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Doro, Axxis, Blaze Baylay und Archer – Metal-Größen rocken hart

(Foto: Björn Othlinghaus)
Raise your fist in the air! (Foto: Björn Othlinghaus)

Echte Heavy-Metal-Größen rockten am 12. Dezember 2015 die Schützenhalle in Lüdenscheid beim Festival „MK Rockt Hart“. Zugpferd der Veranstaltung war Metal-Legende Doro Pesch, die zwar schon oft in der Region (zum Beispiel in der Balver Höhle), aber noch nie in Lüdenscheid die Fans begeisterte.

Doch auch das Line-Up, das die Anhänger der harten musikalischen Gangart vor dem Haupt-Act erwartete, brachte hochklassiges Metal-Entertainment. Den Part des Einheizers hatte an diesem Abend die Kalifornische Formation „Archer“, die im Vorfeld nicht angekündigt worden war und somit als Überraschungsgast für die früh eingetroffenen Fans auf der Bühne stand.

"Archer" aus dem kalifornischen Santa Cruz eröffneten das Festival. (Foto: Björn Othlinghaus)

„Archer“ aus dem kalifornischen Santa Cruz eröffneten das Festival. (Foto: Björn Othlinghaus)

Die Combo aus Santa Cruz, die im Kern aus den Musikern Dylan Rosenberg (Lead-Guitar), Dave De Silva (Bass) und Keyhan Moini (Schlagzeug) besteht, lieferte soliden Melodic Heavy Metal, der die Headbanger bereits früh am Abend überzeugen konnte und arbeiteten zwischendurch sogar ein Cover der ganz harten Sorte von den Death-Metal-Urgesteinen „Megadeath“ in die Setliste ein.

Doro ohne Headbangen - niemals! (Fotos: Björn Othlinghaus)

Doro ohne Headbangen – niemals! (Fotos: Björn Othlinghaus)

Im Anschluss an den gelungenen Opener gaben sich altgediente Rocker aus deutschen Landen die Ehre. Axxis waren insbesondere Anfang der 90er Jahre gut in den Charts vertreten und vor allem durch ihre eingängigen Metal-Hymnen nicht nur eingefleischten Fans dieser Musikgattung ein Begriff. Seit ihrer Gründung im Jahr 1988 ist Frontmann Bernhard Weiß Mastermind der Band, 1990 stieß Keyboarder Harry Oellers dazu. Komplettiert wurde die Combo von Stefan Weber (Gitarre), Rob Schomaker (Bass) sowie Dirk Brand am Schlagzeug. Von Beginn an lieferten Axxis eine druckvolle Vorstellung, bei der die Fans begeistert mitgingen. Eingängige Metal-Hymnen wie „Stay Don’t Leave Me“ oder „Livin In A World“ wurden begeistert mit hoch gereckten Armen goutiert. Viele Sympathiepunkte sammelte Bernhard Weiß, als er den 12-jährigen Tizian auf die Bühne holte und ihn nicht nur das Publikum anheizen, sondern auch einige Percussion-Parts übernehmen lies.

Maiden-Klassiker mit Leidenschaft

Das druckvolle Metal-Brett „Kingdom Of The Night II“ setzte einen wuchtigen Schlusspunkt unter das gelungene Set. Der aus Birmingham stammende Blaze Bayley wurde insbesondere dadurch bekannt, dass er in den Jahren 1994 bis 1999 Frontmann der Metal-Heroen „Iron Maiden“ war.

Gesangspower mit Blaze Baylay. (Foto: Björn Othlinghaus)

Gesangspower mit Blaze Baylay. (Foto: Björn Othlinghaus)

In der Schützenhalle erwies sich der stämmige Shouter als wahres Energiebündel, das die Menge im Saal schnell für sich einnehmen konnte. Während er seine liebsten Maiden-Klassiker wie „Waisted Years“, „Wrathchild“ oder „The Number Of The Beast“ mit viel Leidenschaft und einer hervorragenden Band im Rücken intonierte, haute der Sänger mit geballter Faust eine Welle hoch gereckter Arme nach der anderen durch den Saal und sorgte damit im Publikum für Begeisterung pur. Diese wusste schließlich auch der Top-Act des Abends, Metal-Queen Doro Pesch, zu erzeugen. Ihr Song „Raise Your Fist In The Air“, der natürlich auch an diesem Abend nicht fehlen durfte, war Programm, und es verging kein Song, bei dem die blonde Mähne der Metal-Queen nicht wild durch die Luft wirbelte und ihre Fans es ihr gleich taten. Unterstützt wurde die einstige Warlock-Frontfrau durch eine Reihe größtenteils lang gedienter Musiker, bestehend aus Johnny Dee (Schlagzeug), Luca Princiotta (Gitarre), Bas Maas (Gitarre), Nick Douglas (Bass) und Harrison Young (Keyboard).

Axxis-Frontmann Bernhard Weiß holte Rock-Fan Tizian auf die Bühne. (Foto: Björn Othlinghaus)

Axxis-Frontmann Bernhard Weiß holte Rock-Fan Tizian auf die Bühne. (Foto: Björn Othlinghaus)

Neben ihren Metal-Hymnen wie „Burning The Whitches“ (Warlock) oder „Fight“ brachte Doro auch den einen oder anderen Judas-Priest-Song mit – bei der britischen Band spielte sie zu Beginn ihrer Karriere oft als Support-Act. Auch kraftvolle Balladen wie das eingängige „Für immer“ machten den Reiz des Sets der Metal-Queen aus, die ihre Fans in der gut besuchten Schützenhalle einmal mehr restlos begeistern konnte.

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In einer Ramsch-Kiste mit Taschenbüchern wurde ich, gerade mal 10 Jahre alt, fündig. Das – wie ich im Nachhinein feststellte – inkompetenteste Film-Nachschlagewerk dieser Erde, „Das Lexikon des Science-Fiction-Films“ von Roland M. Hahn, weckte mein Interesse für bewegte Bilder. Ich „zerlas“ es völlig (und auch seine nicht weniger missratenen Nachfolger über die Genres „Fantasy“ und „Horror“). Echtes Interesse für die Pop- und Rockmusik kam dagegen erst Jahre später – mit der ersten eigenen kleinen Hifi-Anlage und der CD „The Road to Hell“ von Chris Rea.

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