Dagewesen, Musik
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Boppin‘ B beim Kult.Park-Festival – Rock’n Roll mit der „Scheißkapelle“

(Foto: Björn Othlinghaus)
Golo Sturm, Gitarrist und manchmal auch Sänger von Boppin’B. (Foto: Björn Othlinghaus)

Das Kult.Park-Festival im Kulturhauspark in Lüdenscheid erreichte am 19. und 20. August 2016 seine beiden Höhepunkte, denn die Veranstalter rund um Gastronom Oli Straub konnten mit zwei besonderen Konzerten aufwarten: Am Freitag starteten Boppin’B durch, am Samstag waren die Pop-Punk-Ikonen von Extrabreit (hiervon gibt’s einen separaten Bericht hier auf Worteffekte) zu sehen.

Zunächst aber zu den Jungs von Boppin’B! Seit ihrer Gründung im Jahr 1985 sind die Aschaffenburger in der Rockabilly-Szene eine echte Hausnummer und waren manchem Lüdenscheider noch als Teilnehmer des leider vor einigen Jahren eingestellten Jazz-Festivals im Stern-Center in bester Erinnerung.

Durch die Menge mit dem Kontrabass: Didi Beck von Boppin'B. (Foto: Björn Othlinghaus)

Durch die Menge mit dem Kontrabass: Didi Beck von Boppin’B. (Foto: Björn Othlinghaus)

Bei ihrem Open-Air-Gig am 19. August überzeugten die fünf Jungs um Frontmann Sebastian Bogensperger nicht nur musikalisch, sondern ein ums andere Mal auch in artistischer Hinsicht. Insbesondere Kontrabassist Didi Beck ließ es sich nicht nehmen, mit seinem gigantischen Instrument auf der Bühne herumzuwirbeln oder sich sogar unter die Menge zu mischen, um seinen Bass hoch über den Köpfen der Zuschauer zu schwingen, natürlich ohne dabei sein präzises Spiel aus den Augen zu verlieren. Rock’n Roll, vermischt mit den unterschiedlichsten Einflüssen von Ska über Punk bis Pop, brachte den Fans Spaß und Unterhaltung satt.

Boppin'B-Frontmann Sebastian Bogensperger. (Foto: Björn Othlinghaus)

Boppin’B-Frontmann Sebastian Bogensperger. (Foto: Björn Othlinghaus)

Der Party-Kracher „Have A Good Time“ vom aktuellen Boppin’B-Album, das die Band nach sich selbst benannt hat, durfte ebenso wenig fehlen wie die kernige Country-Granate „Take Me“ oder Bruce Springsteens „I’m On Fire“, das ebenfalls als fröhliche Country-Version daherkam und bei dem die Combo ihr Publikum zum Mitsingen animierte. In „Lonely Frog“ ließen die Musiker schließlich den Frosch von der Leine und machten aus „King Of The Bongo“ von Manu Chao einen kernigen Pogo-Rock’n Roller. Natürlich durfte auch das Markenzeichen und der „Running Gag“ der Aschaffenburger, der bei ihren Gigs gleich mehrmals für Stimmung sorgt, nicht fehlen: nach ihrer Frage „Do you feel alright“ antwortet das Publikum lautstark mit „Scheißkapelle!“.

Das Publikum hatte seinen Spaß. (Foto: Björn Othlinghaus)

Das Publikum hatte seinen Spaß. (Foto: Björn Othlinghaus)

Im Anschluss an einem Dank der Musiker an das Team der Gaststätte „Dahlheimer“ für die gute Bewirtung – gemeint war natürlich Lüdenscheids Eventlokal Dahlmann – gab es für die Fans musikalischen Nachschlag, unter anderem mit der Rockabilly-Fassung von Depeche Modes „Enjoy The Silence“ oder einer Nummer aus der Anfangszeit von Boppin’B, „Ein toller Tag“. Dieses Werk erinnerte ein wenig an die Spider Murphy Gang, natürlich ohne Bayrisch. Als Support sorgten an diesem Abend die Fueltones aus Lüdenscheid mit Klassikern aus dem Blues- und Rockbereich für Stimmung. Die Jungs spielten unter anderem Hits wie „Jumpin‘ Jack Flash“ von den Stones, einige Klassiker von ZZ Top sowie Songs der Woodstock-Veteranen von Canned Heat. Eine ideale und hörenswerte Einstimmung auf den Hauptact des Abends.

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Kategorie: Dagewesen, Musik

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In einer Ramsch-Kiste mit Taschenbüchern wurde ich, gerade mal 10 Jahre alt, fündig. Das – wie ich im Nachhinein feststellte – inkompetenteste Film-Nachschlagewerk dieser Erde, „Das Lexikon des Science-Fiction-Films“ von Roland M. Hahn, weckte mein Interesse für bewegte Bilder. Ich „zerlas“ es völlig (und auch seine nicht weniger missratenen Nachfolger über die Genres „Fantasy“ und „Horror“). Echtes Interesse für die Pop- und Rockmusik kam dagegen erst Jahre später – mit der ersten eigenen kleinen Hifi-Anlage und der CD „The Road to Hell“ von Chris Rea.

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