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Local Aid – Voller Erfolg nach sechs Monaten

(Foto: Björn Othlinghaus)
Mohammad Cj Tajik machte beim Band-Workshop mit Tlako Mokgadi mit. (Foto: Björn Othlinghaus)

Die Verantwortlichen der Initiative „Local Aid“ zogen nach einem halben Jahr kultureller Arbeit unter dem Motto „Projekt eins“ jetzt im Rahmen einer Veranstaltung mit dem Verein Kultstädte auf der Bühne der Alten Druckerei in Lüdenscheid Bilanz.

Der Halveraner Musiker Robin Brunsmeier („Binyo“) übernahm die Moderation des Abends, an dem zum einen die unterschiedlichen Workshops, die in den letzten sechs Monaten stattfanden, vorgestellt wurden, andererseits aber auch gute Live-Musik mit der Local-Aid-Band zu hören war. Diese setzt sich aus den Musikern Susanne Redding, Markus Hartkopf, Klaus Sonnabend, Ingo Starink, Steven Stegnitz und Artur Dulinski zusammen und gab spielfreudig Songs wie „Proud Mary“ von CCR oder „Happy“ von Pharrell Williams zum Besten.

Die Local-Aid-Band. (Foto: Björn Othlinghaus)

Die Local-Aid-Band. (Foto: Björn Othlinghaus)

Die Begrüßung übernahm der SPD-Landtagsabgeordnete Gordan Dudas. „Die EU ist das größte Friedensprojekt, das die Menschheit je gesehen hat“, erklärte Dudas mit Blick auf die derzeitigen Turbulenzen im Zuge des Brexit sowie scharfen Tönen der Rechtsextremen und EU-Gegner. „Zeigt der Minderheit, die glaubt für die Mehrheit zu sprechen, dass wir eine solidarische Welt möchten und nicht spalten, sondern versöhnen wollen.“ Obwohl die Arbeit mit Flüchtlingen, von denen viele auch an diesem Abend als Workshop-Teilnehmer oder im Publikum mit dabei waren, in den letzten Monaten einen hohen Stellenwert bei „Local Aid“ hatte, handelt es sich keinesfalls um ein reines Flüchtlingsprojekt, sondern soll die Stadt Lüdenscheid auf vielen Ebenen, insbesondere in kultureller Hinsicht, weiter nach vorn bringen. „Schließlich sind alle Initiatoren Musiker, und die Musik hat die Kraft, die Menschen zusammenzuführen“, erklärte Moderator Robin Brunsmeier. Zusammenführen können aber auch andere künstlerische Bereiche. Dies zeigten zunächst Iris Kannenberg und Anja Kowski, die den Workshop „Bildende Kunst“ betreuten.

Rahaf Zaidia stellte eines ihrer Bilder vor

Stellvertretend für alle anderen Teilnehmern stellte die Künstlerin Rahaf Zaidia eines ihrer Bilder gemeinsam mit den beiden Workshop-Leiterinnen auf der Bühne vor – in dem farbenfrohen Gemälde drückt die junge Frau ihre positiven Gefühle zu ihrer Heimat Syrien aus. Gleich zwei Workshops – Fotokunst und Video – betreute Christina Appelt, die ebenfalls gemeinsam mit den Teilnehmern die Ergebnisse ihrer Arbeit vorstellte.

Christina Appelt betreute sowohl die Video- als auch die Fotogruppe. (Foto: Björn Othlinghaus)

Christina Appelt betreute sowohl die Video- als auch die Fotogruppe. (Foto: Björn Othlinghaus)

Der mehrminütige, fröhliche Film über Lüdenscheid, den die Video-Gruppe mit viel Engagement, einer großen Themenvielfalt und Freude an technischen Gimmicks gedreht hatte, stieß auf anerkennenden Beifall. Die Ergebnisse der Fotogruppe konnten, ebenso wie einige Arbeiten aus dem Bereich bildende Kunst, im Stock besichtigt werden. Diejenigen, die gemeinsam Musik machen wollten, waren schließlich bei Tlako Mokgadi an der richtigen Adresse. Die kleine Band mit Frontmann Mohammad Cj Tajik hatte unter anderem das Lied „Mama“ aus Syrien und den Reggae-Song „No Women, No Cry“ mitgebracht.

Der SPD-Landtagsabgeordnete Gordan Dudas übernahm an diesem Abend die Begrüßung. (Foto: Björn Othlinghaus)

Der SPD-Landtagsabgeordnete Gordan Dudas übernahm an diesem Abend die Begrüßung. (Foto: Björn Othlinghaus)

Unter dem Gesichtspunkt, dass lediglich Sänger und Gitarrist Tajik zu Beginn musikalische Vorkenntnisse hatte, eine beachtliche Leistung von Keyboarder und Schlagzeuger. Einen kraftvollen Schlusspunkt setzte die Local-Aid-Band mit ihrer Zugabe „Baby Love“ von Mothers Finest, bei dem die Musiker, die das Stück nicht gemeinsam geprobt hatten, dennoch eine energiegeladene Vorstellung lieferten. Mit guten Gesprächen auf der Terrasse des Stock klang der Abend aus.

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Kategorie: Dagewesen, Märkischer Kreis, Musik, Regionales

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In einer Ramsch-Kiste mit Taschenbüchern wurde ich, gerade mal 10 Jahre alt, fündig. Das – wie ich im Nachhinein feststellte – inkompetenteste Film-Nachschlagewerk dieser Erde, „Das Lexikon des Science-Fiction-Films“ von Roland M. Hahn, weckte mein Interesse für bewegte Bilder. Ich „zerlas“ es völlig (und auch seine nicht weniger missratenen Nachfolger über die Genres „Fantasy“ und „Horror“). Echtes Interesse für die Pop- und Rockmusik kam dagegen erst Jahre später – mit der ersten eigenen kleinen Hifi-Anlage und der CD „The Road to Hell“ von Chris Rea.

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