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Catfish Boobie – Die Kult-Bluesrocker aus dem Sauerland entdecken den Hardrock

(Foto: Björn Othlinghaus)
Die Altdeutsche Bierstube hätte an diesem Abend kaum noch einen Fan mehr aufnehmen können. (Foto: Björn Othlinghaus).

Die Lüdenscheider Formation Catfish Boobie machte sich rar in den letzten Jahren.

2017 absolvierten die Blues-Rock-Veteranen, die unter anderem durch ihre Auftritte in dem inzwischen nicht mehr existierenden Musiklokal Beanery in den 70er und 80er Jahren bekannt und beliebt wurden, ganze zwei Konzerte, eines davon am Samstag, 30. Dezember 2017, in der Altdeutschen Bierstube in Lüdenscheid.

Roger Kirchhoff und Michael Pohlack. (Foto: Björn Othlinghaus)

Roger Kirchhoff und Michael Pohlack. (Foto: Björn Othlinghaus)

Da versteht es sich von selbst, dass die Location restlos ausverkauft und die Nachfrage so groß war, dass locker die doppelte Zahl an Eintrittskarten hätten an die Fans gebracht werden können. Dennoch möchten die Musiker nicht in einer größeren Location auftreten. „Wir sind nunmal eine Kneipenband“, erklärte Frontmann Udo Golombek, das einzige noch verbliebene Gründungsmitglied. Unterstützt wurde der Sänger an diesem Abend von Roger Kirchhoff (Gitarre), Michael Pohlack (Bass), Andreas Theil (Piano, Keyboard) und Jens vom Brocke (Schlagzeug). Auch wenn nicht mehr so viele Live-Auftritte absolviert werden, treffen sich die Musiker dennoch regelmäßig einmal wöchentlich im Probenraum und vergessen dabei nicht, immer wieder neues Material einzuüben. Dass sie sich dabei ein wenig von ihrem bisherigen bevorzugtem Genre, dem Rock ’n‘ Roll und dem Blues-Rock, wegbewegen hin zum deutlich rustikaleren Hardrock war beim Konzert deutlich zu spüren.

Die Blues-Rock-Veteranen haben durchaus auch junge Fans. (Foto: Björn Othlinghaus)

Die Blues-Rock-Veteranen haben durchaus auch junge Fans. (Foto: Björn Othlinghaus)

Während sich Udo Golombek gesanglich um die bewährten Rock ’n‘ Roll- und Blues-Rock-Nummern kümmerte, eben die Standards der Band wie zum Beispiel „Cocaine“ von Eric Clapton, „Old Time Rock ’n‘ Roll“ von Bob Seger oder „Hot Legs“ von Rod Stewart, schaltete sich Michael Pohlack als Sänger bei den Hard-Rock-Titeln ein und sorgte unter anderem bei „Demon’s Eye“ und „Space Truckin’“, beide von Deep Purple, dafür, dass es in der ohnehin schon mollig warmen Location noch hitziger zuging. Auch kernig: die Catfish-Version von „The Faith Healer“, einem heute beinahe vergessenen Klassiker der Alex Harvey Band von 1974, ebenfalls mit Michael Pohlack als Sänger. Weitere wichtige Bestandteile im Repertoire der Band, deren Niveau und technische Präzision immer wieder zu überzeugen weiß und die damit eine besondere Stellung unter den heimischen Cover-Bands einnimmt, sind die zahlreichen ZZ-Top-Titel.

Frontmann Udo Golombek ist das einzige verbliebene Gründungsmitglied der Formation. (Foto: Björn Othlinghaus)

Frontmann Udo Golombek ist das einzige verbliebene Gründungsmitglied der Formation. (Foto: Björn Othlinghaus)

Von den Texanern mit den langen Bärten ließ die Band diesmal unter anderem „La Grange“ und im Zugabenteil den Song „Tush“ erklingen. Zu Beginn des zweiten Sets zeigten Udo Golombek und Andreas Theil darüber hinaus, dass sie es auch deutlich gemächlicher angehen lassen können, nämlich mit einer charmanten Interpretation von Fats Dominos „Blueberry Hill“ aus den 60er Jahren. Sicher war diese Nummer als Hommage an den Ende Oktober 2017 verstorbenen Blues-Pianisten und Sänger zu verstehen. Im Anschluss an die offiziell 30 Nummern der beiden Sets legten die Musiker für das begeisterte Publikum schließlich noch diverse Zugaben nach. Für das Jahr 2018 will die Band wieder mehr Auftritte absolvieren, damit alle Fans die Möglichkeit haben, Catfish Boobie live zu erleben.

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In einer Ramsch-Kiste mit Taschenbüchern wurde ich, gerade mal 10 Jahre alt, fündig. Das – wie ich im Nachhinein feststellte – inkompetenteste Film-Nachschlagewerk dieser Erde, „Das Lexikon des Science-Fiction-Films“ von Roland M. Hahn, weckte mein Interesse für bewegte Bilder. Ich „zerlas“ es völlig (und auch seine nicht weniger missratenen Nachfolger über die Genres „Fantasy“ und „Horror“). Echtes Interesse für die Pop- und Rockmusik kam dagegen erst Jahre später – mit der ersten eigenen kleinen Hifi-Anlage und der CD „The Road to Hell“ von Chris Rea.

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