Dagewesen, Musik
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Bonfire rockt – Eine verjüngte Version der 80-Jahre-Rockband dreht auf!

(Foto: Björn Othinghaus)
Hans Ziller, Gründer und Mastermind von Bonfire. (Foto: Björn Othlinghaus)

Die bekannte 80er-Jahre-Rockband Bonfire stand am 2. September 2016 erstmals in Lüdenscheid im Saal der Gaststätte Dahlmann auf der Bühne.

Die Formation wurde von dem Gitarristen Hans Ziller unter dem Namen Cacumen bereit im Jahr 1972 gegründet, firmiert jedoch unter Bonfire seit 1986 und verzeichnete vor allem in den 80ern und in den frühen 2000er Jahren zahlreiche Erfolge. Vor rund 150 begeisterten Fans standen neben Bandgründer Ziller Frontmann Alexx Stahl, Gitarrist Frank Pané, Bassist Ronnie Parkes und Schlagzeuger Tim Breideband auf der Bühne – allesamt keine alteingesessenen Bandmitglieder sondern im wesentlichen innerhalb der letzten zwei Jahre dazugestoßen.

Alexx Stahl, der als Sänger erst in diesem Jahr zur Combo gestoßen ist. (Foto: Björn Othlinghaus)

Alexx Stahl, der als Sänger erst in diesem Jahr zur Combo gestoßen ist. (Foto: Björn Othlinghaus)

Die motivierten Musiker lieferten einen überaus druckvollen, energiegeladenen Gig ab. Der typische 80er-Jahre-Rock der Band ist freilich eher für große Hallen oder gar Stadien gemacht als für einen kleineren Club, doch die Stimmung im zu zwei Dritteln gefüllten Dahlmann-Saal war dennoch begeistert bis euphorisch. Kein Wunder, denn Ziller enthielt seinen treuen Fans die Klassiker der Formation nicht vor. Als Opener donnerte „Strike Back“ aus den Lautsprechern, und „Under Blue Skies“ kam überaus wuchtig daher. Ein besonderer Bonfire-Titel ist der Song „Sword and Stone“, der nicht aus der Feder von Hans Ziller stammt, sondern eigentlich für das Kiss-Album „Crazy Nights“ geschrieben wurde.

Gute Stimmung im Dahlmann-Saal. (Foto: Björn Othlinghaus)

Gute Stimmung im Dahlmann-Saal. (Foto: Björn Othlinghaus)

Die Bonfire-Fassung fand dann immerhin auf dem Soundtrack von Wes Cravens Horror-Spektakel „Shocker“ Einzug. Bei Dahlmann machte der Song ganz besonders Laune, da es sich um besten Power-Rock zum abfeiern handelt. Dass Bonfire auch kernige Rock-Balladen können, bewiesen bei „Give It A Try“, der sich durch ein kurzes, knackiges Gitarreninferno im Mittelteil auszeichnet. Doch gleich im Anschluss war es auch schon wieder vorbei mit den moderat leiseren Tönen und bei „Nothing At All“, der mächtig nach vorne losgeht, ausgelassenes Feiern angesagt. Diese neuere Werk der Band galoppierte äußerst zügig durch die Gehörgänge, wobei alle Saitenartisten ausgelassen auf ihren Instrumenten schwuppten, bis die Finger glühten. Das melodiöse 80er-Jahre-Rockstück „American Nights“ sowie das schwere, bombastische „S.D.I.“ taten ein übriges, um das Publikum an diesem Abend rundum zufrieden zu stellen.

Shirt gesichert! (Foto: Björn Othlinghaus)

Shirt gesichert! (Foto: Björn Othlinghaus)

Als Sahnehäubchen kündigten die Musiker dann noch für April 2017 ein neues Studio-Album an, so dass es auch nach den beiden Zugaben „You Make Me Feel“ und „Champion“ etwas gab, auf das sich der Bonfire-Fan freuen konnte. Nach dem Gig kümmerten sich die Musiker noch rührend um ihre Fans, kamen zum Merch-Stand für ein Pläuschchen, gaben Autogramme und knippsten Fotos und Selfies. Genau so soll es sein! Rockfans können sich schon auf ein weiteres Highlight bei Dahlmann freuen: am Samstag, 12. November, ist die Led-Zeppelin-Tribute-Band Lead Zeppelin ab 21 Uhr (Einlass 20 Uhr) bei Dahlmann zu sehen und zu hören. Weitere Infos: www.gaststaette-dahlmann.de.

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Kategorie: Dagewesen, Musik

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In einer Ramsch-Kiste mit Taschenbüchern wurde ich, gerade mal 10 Jahre alt, fündig. Das – wie ich im Nachhinein feststellte – inkompetenteste Film-Nachschlagewerk dieser Erde, „Das Lexikon des Science-Fiction-Films“ von Roland M. Hahn, weckte mein Interesse für bewegte Bilder. Ich „zerlas“ es völlig (und auch seine nicht weniger missratenen Nachfolger über die Genres „Fantasy“ und „Horror“). Echtes Interesse für die Pop- und Rockmusik kam dagegen erst Jahre später – mit der ersten eigenen kleinen Hifi-Anlage und der CD „The Road to Hell“ von Chris Rea.

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