Dagewesen, Musik
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Nach 10 Jahren – Die Nachtflug-Party erlebte ihre Neuauflage mit vielen Live-Acts

(Foto: Björn Othlinghaus)
Beste Stimmung im Dahlmann-Saal. (Foto: Björn Othlinghaus).

Obwohl das Wetter am Samstag, 18. März 2017 bei der Neuauflage der Lüdenscheider Nachtflug-Party nach 10 Jahren nicht wirklich mitspielte, war die Stimmung in vielen der 13 teilnehmenden Locations hervorragend.

Schließlich hatten die Veranstalter um Gastronom Oliver Straub eine Menge toller Live-Acts, sowohl aus der Bergstadt als auch von außerhalb aufgefahren, die zum pauschalen Eintrittspreis in alle Kneipen und Clubs Lüdenscheids erlebt werden konnten. Ein großer Teil des Nachtflug-Lebens spielte sich in der Oberstadt ab.

Das Duo Funcascade war in der Bar Lönneberga zu sehen und zu hören. (Foto: Björn Othlinghaus)

Das Duo Funcascade war in der Bar Lönneberga zu sehen und zu hören. (Foto: Björn Othlinghaus)

Zum Beispiel im Lönneberga, wo das Duo Funcascade, bestehend aus den Altenaer Musikern Tlako Mokgadi und Ulrike Wagner, aufspielte. „Euer Schweiß wird das Fenster und die Wände runterlaufen, das ist der Plan“, versprach Tlako und gab zusammen mit seiner Partnerin fetzige Cover der Pop- und Rockgeschichte wie „All Night Long“ von Lionel Richie oder „Follow Me“ von Uncle Cracker zum Besten. Nebenan im Eigenart waren die Songs der Gruppen Supertramp und Queen von der Formation Super-Queen als Akustikcover zu hören. Performt mit Saxophon, Keyboard, Gitarre und Cajon sorgten die Musiker mit Songs wie „Give A Little Bit“ (Supertramp) oder „Fat Bottomed Girls“ (Queen) für besondere Hörerlebnisse.

Der griechische Gitarrist Dimmy Latecomer sorgte im Reidemeister für zufriedene Zuhörer. (Foto: Björn Othlinghaus)

Der griechische Gitarrist Dimmy Latecomer sorgte im Reidemeister für zufriedene Zuhörer. (Foto: Björn Othlinghaus)

Eine sichere Bank war auch der griechische Rock-Gitarrist Dimmy Latecomer aus Düsseldorf im gut besuchten Reidemeister. In Lüdenscheid bereits bestens bekannt begeisterte Dimmy an der Stromgitarre mit typischen Gitarren-Hits wie „I Love Rock’n Roll“ oder „Purple Rain“. Der Festsaal der Gaststätte Dahlmann war ebenfalls bestens gefüllt, denn hier sorgte die Cover-Band Nightlife mit Sänger Dirk Hackenberg für Stimmung. Die Formation hatte sowohl relativ aktuelles wie „Dance With Somebody“ von Mando Diao oder „Feel“ von Robbie Williams, aber auch Deutschrock, internationale Rock-Klassiker sowie Oldies im Gepäck.

Nightlife spielten Cover-Rock im Saal der Gaststätte Dahlmann. (Foto: Björn Othlinghaus)

Nightlife spielten Cover-Rock im Saal der Gaststätte Dahlmann. (Foto: Björn Othlinghaus)

Die Grafen aus Hagen sind ein echter Klassiker, wenn es um Oldies und Beat-Musik geht. Bei der Nachtflug-Party mischten sie die gut gefüllte Altdeutsche Bierstube auf, während in der direkten Nachbarschaft in der Gaststätte Budde Gitarrist und Sänger Udo Prinz alias Mr. Prinzident sein Rock-Solo-Programm zum Besten gab. Er lies zunächst irische und schottische Songs hören, aber auch deutsches Liedgut wie „Westerland“ von den Ärzten gehörte zum Repertoire. Wer den Weg die Treppen hinab zur Neuen Heimat fand, traf auf die Formation „Opa kommt“, die mit Rocksongs der 60er und 70er Jahre aufwartete und ebenso durch zahlreiche Auftritte in der Gaststätte Dahlmann bekannt ist wie der Sänger und Musiker Robin Stone, der dafür sorgte, dass in Graf’s Galerie kein Blatt Papier mehr zwischen die Gäste passte.

Ein großartiger Act, dem man mehr Publikum gegönnt hätte: Daniel Puente Encina mit seinem Percussionisten Vito Giacocelli in der Tanzschule S. (Foto: Björn Othlinghaus)

Ein großartiger Act, dem man mehr Publikum gegönnt hätte: Daniel Puente Encina mit seinem Percussionisten Vito Giacocelli in der Tanzschule S. (Foto: Björn Othlinghaus)

Seine Spezialität liegt unter anderem bei Songs der Bands Smokie und CCR sowie bei Stücken von Rod Stewart. Ein großartiger Act, der leider innerhalb des Festivals kaum Beachtung fand, trat in der Tanzschule S auf. Der chilenische Sänger und Gitarrist Daniel Puente Encina hatte seinen Percussionisten Vito Giacocelli aus Italien mitgebracht und kreierte mit seinen eigenen Songs eine mitreißende Mischung aus Latin Soul, Boogaloo Blues, Son Cubano, Rock und südamerikanische Rhythmen.

Der energiegeladenen, außergewöhnlichen Musik hätte man stundenlang zuhören können.Leider entging den meisten Besuchern der Nachtflug-Party dieser spannende Act, die sich wohl unter der Musik dieses renommierten Künstlers, die freilich innerhalb des Festivals sehr aus dem Rahmen fiel, nur wenig vorstellen konnten. Im Extrablatt auf dem Rathausplatz war schließlich die zweite Formation des Abends zu hören, die mit eigenen Songs aufwarten konnte.

Beste Stimmung in der Altdeutschen Bierstube. (Foto: Björn Othlinghaus)

Beste Stimmung in der Altdeutschen Bierstube. (Foto: Björn Othlinghaus)

Das Singer-Songwriter-Duo „HonigMut“, bestehend aus Melina Fuhrmann und Nando Andreas, überzeugte zusammen mit den Gastmusikern Patrick Honzig und Rudolf F. Nauhauser sowie intelligenten und gefühlvollen Popsongs mit deutschen Texten. Die beiden Musiker stehen kurz vor der Veröffentlichung ihrer ersten EP-Produktion mit eigenen Songs, die voraussichtlich im April erscheint.

Melina Fuhrmann und Nando Andreas vom Duo HonigMut (Mitte) traten zusammen mit Rudolf F. Nauhauser (links) und Patrick Honzig (rechts) im Extrablatt auf. (Foto: Björn Othlinghaus)

Melina Fuhrmann und Nando Andreas vom Duo HonigMut (Mitte) traten zusammen mit Rudolf F. Nauhauser (links) und Patrick Honzig (rechts) im Extrablatt auf. (Foto: Björn Othlinghaus)

Wer schließlich dem Saitensprung einen Besuch abstattete, begegnete hier mit Guru Da Beat einem Percussionisten mit magischen Grooves, bevor er sich zur Knapper Straße und den letzten beiden Stationen der Nachtflug-Party aufmachen konnte. In der Alten Druckerei trat die Band Das Wunder auf, die deutschen Rock und Pop von Westernhagen über Grönemeyer bis hin zu Andreas Bourani im Gepäck hatte. Den Abend ausklingen lassen konnte der Party-Besucher schließlich nebenan im Stock, wo der Jazzclub Lüdenscheid mit seiner offenen Bühne für Musiker aller Genres vertreten war.

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Kategorie: Dagewesen, Musik

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In einer Ramsch-Kiste mit Taschenbüchern wurde ich, gerade mal 10 Jahre alt, fündig. Das – wie ich im Nachhinein feststellte – inkompetenteste Film-Nachschlagewerk dieser Erde, „Das Lexikon des Science-Fiction-Films“ von Roland M. Hahn, weckte mein Interesse für bewegte Bilder. Ich „zerlas“ es völlig (und auch seine nicht weniger missratenen Nachfolger über die Genres „Fantasy“ und „Horror“). Echtes Interesse für die Pop- und Rockmusik kam dagegen erst Jahre später – mit der ersten eigenen kleinen Hifi-Anlage und der CD „The Road to Hell“ von Chris Rea.

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