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Kultband Virgin rockt bei Dahlmann

(Foto: Björn Othlinghaus)
Richard Hagel, Frontmann der Gruppe Virgin. (Foto: Björn Othlinghaus)

Die Formation Virgin kann man getrost als musikalisches Urgestein bezeichnen. Bereits in den frühen 70er Jahren waren die Musiker aus dem Märkischen Kreis um den Gitarristen Thomas Hesse und Frontmann Richard Hagel aktiv, lange bevor die bis heute bekannte Pee Wee Blues Gang, ebenfalls ein Gewächs der beiden Musiker, das Licht der Welt erblickte.

Jetzt war die legendäre Combo im Saal der Gaststätte Dahlmann zu Gast. Bevor jedoch die Hauptgruppe den Saal rockte, enterte ein weiteres Band-Projekt von Gitarrist Thomas Hesse die Bühne. Nicht umsonst hat der Blues-Rock-Veteran die Combo Axolotl benannt – hierbei handelt es sich um einen mexikanischen Schwanzlurch, dessen Gliedmaße, sollte er sie einmal verlieren, problemlos nachwachsen. Das Band-Projekt Axolotl hat dementsprechend eine ständig wechselnde Besetzung, denn wer bei Thomas Hesse Gitarrenunterricht nimmt, muss zwangsläufig eines Tages auf der Bühne unter Live-Bedingungen sein Können unter Beweis stellen.

Guido Vogt (Slide Guitar) und Horst Krebs (Gitarre, Gesang) von der Vorgruppe "Axolotl". (Foto: Björn Othlinghaus)

Guido Vogt (Slide Guitar) und Horst Krebs (Gitarre, Gesang) von der Vorgruppe „Axolotl“. (Foto: Björn Othlinghaus)

Diesmal waren Guido Vogt (Slide-Guitar) und Horst Krebs (Gitarre, Gesang) an der Reihe. Neben Thomas Hesse wurden die beiden noch durch Rüdiger Schilling, den Percussionisten von Virgin, unterstützt. Insbesondere langsamer, elegischer Blues ist das Markenzeichen der Band, bei der sich bei einem großen Teil der Songs Horst Krebs auch als veritabler Sänger entpuppte. Auf dem Programm standen Werke wie Claptons „Wonderful Tonight“, der bekannte Country-Rock’n Roller „Tulsa Time“ sowie eine langsame Fassung des Blues-Brothers-Klassikers „Sweet Home Chicago“. Zu den Spezialitäten der Hauptgruppe Virgin – neben Frontmann Richard Hagel, Gitarrist Thomas Hesse und Percussionist Rüdiger Schilling standen Thomas Wasskönig (Piano, Organ), Friedbert Falke (Schlagzeug) und Peter Schulte (Electric Bass) auf der Bühne – gehören ihre Santana-Cover, von denen sie natürlich bei Dahlmann einige präsentierten.

Thomas Hesse wandelte bei „Samba Pa Ti“ genüsslich auf den Spuren des mexikanischen Gitarrenkönigs. Darüber hinaus legten die Musiker noch „Black Magic Women“ in einer locker groovenden Variante hin, deren Höhepunkt ein fein abgestimmtes Percussion-Solo von Rüdiger Schilling war, und auch das rhythmische „Oye Como Va“ durfte natürlich nicht fehlen. Den Song „Hey Joe“ haben schon viele hundert Künstler, darunter Jimi Hendrix und Willy DeVille, interpretiert – dennoch vermochten Virgin dem Werk mit ihrer bluesigen Variante noch neue Aspekte abzugewinnen. Spannend und energiegeladen präsentierte sich auch die Virgin-Version von „Riders On The Storm“, und auch Eric Claptons „Cocaine“ fehlte nicht. Dass die Blues-Veteranen als Zugabe den Draffi-Deutscher-Gassenhauer „Marmor, Stein und Eisen bricht“ anstimmten, sei ihnen verziehen. Weitere Infos: www.gaststaette-dahlmann.de.

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In einer Ramsch-Kiste mit Taschenbüchern wurde ich, gerade mal 10 Jahre alt, fündig. Das – wie ich im Nachhinein feststellte – inkompetenteste Film-Nachschlagewerk dieser Erde, „Das Lexikon des Science-Fiction-Films“ von Roland M. Hahn, weckte mein Interesse für bewegte Bilder. Ich „zerlas“ es völlig (und auch seine nicht weniger missratenen Nachfolger über die Genres „Fantasy“ und „Horror“). Echtes Interesse für die Pop- und Rockmusik kam dagegen erst Jahre später – mit der ersten eigenen kleinen Hifi-Anlage und der CD „The Road to Hell“ von Chris Rea.

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