Dagewesen, Musik
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Kult.Park-Festival – Slammerin lies die Bühnensonne aufgehen

(Foto: Björn Othlinghaus)
Özge Cakirbey verbreitete gute Laune auf dem Festival-Gelände. (Foto: Björn Othlinghaus)

Auf der Kult.Park-Bühne am Lüdenscheider Kulturhaus fand im Rahmen des Kult.Park-Festivals ein weiteres, diesmal besonders spannendes Musik-Wochenende statt.

Im Rahmen des Singer-Songwriter-Abends am Freitag, 12. August 2016, lies vor allem Poetry-Slammerin Özge Cakirbey mit ihren frisch und sympathisch vorgetragenen Texten die Bühnensonne aufgehen. Fantasievolle, funkensprühende und emotionale Poesie wie der Beitrag „Mondmann“, ein Plädoyer, auch als Erwachsener das Kind in sich nicht sterben zu lassen, berührten und begeisterten die Besucher.

Singer-Songwriter Dan O'Clock. (Foto: Björn Othlinghaus)

Singer-Songwriter Dan O’Clock. (Foto: Björn Othlinghaus)

Insgesamt drei Auftritte gönnte die Slammerin ihrem Publikum, das sicher gerne noch mehr gesehen und gehört hätte. Insbesondere die Art des Vortrages der sympathischen Autorin, die ihre Werke ohne Vorlagen aus dem Kopf vortrug und mühelos Freude und Leidenschaft für das Schreiben auf die Zuschauer übertrug, machte ihre Auftritte zu etwas besonderem. Als Solo-Musiker stand darüber hinaus Adam Glosnicki auf der Kult.Park-Bühne, der sonst mit seiner Band Adam Glosnicki & The Electric Coast unterwegs ist. Mit ausdrucksstarker Reibeisenstimme gab er hörenswerte musikalische Eigengewächse wie das emotionale „Pinhead Son“ oder das melancholische „Dying Next Weel“ zum Besten. „Der Sommer ist so wie das letzte Revolverheld-Album: nicht gut!“

Adam Glosnicki ist normalerweise mit seiner Band "The Electric Coast" unterwegs. (Foto: Björn Othlinghaus)

Adam Glosnicki ist normalerweise mit seiner Band „The Electric Coast“ unterwegs. (Foto: Björn Othlinghaus)

Mit diesen Worten startete Singer-Songwriter Dan O’Clock in sein Programm, obwohl das Wetter an diesem Abend nichts zu wünschen übrig lies. Die Songs des Musikers, der eigentlich Dennis Müller heißt, waren dann auch ganz anders als die vom letzten Revolverheld-Album, denn mit dem federleichten „Sommertag“ brachte der Kölner das richtige Summer-Feeling in den Kulturhaus-Park. Das emotionale Lied „Wo sind die Engel hin“ schrieb er dagegen für einen guten Freund, der viel zu früh starb.

Das Publikum hatte sichtlich Spaß am Programm. (Foto: Björn Othlinghaus)

Das Publikum hatte sichtlich Spaß am Programm. (Foto: Björn Othlinghaus)

Ein weiterer Gast auf der Bühne war am Freitag David Spangenberg alias Lars Knacken, der gemeinsam mit der sprechenden Weedpflanze Kiffi Werbung für seinen anschließenden Auftritt in der Gaststätte Dahlmann machte. Hier hatten sich die Besucher von dem angekündigten Programm mit Lars Knacken allerdings vielleicht etwas anderes versprochen. Statt eines Comedy-Abends erwartete die Gäste eine etwas zähe Info- und Promotion-Veranstaltung für Cannabis, bei der Kiffi, auf die sich bestimmt mancher gefreut hatte, leider viel zu lange im Koffer blieb. Spangenberg tritt bei der nächsten Landtagswahl als parteiloser Kandidat für sein großes Anliegen, die Cannabis-Legalisierung, an.

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Kategorie: Dagewesen, Musik

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In einer Ramsch-Kiste mit Taschenbüchern wurde ich, gerade mal 10 Jahre alt, fündig. Das – wie ich im Nachhinein feststellte – inkompetenteste Film-Nachschlagewerk dieser Erde, „Das Lexikon des Science-Fiction-Films“ von Roland M. Hahn, weckte mein Interesse für bewegte Bilder. Ich „zerlas“ es völlig (und auch seine nicht weniger missratenen Nachfolger über die Genres „Fantasy“ und „Horror“). Echtes Interesse für die Pop- und Rockmusik kam dagegen erst Jahre später – mit der ersten eigenen kleinen Hifi-Anlage und der CD „The Road to Hell“ von Chris Rea.

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