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Das Spiel endet – Meto Ege inszeniert seinen fünften No-Budget-Actionfilm

(Foto: Björn Othlinghaus)
Meto Ege (links) beim Dreh in der Shisha-Bar „Ben Tayeb“ in Lüdenscheid. (Foto: Björn Othlinghaus).

Das Inszenieren eines Spielfilms ist nicht nur mit einem hohen kreativen Aufwand verbunden, sondern oft auch sehr kostenintensiv.

Deutlich preiswerter arbeiten die beiden aus Lüdenscheid stammenden Filmemacher Meto Ege und Marouan Badaoui sowie die Mitglieder ihres im Schnitt etwa 10-köpfigen Teams, das seit 2011 vier abendfüllende Action-Kracher auf die Beine gestellt hat und derzeit am fünften Langfilm arbeitet.

Die Gegend rund um die Lüdenscheider Schützenhalle diente ebenfalls als Drehort für die vielen Filme von Meto Ege (rechts) und Marouan Badaoui (3.v.l.). (Foto: Björn Othlinghaus)

Die Gegend rund um die Lüdenscheider Schützenhalle diente ebenfalls als Drehort für die vielen Filme von Meto Ege (rechts) und Marouan Badaoui (3.v.l.). (Foto: Björn Othlinghaus)

Dabei handelt es sich um eine Fortsetzung ihres letzten Films „Das Spiel beginnt“, die passender Weise „Das Spiel endet“ heißen wird. In beiden Streifen geht es um zwei windige Immobilienmakler, die sich gegen einen noch fieseren Konkurrenten zur Wehr setzen müssen. Da die Hobby-Filmer immer nur am Wochenende drehen können, dauert die Herstellung eines Films vom Drehbuch bis zum Endschnitt zwischen fünf und sechs Monaten. Einer der Drehorte war das Café/die Shisha-Bar „Ben Tayeb“ gegenüber der Erlöserkirche in Lüdenscheid, die Amin Chabate gemeinsam mit seiner Familie betreibt. Neben den Hauptakteuren sind in der Szene Adil Ege, Jose Dematos, Silvio Scala, Emre Serce und Mohammed Bahadir mit von der Partie.

„Wir arbeiten nahezu ohne finanzielle Mittel in unserer Freizeit“, erklärt Meto Ege. Dabei wird in den Werken der engagierten Lüdenscheider mit türkischen Wurzeln keineswegs auf spektakuläre Szenen verzichtet, denn die Filmemacher orientieren sich meist an koreanischen Actionfilmen, die aufwändige Kampfszenen zu bieten haben.

Probe der nächsten Szene. (Foto: Björn Othlinghaus)

Probe der nächsten Szene. (Foto: Björn Othlinghaus)

An solche Sequenzen trauen sich Ege, der lediglich über Grundlagenwissen in der brasilianischen Kampfkunst Capueira verfügt, und seine Mitstreiter einfach heran und kaschieren eventuelle Defizite durch geschickt gewählte Kameraeinstellungen und Schnitte. Verfolgungsjagden zu Fuß oder im Auto, Explosionen oder akrobatische Einlagen sind ebenfalls Bestandteile der Filme, die Ege und Badaoui mit einer einzigen Nikon-Spiegelreflexkamera drehen. Action-, Thriller- und Dramaelemente bilden hierbei eine unterhaltsame Mischung. Gedreht wird überwiegend in Lüdenscheid, was gerade bei Einheimischen für viele Aha-Effekte sorgt, wenn bekannte Orte auftauchen. Für einige frühere Filme produzierte Meto Ege aber auch schon einige Szenen in Istanbul. Angeschaut werden können die fertigen Streifen allerdings bislang ausschließlich über das Internet, unter anderem auf dem YouTube-Kanal von Meto Ege, da für eine anderweitige Auswertung der phasenweise recht professionell wirkenden Filme natürlich kein Geld vorhanden ist.

Szenenfoto aus dem noch nicht fertiggestellten Film "Das Spiel endet". (Foto: Power Styles Filme)

Szenenfoto aus dem noch nicht fertiggestellten Film „Das Spiel endet“. (Foto: Power Styles Filme)

Die Filmfreaks werfen bislang ausschließlich ihren Enthusiasmus, ihr Talent und ihre Lernbereitschaft in die Waagschale, denn keiner von ihnen hat eine filmische Ausbildung. Lediglich die Hauptinitiatoren Meto Ege und Marouan Badaoui waren mal in einer niederländischen Produktion als Komparsen dabei. Apropos Komparsen: Für ihre aktuelle Produktion brauchen die Filmemacher noch Unterstützung. „Wir suchen als Komparsen vor allem Männer zwischen 20 und 40 Jahren“, erklärt Meto Ege. Ein Honorar können die Filmfreaks nicht zahlen, Interessenten müssten somit aus Spaß und Freude bei der Sache sein. Wer mitmachen möchte, kann sich bei Meto Ege (Tel.: 01 63 / 4 64 56 22) oder Marouan Badaoui (Tel.: 01 57 / 32 63 18 93) melden.

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In einer Ramsch-Kiste mit Taschenbüchern wurde ich, gerade mal 10 Jahre alt, fündig. Das – wie ich im Nachhinein feststellte – inkompetenteste Film-Nachschlagewerk dieser Erde, „Das Lexikon des Science-Fiction-Films“ von Roland M. Hahn, weckte mein Interesse für bewegte Bilder. Ich „zerlas“ es völlig (und auch seine nicht weniger missratenen Nachfolger über die Genres „Fantasy“ und „Horror“). Echtes Interesse für die Pop- und Rockmusik kam dagegen erst Jahre später – mit der ersten eigenen kleinen Hifi-Anlage und der CD „The Road to Hell“ von Chris Rea.

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