag vor sieben Jahren verstarb.

Im Eventlokal Dahlmann gehören die Musiker von Clearwater Revival bereits zur Stammbelegschaft. (Foto: Björn Othlinghaus)

Im Eventlokal Dahlmann gehören die Musiker von Clearwater Revival bereits zur Stammbelegschaft. (Foto: Björn Othlinghaus)

Immer wieder hörenswert ist zudem die schwungvolle Interpretation von „Cotton Fields“, einem klassischen Country-Song, den CCR in ihr Album „Willy And The Poor Boys“ aufnahmen und seither immer wieder gern interpretierten. Am Freitag, 19. Januar 2018, kommen in der Gaststätte Dahlmann die Black-Sabbath-Fans auf ihre Kosten. Ab 21 Uhr können sie die Tribute-Band Sabbra Cadabra bewundern – mit Clearwater-Revival-Frontmann Joe Mizzi als Ozzy Osbourne! Man darf gespannt sein! Tickets sind ab sofort zum VVK-Preis von 12 Euro zzgl. Gebühr (AK 15 Euro) im LN-Ticketshop in Lüdenscheid, beim Süderländer Tageblatt (Plettenberg), beim Süderländer Volksfreund (Werdohl), beim Altenaer Kreisblatt (Altena), bei der Meinerzhagener Zeitung (Meinerzhagen) sowie über info@gaststaette-dahlmann.de und in der Gaststätte Dahlmann erhältlich. Weitere Infos: www.gaststaette-dahlmann.de.

(Foto: Björn Othlinghaus)

The Peteles und Breddermann – Live-Musik mit Hommage an die Fab Four

Die Peteles servierten Beatles-Songs satt. (Foto: Björn Othlinghaus).

Unter der Motto „All You Need Is Love“ kamen am Samstag im Saal der Gaststätte Dahlmann nicht nur die Beatles-Fans bei der Formation The Peteles auf ihre Kosten.

Als Einheizer und Support-Act war zunächst das heimische Duo Breddermann, bestehend aus Christian Breddermann (Gesang, Cajon) und Erkan Besirlioglu (Gitarre, Gesang) zu sehen und zu hören. Gut gelaunt und mit viel Power präsentierten die beiden ihre abwechslungsreiche Mischung aus aktuellen Pop- und Rocksongs, die auch am Samstag wieder schnell im Saal für Stimmung sorgte, darunter „Wonderwall“ von Oasis oder als vom Publikum lautstark verlangte Zugabe der Song „Junimond“ von Rio Reiser.

Breddermann rockten als Support-Act den Saal. (Foto: Björn Othlinghaus)

Breddermann rockten als Support-Act den Saal. (Foto: Björn Othlinghaus)

Im Anschluss enterte die Beatles-Tribut-Formation The Peteles die Bühne. Die Geschichte, woher sie ihren ungewöhnlichen Bandnamen haben, erzählen die vier Musiker immer wieder, obwohl höchstens ein Körnchen Wahrheit darin steckt. Denn gemäß der Legende erkannten die vier Beatles-Fans, dass sie alle mit Vornamen Peter heißen, und wählten den Bandnamen als Wortneuschöpfung aus diesem Namen und dem Bandnamen der musikalische Vorbilder. Doch auch, wenn sie sich Pete Lennon, Pete McCartney, Pete Harrison und Pete Starr nennen, ist tatsächlich nur ein Peter in der Truppe aktiv, und zwar Peter Seel, der singt und die Rhythmus-Gitarre bedient. Unterstützt wird er von Marco Orthen (Bass, Gesang), Armin Seibert (Lead-Gitarre, Gesang) und Tino Moskopp (Schlagzeug, Gesang).

Die Peteles zeigten ebenso Sinn für weihnachtliche Stimmung wie ... (Foto: Björn Othlinghaus)

Die Peteles zeigten ebenso Sinn für weihnachtliche Stimmung wie … (Foto: Björn Othlinghaus)

Einerseits spielen die Musiker die Songs der wohl berühmtesten und erfolgreichsten Band der Welt authentisch nach, andererseits arbeiten sie aber auch immer wieder gerne Songs anderer Musiker in ihre Sets ein. Am Samstag waren dies unter anderem „With Or Without You“ von U2 sowie „Walk Like An Egyptian“ von den Bangles. Darüber hinaus würzen die Musiker die Stücke der Fab Four immer wieder mit ausgiebigen Soli, die für Stimmung sorgen, wobei natürlich auch viele Soli bereits im Original enthalten sind. Bestes Beispiel hierfür ist natürlich die Harp-Passage in „Love Me Do“, die Peter Seel kongenial zu Gehör brachte.

... Erkan Besirlioglu, eine Hälfte des Duos Breddermann. (Foto: Björn Othlinghaus)

… Erkan Besirlioglu, eine Hälfte des Duos Breddermann. (Foto: Björn Othlinghaus)

Im Ganzen arbeitete die Combo alle Hits ab, die die Briten bekannt und erfolgreich gemacht haben, angefangen bei den älteren Nummern wie „From Me To You“, den die Band bei einem Auftritt in einer BBC-Show erstmals spielte und bei dem es sich um den ersten Nr. 1 Hit der Beatles handelt, bis zu Titeln aus dem Album „Yellow Submarine“ wie zum Beispiel „Nowhere Man“. Den Fans gefiel die Mischung aus den beiden prall gefüllten Sets mit 30 Beatles-Klassikern, bei denen alle bestens feiern und mitsingen konnten. Weitere Infos: www.gaststaette-dahlmann.de.

(Foto: Björn Othlinghaus)

Cover vom Feinsten mit Ohne Yoko im Dahlmann-Saal

Die Musiker von Ohne Yoko boten Cover-Songs vom Feinsten. (Foto: Björn Othlinghaus).

Live-Musik satt gab es am zweiten Weihnachtstag 2017 im Saal der Lüdenscheider Gaststätte Dahlmann, denn die Cover-Formation Ohne Yoko brannte an diesem Abend eine gigantische, dreigeteilte Setliste mit über 40 Songs ab.

Das Konzert lief unter dem Motto „Christmas Rock“ und stellte die Nachfolgeveranstaltung des beliebten „Christmas Rock“ in der Schützenhalle mit den Queen Kings dar. Ohne Yoko haben ein breit gefächertes Repertoire und schlagen den Spagat von Songs der 70er Jahre bis zu den Chart-Hits der Gegenwart.

Sängerin Patrizia Camassa. (Foto: Björn Othlinghaus)

Sängerin Patrizia Camassa. (Foto: Björn Othlinghaus)

Dieses breite Spektrum, aber auch die Liebe und Leidenschaft der Bandmitglieder für die Musik, die ihnen in jeder Minute ihrer Konzerte anzumerken ist, schätzen die Fans an der beliebten Combo. Den Kern der 2004 gegründeten Band bilden die beiden Sängerinnen Patrizia Camassa und Nicole Friese, unterstützt werden sie durch Marc Friese (Bass, Backing-Vocals), Axel Eberl (Gitarre), Heiko Lautwein (Gitarre) und Stefan Kolbes (Schlagzeug, Gesang). Der Umstand, dass die Musiker überwiegend Songs spielen, die sie auch selbst gerne hören, macht sich in der Spielfreude und Ausdauer der Band bemerkbar. Darüber hinaus werden die unterschiedlichsten Geschmäcker bedient. Im Anschluss an den einleitenden Titel „Walking On Sunshine“ durfte das immer wieder gern gehörte „Hollywood Hills“ von Sunrise Avenue, gesungen von Patrizia Camassa, ebenso wenig fehlen wie „You Shook Me All Night Long“ von AC/DC, das beide Sängerinnen im Duett zu Gehör brachten.

Das Publikum zeigte sich von der abwechslungsreichen musikalischen Mischung von Ohne Yoko begeistert. (Foto: Björn Othlinghaus)

Das Publikum zeigte sich von der abwechslungsreichen musikalischen Mischung von Ohne Yoko begeistert. (Foto: Björn Othlinghaus)

„Roxanne“ von Police, „Rolling In The Deep“ von Adele, „Simply The Best“ von Tina Turner, „Millionen Lichter“ von Christina Stürmer, „Sexy“ von Marius Müller-Westernhagen – all diese unterschiedlichen Songs bringen Ohne Yoko zusammen und bieten so eine bunte musikalische Konfektschale an, in der garantiert für jeden etwas dabei ist. Selbst der Neo-Disco-Hit „Get Lucky“ von Daft Punk findet Platz in der Ohne-Yoko-Wundertüte. Somit machen auch die typischen Überraschungsmomente, die sich einstellen, wenn der eigene Lieblingssong gespielt wird, den Reiz der Combo aus und sorgen dafür, dass das Publikum auch nach drei Sets mit 40 Songs noch etliche Zugaben einforderte. Weitere Infos: www.gaststaette-dahlmann.de.

(Foto: Björn Othlinghaus)

Erfolgreiches Weihnachtskonzert der Rahmeder Chöre in Lüdenscheid

Sowohl auf der „Bühne“ als auch im Zuschauerraum war die Christuskirche prall gefüllt. (Foto: Björn Othlinghaus).

Am Freitag, 22. Dezember 2017, fand das 20. Weihnachtskonzert der Rahmeder Chöre in der Lüdenscheider Christuskirche unter der Überschrift „Zündet die Lichter der Freude an“ statt.

Da Heiligabend diesmal auf einen Sonntag und somit auf den vierten Advent fiel, an dem das Konzert normalerweise stattfindet, luden die Rahmeder Chöre ausnahmsweise bereits am Freitag in die Christuskirche ein, und zwar zu späterer Stunde als sonst. Die Konzeption der beliebten Veranstaltung, bei der auch diesmal wieder die Kirche fast bis auf den letzten Platz gefüllt war, übernehmen die drei Chorleiter Irene Glörfeld, Hanno Kreft und Sofia Wawerla im Wechsel.

Die drei Chorleiter bildeten im Rahmen einer Darbietung ein Gesangstrio. (Foto: Björn Othlinghaus)

Die drei Chorleiter bildeten im Rahmen einer Darbietung ein Gesangstrio. (Foto: Björn Othlinghaus)

Diesmal zeichnete Sofia Wawerla für das abwechslungsreiche Programm des Abends verantwortlich, an dem mit dem MGV Union Oberrahmede (Leitung: Sofia Wawerla, an diesem Abend mit Gast-Sängern des Brügger MGV Philomele), YoCanto (ehemalige Sängerinnen der Rahmeder Spatzen, Leitung: Irene Glörfeld), Chorpacabana (Leitung: Sofia Wawerla) und dem Frauenchor Cantabile (Leitung: Hanno Kreft) wieder alle Rahmeder Chöre beteiligt waren. Im Anschluss an das gemeinsam in deutscher Sprache gesungene „Wait For The Lord“ unter dem Dirigat von Hanno Kreft griffen die Sänger des MGV Union und des Brügger MGV Philomele beschwingt das Motto des Abends mit dem gleichnamigen Lied „Zündet die Lichter der Freude an“ auf. Ferner präsentiertem sie im Rahmen seines ersten Auftritts das feierliche „Friedensglocken, Weihnachtszeit“.

Der Chor YoCanto bildete sich aus ehemaligen Sängerinnen der Rahmeder Spatzen. (Foto: Björn Othlinghaus)

Der Chor YoCanto bildete sich aus ehemaligen Sängerinnen der Rahmeder Spatzen. (Foto: Björn Othlinghaus)

In der zweiten Konzerthälfte überzeugten die Sänger der beiden Chöre, die gut miteinander harmonierten, mit dem „Weihnachtszauber“ sowie dem getragenen „Es blüht eine Rose zur Weihnachtszeit“. Mit der Formation YoCanto machten am Freitag nur scheinbar neue Akteure beim Konzert der Rahmeder Chöre mit, denn bei den Sängerinnen handelte es sich um ehemalige Mitglieder der Rahmeder Spatzen, die schon immer zur Stammbesetzung des Weihnachtskonzertes gehörten. Unter der Leitung von Irene Glörfeld brachte der Chor zunächst „Weihnachten wird es wieder“, ein Lied aus der Feder der heimischen Chorleiterin und Komponistin Maidi Langebartels, zu Gehör, gefolgt von „Little Donkey“, bei dem Tzvetanka Wiegand wie noch öfters bei dieser Veranstaltung die Klavierbegleitung übernahm. Im Rahmen ihres zweiten Auftritts brachten die Sängerinnen das traditionelle italienische Lied „Zu Bethlehem überm Stall“ sowie „The Angels Song“ zu Gehör.

Die Zuschauerränge waren nahezu bis auf den letzten Platz gefüllt. (Foto: Björn Othlinghaus)

Die Zuschauerränge waren nahezu bis auf den letzten Platz gefüllt. (Foto: Björn Othlinghaus)

Der Männerchor Chorpacabana ist für sein modernes und frisches Repertoire bekannt, das er unter der Leitung von Sofia Wawerla launig präsentiert. Für den Weihnachts-Klassiker „Driving Home For Christmas“ von Chris Rea hatten die Sänger eigens ein Bobby-Car mitgebracht, den Song „Halleluja“ von Leonard Cohen trug der Chor akzentuiert und detailreich vor. Später hatten sich die Sänger dann mit „White Winter Hymnal“ ein sehr anspruchsvoll zu singendes Stück ausgesucht, dessen gesangliche Hürden überwiegend souverän genommen wurden. Der charmante Rock’nRoll-Song „Run Rudolph Run“ rundete das Chorpacabana-Programm ab. Vier feierliche Werke hatten schließlich die Damen des Frauenchor Cantabile für ihre beiden Auftritte zusammengestellt. Ihr Programm wurde mit dem Adventslied „Tochter Zion“ von Georg Friedrich Händel sowie mit „Zu Bethlehem geboren“ eröffnet, später folgte das skandinavische Weihnachtslied „Heil’ge Nacht“, bei dem Chorleiter Hanno Kreft ein Gesangssolo beisteuerte, sowie das nuancenreich gesungene „Weihnachtswiegenlied“ von John Rutter.

Sängerinnen des Frauenchores Cantabile. (Foto: Björn Othlinghaus)

Sängerinnen des Frauenchores Cantabile. (Foto: Björn Othlinghaus)

Zwischendurch waren die drei Chorleiter Irene Glörfeld, Sofia Wawerla und Hanno Kreft als Gesangstrio zu hören und interpretierten das Werk „Tolite hostiasaus“ aus dem Oratorio de Noel von Camille Saint-Saëns. Abschließend sangen Chorpacabana und YoCanto den Song „We Are The World“ von Michael Jackson und Lionel Richie, und das mit dem Publikum gesungene „O du fröhliche“ als Abschluss durfte ebenfalls nicht fehlen. Bei den Danksagungen freute sich Chorleiterin Irene Glörfeld schließlich über eine besonders nette Geste ihrer Schützlinge von YoCanto: Die Sängerinnen stimmten für sie kurz das Lied „Hamma“ von Culcha Candela an.

(Foto: Björn Othlinghaus)

Besinnliches und rockiges zugunsten der Aktion Wigginghausen

An dem gut dreistündigen Programm waren viele junge Musikerinnen und Musiker beteiligt. (Foto: Björn Othlinghaus).

Vieles war wie immer, einiges aber auch ganz anders beim 36. Vorweihnachtlichen Konzert zugunsten der Aktion Wigginghausen in Lüdenscheid am Sonntag, 17, Dezember 2017 in der Lüdenscheider Schützenhalle.

Dr. Wolfgang Schröder, Aufsichtsratsvorsitzender der Lebenshilfe, begrüßte wieder eine große Zahl an Menschen, die sich in vorweihnachtliche Stimmung versetzen und sich gleichzeitig für Menschen mit Behinderungen engagieren wollten. Sein Dank galt den Unterstützern der Veranstaltung Felice Bucci, Livesound Music, dem Musikhaus Auth, dem STL Lüdenscheid, der Werbeagentur Masloff, allen ehrenamtlichen Helfern sowie der Damenkompanie der Lüdenscheider Schützengesellschaft, die den Getränkeausschank übernahm.

Sängerinnen des Lüdenscheider Kinderchores. (Foto: Björn Othlinghaus)

Sängerinnen des Lüdenscheider Kinderchores. (Foto: Björn Othlinghaus)

Bereits zum zweiten Mal moderierte Anna Schnau die Veranstaltung, die diesmal nicht nur mit Orchestern und Chören aus Lüdenscheid und Umgebung, sondern erstmals auch mit der heimischen Singer-Songwriter-Formation „HonigMut“ sowie der John „Christmas“ Band aufwartete. Der Auftakt des Konzertes erfolgte jedoch traditionell mit dem Jugendsinfonieorchester der Musikschule der Stadt Lüdenscheid und dem Lüdenscheider Kammerorchester unter der Gesamtleitung von Karin Zabel. Im Anschluss an das „Christmas Festival“ begeisterte das poetische Werk „Scene de Ballet op. 100“ von Charles Auguste des Beriot das Publikum, nicht zuletzt aufgrund der solistischen Leistung von Alexandra Meier an der Violine. Danach verzauberten die Kinder und Jugendlichen des Lüdenscheider Kinderchores und der Mädels deLüKCs unter der Leitung von Aleksandra Diamantaki ihr Publikum.

Nando Andreas und Melina Fuhrmann von der Formation "HonigMut". (Foto: Björn Othlinghaus)

Nando Andreas und Melina Fuhrmann von der Formation „HonigMut“. (Foto: Björn Othlinghaus)

Sie starteten traditionell mit dem Weihnachtslied „Stille Nacht“, hatten aber unter anderem auch den Song „We Are The World“ im Gepäck. „HonigMut“ feierten mit ihrem Auftritt in der Schützenhalle eine Premiere. Den Kern der Formation bildet das Singer-Songwriter-Duo Melina Fuhrmann (Gesang) und Nando Andreas (Gitarre, Gesang). Unterstützt wurden die beiden von Patrick Honzig am Cajón. Weihnachtslieder spielte die Lüdenscheider Combo nicht, dafür aber eine Auswahl ihrer selbst geschriebenen Popsongs wie „Küss mich“ oder „Lass uns schweben“.

Die John "Christmas" Band lies den Tannenbaum beben. (Foto: Björn Othlinghaus)

Die John „Christmas“ Band lies den Tannenbaum beben. (Foto: Björn Othlinghaus)

Das Publikum war begeistert und forderte eine Zugabe ein, die die Musiker mit „Wo fängt dein Himmel an“ von Philipp Poisel lieferten. Ebenfalls neu im Programm war die John „Christmas“ Band. Markus „Hardy“ Hartkopf (Gitarre, Gesang), Daniel Hartkopf (Schlagzeug, Gesang) und Ivo Rissone (Bass, Gesang) sind sonst als John Porno Band unterwegs und spielten am Sonntag ausschließlich kernig verrockte Weihnachtslieder. Den jüngeren Zuschauern machte die vergnügliche Pogo-Version von „Rudolph The Rednosed Reindeer“ oder „Let It Snow“ mit Heavy-Metal-Anleihen ganz sicher Spaß.

Musikerinnen des Versetaler Musikzuges. (Foto: Björn Othlinghaus)

Musikerinnen des Versetaler Musikzuges. (Foto: Björn Othlinghaus)

Den älteren könnte freilich der eine oder andere Song der technisch versiert aufspielenden Combo etwas zu krachend in die vorweihnachtlich-besinnliche Parade gefahren sein. Leonard Cohens „Halleluja“ beendete das dennoch erfrischende Set des Trios. Einen feierlichen Schlusspunkt setzte der Versetaler Musikzug unter der Leitung von Matthias Lipski mit vielen Standards wie dem Weihnachts-Medley „In heiliger Nacht“ und der „Petersburger Schlittenfahrt“, aber auch der „Bohemian Rhapsody“ von Queen oder einem Auszug aus dem Musical „Tanz der Vampire“.