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Songwriter-Workshop – Wie ein Song entsteht

(Foto: Björn Othlinghaus)
Ein kreatives Team: Die Workshopteilnehmer und ihre Coaches. (Foto: Björn Othlinghaus)

Für manchen ist die Entstehung eines neuen Songs, der später vielleicht sogar zum Hit wird, ein kleines Wunder. Doch jenseits aller Inspiration, die für den Entstehungsprozess wichtig ist, steckt oft auch viel systematische Arbeit und Teamwork dahinter.

Bei einem Singer-Songwriter-Workshop im Rahmen des „Summer Deluxe“, der wie in jedem Jahr vom Jugendkulturbüro initiiert wurde, hatten jetzt acht Jugendliche die Möglichkeit, selbst einen Song zu schreiben und somit Teil dieses faszinierenden, kreativen Prozesses zu sein. Durchgeführt wurde der Workshop in der Music Store Musikschule an der Lösenbacher Landstraße durch die drei Lüdenscheider Musiker und Coaches Klaus Sonnabend, Steven Stegnitz und Ingo Starink.

Der erfolgreiche Lüdenscheider Musiker Klaus Sonnabend zeigt, wie man systematisch einen Song entwickelt. (Foto: Björn Othlinghaus)

Der erfolgreiche Lüdenscheider Musiker Klaus Sonnabend zeigt, wie man systematisch einen Song entwickelt. (Foto: Björn Othlinghaus)

Text und Musik entstanden dabei zunächst getrennt: Während sich die Sängerinnen Celine Grossmann, Jacky Mertens und Louisa Sellig mit Unterstützung von Klaus Sonnabend in einem separaten Raum gemeinsam Gedanken über ihren Text machten, komponierten Fabian Gieshoff, Florian Sellig, Viviane Heyn, Moritz Grohnert und Anna Findegenant bei einer gemeinsamen Session im Tonstudio eine Melodie, unterstützt durch Keyboarder Ingo Starink und Bassist Steven Stegnitz.

Die drei Sängerinnen Celine Grossmann, Jacky Mertens und Louisa Sellig schrieben mit Unterstützung von Klaus Sonnabend den deutschen Text des Songs. (Foto: Björn Othlinghaus)

Die drei Sängerinnen Celine Grossmann, Jacky Mertens und Louisa Sellig schrieben mit Unterstützung von Klaus Sonnabend den deutschen Text des Songs. (Foto: Björn Othlinghaus)

Da die beiden Räume direkt nebeneinander lagen, konnten die drei Texterinnen bereits in Ansätzen hören, was sich die übrigen Teilnehmer nebenan musikalisch ausgedacht hatten, und Klaus Sonnabend besuchte zudem hin und wieder die „Komponisten“, um den Texterinnen eine musikalische Richtschnur für ihre Lyrics bieten zu können. Das Team der Music Store Musikschule hat bereits Erfahrung mit derartigen Band-Workshops, die im Rahmen des „Summer Deluxe“ bereits zum dritten Mal stattfinden. Einmal mehr hatten die Initiatoren auch Glück mit der Zusammensetzung der acht Bandmitglieder.

Letztes Jahr sogar mit Tuba

„Diesmal haben wir mit Ausnahme eines Keyboarders fast eine klassische Band-Besetzung zusammenbekommen“, erklärt Klaus Sonnabend. Der Tasten-Part wurde durch Ingo Starink ausgefüllt. Im vergangenen Jahr schafften es die Coaches sogar, eine Tuba in den Workshop zu integrieren – so eine verwegene Besetzung fördert die Kreativität eher noch, sind sich Klaus Sonnabend, Steven Stegnitz und Ingo Starink sicher.

Volle Konzentration beim Gitarrenspiel. (Foto: Björn Othlinghaus)

Volle Konzentration beim Gitarrenspiel. (Foto: Björn Othlinghaus)

Bei der Diskussion, ob der Text auf Deutsch oder Englisch geschrieben werden sollte, mischte sich Klaus Sonnabend nicht ein. Nach eingängigem Gespräch entschieden sich die drei Texterinnen aber für deutsche Lyrics, obwohl sie der einhelligen Meinung waren, dass sich Englisch deutlich besser anhört. Sonnabend begrüßte diese Entscheidung. „Gerade für Anfänger ist es besser, sich beim Schreiben an die Muttersprache zu halten, denn auch wenn man eine Fremdsprache gut beherrscht kann man sich in der Muttersprache differenzierter ausdrücken und eine größere inhaltliche Tiefe erreichen“, betonte der Musiker. Nachdem Text und Musik getrennt voneinander fertig gestellt worden waren, wurden Stimmen und Instrumente im Studio professionell zusammengeführt.

Auch für den richtigen Rhythmus war gesorgt. (Foto: Björn Othlinghaus)

Auch für den richtigen Rhythmus war gesorgt. (Foto: Björn Othlinghaus)

Danach konnten die Teilnehmer das Werk als MP3-Datei mit nach Hause nehmen. Öffentlich wird der gemeinsam erschaffene Song jedoch vorerst noch nicht zu hören sein, doch wer weiß – vielleicht befördert der eine oder andere Workshopteilnehmer, der später in einer Band eine Musiker-Karriere einschlägt, das Werk wieder ans Tageslicht.

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In einer Ramsch-Kiste mit Taschenbüchern wurde ich, gerade mal 10 Jahre alt, fündig. Das – wie ich im Nachhinein feststellte – inkompetenteste Film-Nachschlagewerk dieser Erde, „Das Lexikon des Science-Fiction-Films“ von Roland M. Hahn, weckte mein Interesse für bewegte Bilder. Ich „zerlas“ es völlig (und auch seine nicht weniger missratenen Nachfolger über die Genres „Fantasy“ und „Horror“). Echtes Interesse für die Pop- und Rockmusik kam dagegen erst Jahre später – mit der ersten eigenen kleinen Hifi-Anlage und der CD „The Road to Hell“ von Chris Rea.

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