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Drei Stunden Rock-Potenz – John Porno Band überzeugt!

(Foto: Björn Othlinghaus)
Großes Entertainment: Die John Porno Band. (Foto: Björn Othlinghaus)

Der Lüdenscheider Open-Air Sommer ging am 8. August 2015 an der Schützenhalle in die vierte Runde, wobei die Fans der John Porno Band den bislang wohl besten Gig der Veranstaltungsreihe erlebten.

Die heimische Formation, die mit einer Fülle von in der Region populären Gast-Musikern aufwartete, bescherte ihren Anhängern, die das Festival-Gelände ordentlich füllten, einen technisch exzellenten und hochprofessionellen Gig, der das Herz eines jeden Rock- und Blues-Rock-Fans höher schlagen ließ. Doch bereits bevor der Hauptact startete, gab es hochklassige Musik auf die Ohren, und zwar mit der Formation Radionative.

Radionative spielten ausschließlich eigene Songs. (Foto: Björn Othlinghaus)

Radionative spielten ausschließlich eigene Songs. (Foto: Björn Othlinghaus)

Die Combo mit dem Dortmunder Frontmann Carsten Schumacher und den Musikern Frank Diehl (Gitarre), Mark Bialluch (Schlagzeug), Steven Stegnitz (Bass) sowie Gitarrist Erkan Besirlioglu, der auch festes Mitglied bei der John Porno Band ist, lieferte ebenso hörenswerten wie eingängigen Alternative-Rock mit Progressive- und Pop-Elementen sowie ausschließlich selbst geschriebenen Songs.

Wuchtige, punktgenau durcharrangierte Kracher wie „Still Waiting“ oder „Reason“ machten Lust auf das erste Album der Formation, das voraussichtlich im Oktober auf den Markt kommen wird. Ferner verkürzte Percussion-Musiker Uli Kuhn die Wartezeit auf den Hauptact. Die John Porno Band hat sich auf individuell interpretierte Cover-Songs auf dem Rock-, Pop- und Blues-Bereich spezialisiert, die immer auch dem eigenen Sound Raum geben und selten einfach nur nachgespielt werden.

Gitarrist Erkan Besirlioglu war sowohl bei Radionative als auch bei der John Porno Band mit von der Partie. (Foto: Björn Othlinghaus)

Gitarrist Erkan Besirlioglu war sowohl bei Radionative als auch bei der John Porno Band mit von der Partie. (Foto: Björn Othlinghaus)

Anfangs leitete die Band zunächst mit der Kernbesetzung, bestehend aus Markus Hartkopf (Lead-Gesang, Gitarre), Daniel Hartkopf (Schlagzeug, Gesang), Erkan Besirlioglu (Gitarre, Gesang), Andreas Theil (Keyboard) und Ivo Rissone (Bass) den Abend ein.

Das Publikum war begeistert. (Foto: Björn Othlinghaus)

Das Publikum war begeistert. (Foto: Björn Othlinghaus)

Großartig gestaltete sich hierbei insbesondere die Version des Songs „Black Holes And Revelations“ von Muse, die Wucht und Dramatik des Werkes adäquat vermitteln konnte.

Angelo Della Fera sorgte für die „italienischen Momente“

Sängerin Susanne Redding, unter anderem bekannt als Frontfrau der Band „Part Two“, sorgte im Anschluss für einen gewohnt energiegeladenen Auftritt und stimmgewaltige Fassungen der Songs „Baby Love“ von Mothers Finest und „Like The Way“ von Melissa Etheridge. Die „italienischen Momente“ des Abends lieferte Sänger Angelo Della Fera, der später auch als Duettpartner von Susanne Redding mit einem Song von Eros Ramazotti überzeugte.

Susanne Redding und Angelo Della Fera sangen gemeinsam einen Song von Eros Ramazotti. (Foto: Björn Othlinghaus)

Susanne Redding und Angelo Della Fera sangen gemeinsam einen Song von Eros Ramazotti. (Foto: Björn Othlinghaus)

Besonders gelungen gestaltete sich seine Version des quirligen Zuccero-Hits „Baila Morena“. Blues-Rock der Extraklasse lieferte schlussendlich der Frontmann der seit 50 Jahren beliebten Formation „PeeWee Bluesgang“, Richard Hagel, mit dem auch der Gitarrist Dirk Gentz auf die Bühne kam und die John Porno Band unterstützte. Mit ihm und seiner markanten Reibeisenstimme wurde unter anderem dem Klassiker „Sweet Home Chikago“ aus dem Film „Blues Brothers“ Leben eingehaucht.

Auch fantastisch: Hagels Version des Standards „Hey Joe“ sowie Claptons „Cocaine“. Insgesamt zeigten die Musiker satte drei Stunden lang Stehvermögen, lieferten fantastisch dargebotene Musik und bescherten ihren Anhängern schlicht einen großartigen Abend.

Blues-Rock-Veteran Richard Hagel (PeeWee Bluesgang) lieferte einen begeisterten Auftritt. (Foto: Björn Othlinghaus)

Blues-Rock-Veteran Richard Hagel (PeeWee Bluesgang) lieferte einen begeisterten Auftritt. (Foto: Björn Othlinghaus)

Ach ja, Support-Act und Lindenberg-Double Klaus Bald war übrigens auch noch da. Er beharrte zur allgemeinen Verwunderung der Veranstalter darauf, seinen Auftritt um Punkt 17 Uhr noch vor dem Soundcheck zu absolvieren, so dass seine Darbietung quasi unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand.

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In einer Ramsch-Kiste mit Taschenbüchern wurde ich, gerade mal 10 Jahre alt, fündig. Das – wie ich im Nachhinein feststellte – inkompetenteste Film-Nachschlagewerk dieser Erde, „Das Lexikon des Science-Fiction-Films“ von Roland M. Hahn, weckte mein Interesse für bewegte Bilder. Ich „zerlas“ es völlig (und auch seine nicht weniger missratenen Nachfolger über die Genres „Fantasy“ und „Horror“). Echtes Interesse für die Pop- und Rockmusik kam dagegen erst Jahre später – mit der ersten eigenen kleinen Hifi-Anlage und der CD „The Road to Hell“ von Chris Rea.

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