Dagewesen, Musik
Schreibe einen Kommentar

Kult.Park 2017 – Wuthe und Faust, The Aesthetic Voyager und Box Of X überzeugen

(Foto: Björn Othlinghaus)
Mirco Blumenberg, Frontmann der Alternative-Rockband Box Of X. (Foto: Björn Othlinghaus).

Einmal mehr präsentierte das Kult.Park-Festival in Lüdenscheid am Samstag, 5. August 2017, drei herausragende Acts, doch der Publikumszuspruch ließ diesmal, wohl auch aufgrund des zwar unterm Strich halbwegs trockenen, aber dennoch kühlen Wetters zu wünschen übrig.

Wer dennoch den Weg in den Kulturhaus-Park gefunden hatte, konnte sich über drei musikalisch hochklassige, wenn auch genremäßig recht unterschiedliche Formationen freuen. Den Auftakt machte das Singer-Songwriter-Duo Wuthe und Faust aus Kassel, bestehend aus Mark Garthe (Gesang, E-Gitarre) und Jan Hampicke (Akustik-Gitarre, Gesang).

Viel zu wenig Leute fanden diesmal den Weg in den Kulturhauspark. (Foto: Björn Othlinghaus)(Foto: Björn Othlinghaus)

Viel zu wenig Leute fanden diesmal den Weg in den Kulturhauspark. (Foto: Björn Othlinghaus)

Die für ein Duo ungewöhnliche Kombination aus Schlag- und Stromgitarre machte denn auch den aparten Sound der beiden aus, deren Stücke sich überwiegend an aktueller Country-Musik orientierten, aber auch Elemente des Blues, Folk und Rock in sich vereinten. Dabei ließ Mark Garthe auch schon mal atmosphärisch die Harp erklingen, unter anderem bei „Working Girl“ vom ersten Album der beiden. Weitere Eigengewächse wie das Stück „Train“ zeichneten dann nicht selten fingerfertige und geschmeidige E-Gitarren-Soli von Garthe aus, die die versiert geschriebenen Songs immer wieder zu einem klanglichen Hochgenuss werden ließen.

Wuthe und Faust eröffneten den Konzertabend. (Foto: Björn Othlinghaus)

Wuthe und Faust eröffneten den Konzertabend. (Foto: Björn Othlinghaus)

Ähnlich hochklassig setzte sich der Abend mit der Formation „The Aesthetic Voyager“ fort, die ihren Indie-Folk seit ihrem zweiten Album Drifter verstärkt mit Elementen des Progressive-Rock kombinieren. Beim Konzert legten die Musiker um Gitarrist und Sänger Danny Klose jedoch einen Schwerpunkt auf das erste, akustische Album „Above Islands & Clouds“, von dem unter anderem der stimmungsvolle Track „The White Silence“ stammt, der an eine Geschichte von Jack London angelehnt ist. Bei „Chasing Your Shadows“, ebenfalls vom ersten Album, zeigte Schlagzeuger Daniel Kirsch sein Können an der E-Gitarre. Energiegeladen und explosiv präsentierte sich schließlich Box Of X als letzte Formation des Abends, die ebenso wie das Duo Wuthe und Faust aus Kassel stammt.

Indie-Folk trifft Prog-Rock: The Aesthetic Voyager. (Foto: Björn Othlinghaus)

Indie-Folk trifft Prog-Rock: The Aesthetic Voyager. (Foto: Björn Othlinghaus)

Frontmann Mirco Blumenberg tat mit seinem beeindruckenden, extrem physischen Auftritt alles menschenmögliche, um bei den wenigen Zuschauern auf dem Areal für Stimmung zu sorgen, was ganz sicher nicht einfach war, aber jeder bekam einen guten Eindruck davon, dass diese Combo das Potential hat, ein größeres Publikum binnen kürzester Zeit zum Kochen zu bringen. Leider machte auch der Umstand, dass die Band bis zum definitiven Ende der Veranstaltung um 22 Uhr aufgrund technischer Verzögerungen im Vorfeld nur noch eine halbe Stunde Zeit für ihren Gig hatte, dieses Vorhaben nicht gerade einfacher. Die rebellischen deutschsprachigen Songs der Combo steigern jedenfalls definitiv die Lust auf deren neue EP, die in Kürze erscheinen soll.

Teilen Du darfst...Print this pageEmail this to someoneTweet about this on TwitterShare on FacebookShare on Google+Pin on Pinterest
Kategorie: Dagewesen, Musik

von

In einer Ramsch-Kiste mit Taschenbüchern wurde ich, gerade mal 10 Jahre alt, fündig. Das – wie ich im Nachhinein feststellte – inkompetenteste Film-Nachschlagewerk dieser Erde, „Das Lexikon des Science-Fiction-Films“ von Roland M. Hahn, weckte mein Interesse für bewegte Bilder. Ich „zerlas“ es völlig (und auch seine nicht weniger missratenen Nachfolger über die Genres „Fantasy“ und „Horror“). Echtes Interesse für die Pop- und Rockmusik kam dagegen erst Jahre später – mit der ersten eigenen kleinen Hifi-Anlage und der CD „The Road to Hell“ von Chris Rea.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.