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Rock australische Art – Das AC/DC-Festival 2017 des Dynamite Fanclub

(Foto: Björn Othlinghaus)
Matteo Giovannone, einer der beiden Sänger der Band Stinger.

Wenn der Dynamite-Fanclub in Lüdenscheid zum AC/DC-Festival ruft, ist das selbst für Gäste aus dem weit entfernten Ausland ein Pflichttermin.

Die weiteste Anreise hatte laut Organisator Frank Petersen wohl eine Gruppe aus der Ukraine, die nur für die zweitägige Veranstaltung, die am 17. und 18. Februar 2017 stattfand, 1840 Kilometer zurückgelegt hatten. Erstmals fand das Event, zu dem zwischen 250 und 300 AC/DC-Fans erschienen, nicht im Lüdenscheider Club Eigenart, sondern in der Alten Druckerei statt, die zu den beiden Live-Konzerten am Freitag und Samstag bis zum Bersten gefüllt war.

Die AC/DC-Fans waren wie immer bestens gelaunt. (Foto: Björn Othlinghaus)

Die AC/DC-Fans waren wie immer bestens gelaunt. (Foto: Björn Othlinghaus)

Los ging es am Freitagabend mit der Formation Concrete Shoes aus Südtirol, die bei der letzten Party des Dynamite-Fanclubs im Jahr 2016 den ersten Auftritt außerhalb ihrer Heimat absolvierten. Jetzt überzeugte die AC/DC-Tribute-Band mit Stefan Pardatscher (Gesang), Georg Pomarolli (Lead Guitar), Joram Bonomi (Rhythmus-Gitarre), Max Carli (Schlagzeug) und Federico Plati (Bass-Gitarre) zum zweiten Mal in der Bergstadt. Obwohl der Sänger der Formation stimmlich weniger dem ursprünglichen AC/DC-Sänger Bon Scott, sondern eher seinem Nachfolger Brian Johnson nahe kommt, präsentierten die Musiker eine gute Mischung aus neueren und alten AC/DC-Klassikern. „High Voltage“ vom gleichnamigen klassischen Album rockte dabei genauso fett wie „Thunderstruck“ vom 1990er-Album „The Razors Edge“. Darüber hinaus gaben die Südtiroler auch den einen oder anderen seltener gespielten Song zum Besten, zum Beispiel „Sink The Pink“ vom eher als schwächer eingestuften Album „Fly On The Wall“.

Zwischendurch wurde die Kutte auch mal an die Künstler ausgeliehen. (Foto Björn Othlinghaus)

Zwischendurch wurde die Kutte auch mal an die Künstler ausgeliehen. (Foto Björn Othlinghaus)

Der Samstag startete bereits am Nachmittag mit der AC/DC-Börse, die aufgrund der neuen Location noch umfangreicher ausfiel als vom Eigenart gewohnt. Neben den zahlreichen Anbietern von AC/DC-Memorabilia, Bootlegs und anderen Raritäten war hier auch die Band Stinger, die am Abend in der Alten Druckerei zu hören war, mit einem Stand vertreten. Bei den Musikern mit Bandstandort in Allersberg handelt es sich nicht nur um eine reine AC/DC-Tribute Band – die Musiker produzieren auch eigene Songs, natürlich im Stil der australischen Rock-Legenden. Am Samstag feiert am Merch-Stand der Band ihre EP „Mosquito“ Premiere, der Mitte März ein komplettes Album folgen wird, veröffentlicht von der Plattenfirma „Sofa Records Cologne“.

Thomas Schmidt überzeugte auf der Börse mit seinen schicken Light-Stone-Pictures. (Foto: Björn Othlinghaus)

Thomas Schmidt überzeugte auf der Börse mit seinen schicken Light-Stone-Pictures. (Foto: Björn Othlinghaus)

Das besondere an der Produktion, deren Erlöse einem guten Zweck zugute kommen werden, ist, dass zahlreiche ehemalige AC/DC-Musiker wie Tony Correnti (Studio-Schlagzeuger beim Album „High Voltage“), Bob Richards (hat bei Video-Drehs zum aktuellen AC/DC-Album „Rock or Bust“ Drummer Phil Rudd ersetzt), Simon Wright (von 1983-1990 AC/DC-Drummer) und Mark Evans (von 1975-1977 AC/DC-Bassist) an der Produktion unentgeltlich mitwirkten. Die Lüdenscheiderin Heike Vogt-Laudien war gemeinsam mit Aylina Vogt und Sandra Manß mit einem Stand vertreten, der für das „Gothic Meets Rock-Open-Air“ vom 25.-27. Mai 2017 in Kierspe/Rönsahl mit Tickets und Merchandising-Produkten warb.

Raritätenjäger wurden auf der auf der AC/DC-Börse fündig. (Foto: Björn Othlinghaus)

Raritätenjäger wurden auf der auf der AC/DC-Börse fündig. (Foto: Björn Othlinghaus)

Hierbei handelte es sich zwar nicht hundertprozentig um die auf der Börse nachgefragte Musikrichtung, doch die zahlreichen AC/DC-Fans zeigten sich dennoch interessiert an diesem besonderen Angebot. Darüber hinaus waren auf der Börse auch zahlreiche Anbieter mit besonderen Produkten vertreten, darunter Thomas Schmidt aus Allersberg, der seine außergewöhnlichen Light-Stone-Pictures mit Echtsteinfurnier und LED-Beleuchtung, speziell eine Edition in Zusammenarbeit mit dem ehemaligen AC/DC-Bassisten Mark Evans, vorstellte. „Ein Vierteljahr habe ich in die Endwicklung der Technik investiert, die wir erst im Oktober 2016 offiziell vorgestellt haben“, erklärt Thomas Schmidt. Fanclub-Chef Frank Petersen hatte derweil auf der Börse alle Hände voll zu tun, die Lose für die große Tombola zu verkaufen, die ebenfalls ein fester Bestandteil des jährlich stattfindenden AC/DC-Festivals ist.

Stinger machten die Alte Druckerei zum Hexenkessel. (Foto: Björn Othlinghaus)

Stinger machten die Alte Druckerei zum Hexenkessel. (Foto: Björn Othlinghaus)

Die Preise, die am Abend nach dem Auftritt der Band Stinger verlost wurden, konnten sich einmal mehr sehen lassen, darunter ein vom Berliner Fanclub G.O.T.M. gestiftetes Fanclub-Paket mit einem Ticket zum einzigen Konzert des AC/DC-Drummers Phil Rudd in Deutschland sowie zwei Tickets für das Bonfest in der Bon-Scott-Geburtsstadt Kirriemuir in Schottland. Am Abend, zum Konzert mit der Band Stinger, war schließlich die Alte Druckerei wieder bis zum Bersten gefüllt. Die Formation mit den beiden Sängern Matteo Giovannone und Martin Schaffrath sowie den Musikern Adrian Seidel (Lead-Gitarre), Matthew Sting (Rhythmus-Gitarre), Simon Simon (Bass) und Teh Rencil (Schlagzeug) fühlt sich besonders der Bon-Scott-Ära verpflichtet und legt den Focus deshalb ausschließlich auf jene Songs, die bis 1980 auf den Alben „High Voltage“ bis „Highway To Hell“ veröffentlicht wurden.

Beim feiern gaben die Fans wie immer 100 Prozent. (Foto: Björn Othlinghaus)

Beim feiern gaben die Fans wie immer 100 Prozent. (Foto: Björn Othlinghaus)

Darüber hinaus gab die Combo an diesem Abend fünf Eigenkompositionen zum Besten. Den Fans jedenfalls gefiel das mit 29 Songs überaus umfangreiche Set ausgesprochen gut, Stimmung und Partylaune konnten an diesem Abend besser nicht sein. Rock australische Art – Das AC/DC-Festival 2017 des Dynamite Fanclub

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Kategorie: Dagewesen, Musik

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In einer Ramsch-Kiste mit Taschenbüchern wurde ich, gerade mal 10 Jahre alt, fündig. Das – wie ich im Nachhinein feststellte – inkompetenteste Film-Nachschlagewerk dieser Erde, „Das Lexikon des Science-Fiction-Films“ von Roland M. Hahn, weckte mein Interesse für bewegte Bilder. Ich „zerlas“ es völlig (und auch seine nicht weniger missratenen Nachfolger über die Genres „Fantasy“ und „Horror“). Echtes Interesse für die Pop- und Rockmusik kam dagegen erst Jahre später – mit der ersten eigenen kleinen Hifi-Anlage und der CD „The Road to Hell“ von Chris Rea.

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